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Renaissance


"Der vitruvianische Mensch" ist eine anatomische Studie nach den Proportionen des Vitruv, gemalt von Leonardo da Vinci etwa 1492

„Der vitruvianische Mensch“ ist eine anatomische Studie nach den Proportionen des Vitruv, Werk Leonardo da Vincis, etwa 1492

Die Renaissance (französisch: Wiedergeburt) ist eine kulturelle Zwischenzeit, welche am Ende des 14. Jahrhunderts begann und weit ins 16. Jahrhundert reicht. Dieser Zeitabschnitt ist keine historische Epoche. Stattdessen handelt es sich um eine Epoche des kulturellen Umbruchs, welche sich vom Mittelalter abgrenzen sollte. Die Wiedergeburt der Antike wurde angestrebt.

Steckbrief

Name:Renaissance
Bedeutung:Wiederbelebung, Wiederkehr, Wiederentdeckung der Antike
Vorgänger:Spätmittelalter (Geschichtsepoche), Gotik (Kulturepoche)
Nachfolger:Frühe Neuzeit (Geschichtsepoche), Barock (Kulturepoche)
Beginn:etwa 1350 in Italien durch die Vorreiter der philosophischen Renaissance
Ende: 1600, Ablösung durch die Barock-Zeit
Vertreter:Literatur:
Dante Alighieri, Ulrich von Hutten

Bildhauer:
Donatello, Michelangelo und Tilman Riemenschneider

Maler:
Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffael, Tizian und Albrecht Dürer

Architektur:
Filippo Brunelleschi, Leon Battista Alberti und Andrea Palladio

Philosophie und Theologie:
Erasmus von Rotterdam, Nikolaus Kopernikus
Merkmale:Neue Gestaltungsformen in Kunst und Literatur:
-Ölmalerei
-Holzschnitt
-Kupferstich
-Buchdruck
Aufkommen der letzten Universalgelehrten (Erasmus oder da Vinci),
Epochen:Vorrenaissance: ab etwa 1350

Quattrocento (Frührenaissance) in Italien: ab etwa 1420

Hochrenaissance (1500 bis 1530): wichtigster Abschnitt, da hier das Abendmahl von Da Vinci, die Mona-Lisa oder die Sixtinische Madonna Raffaels entstanden

Spätrenaissance (Manierismus): ab etwa 1520 (Tod Raffaels) bis etwa 1600
Zentren:Florenz (Wiege der Renaissance),
Frührenaissance: Florenz, Mailand, Mantua, Bologna, Siena
Hochrenaissance: Rom, Venedig
Spätrenaissance: Rom, Florenz
Werke:siehe unten

Was bedeutet Renaissance

Renaissance ist eine französisches Wort und bedeutet übersetzt: Wiedergeburt. Gemeint war die Wiedergeburt der Antike. Ursprünglich war damit die schöne Kunst der Antike gemeint, deren Ideen zur Gestaltung und Ästhetik aus der Natur entnommen waren. Diese stand klar im Gegensatz zur Kunst des Mittelalters, welche kalt und trist war.

Da die Renaissance in Italien begann, setzte sich bereits um etwa 1550 das Wort „rinascita“ (Rinascimento) durch. Dieses italienische Wort bedeutet auf deutsch: Wiedergeburt. Erstmalig verwendet hatte das Wort der italienische Künstlerbiograph Giorgio Vasari (1511 – 1574) als er die Werke der ausgezeichneten Maler, Architekten und Bildhauer seiner Zeit beschrieb. Mit „rinascita“ meinte Vasari die Wiedergeburt der Künste.

Die heutige französische Bezeichnung tauchte erstmalig 1855 beim französischen Historiker Jules Michelet (1798 – 1874) auf. Der Schweizer Kunsthistoriker Jacob Burkhardt übernahm 1860 Michelets französische Bezeichnung für sein Buch „Die Kultur der Renaissance in Italien“. Dadurch wurde im deutschen Sprachraum der Begriff „rinascita“ endgültig durch den Begriff „Renaissance“ ersetzt. Der französische Begriff ist aber die direkte Übersetzung des italienischen „rinascita“.

Zur damaligen Zeit war Französisch die Bildungssprache, welche die geistige Elite in Europa sprach. Und so verbreitete sich das französische Wort im 19. Jahrhundert in Europa, weshalb man diese Epoche heute noch Renaissance nennt.

Was bedeutet Renaissancen

Der Renaissancebegriff wurde 1550 durch Giorgio Vasari geprägt, womit er die Rückbesinnung auf die antike Kunst meinte, welche der Natur entnommen war. In der Kunstgeschichte sind Renaissancen alle Epochen der Wiederbelebung. Falls die Hosen der 70-er Jahre wieder in Mode kommen, ist dies eine Renaissance dieser Modeerscheinung. Vom Naturbild der Antike wird bei diesem Renaissancebegriff abgewichen.

Wie kam es zur Renaissance

Am Ende des Mittelalters besannen sich Kulturschaffende zurück an die ruhmreichen Zeiten des antiken Griechenlands oder des römischen Reiches. Diese historische Epoche galt bis dahin als philosophischer, naturwissenschaftlicher und kultureller Höhepunkt der Menschheitsgeschichte. Und im Gegensatz dazu erschien den Intellektuellen das Mittelalter als von Kriegen durchtränkt, moralisch verwerflich und es fehlten die großen geistigen Errungenschaften.

Renaissance ist demnach ein Begriff, welchen die Humanisten im 14. und 15. Jahrhundert wählten – um die Mittelalter-Zeit, welche sie als barbarisch und kulturell ungenügend empfanden, zu überwinden. Neue Entdeckungen, wie der Buchdruck, ließen einen neuen Zugang zur Literatur zu, wodurch sich die Eliten in ihrem Bestreben bestätigt sahen.

Dass das Mittelalter überwunden werden sollte, lag wohlmöglich an großen Katastrophen – welche unweit zurücklagen: Der Große Hunger von 1315 bis 1317, die Pest (Schwarze Tod) von 1347 bis 1353 oder der Hundertjährige Krieg (1337 bis 1453).

Warum begann die Renaissance in Italien

Die Renaissance setzte in Italien ab etwa 1350 ein. Von dort ausgehend, verbreitete sie sich im 14. bis ins 16. Jahrhundert über weite Teile Europas und prägte dessen Kunst-, Bildungs- und Kulturwelt. Etwa 1420 wurde in Italien die Linearperspektive entwickelt, wodurch es möglich war, dreidimensionale Motive auf flacher Leinwand echter erscheinen zu lassen. Dies war der Bruch mit der künstlerischen Tradition des Mittelalters. Erste Bilder, welche mit der Linearperspektive gefertigt wurden, entstanden in Florenz. Deshalb gilt die Stadt Florenz und die Toskana als Wiege der Renaissance.

Wie breitete sich die Renaissance über Europa aus

Dass die Renaissance sich von Italien ausbreitete, hat etwas mit dem Aufkommen des Buchdrucks zu tun. Im Jahr 1450 entwickelte Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Lettern in Mainz (Deutschland). Zwischen 1452 und 1453 entstand in Mainz die erste Druckerpresse, welche das neue Druckverfahren anwandte. Prägendstes Buch war die Gutenberg-Bibel in lateinischer Sprache, welche im Heiligen Römischen Reich die Amtssprache blieb.

In Italien breitete sich der Buchdruck extrem schnell aus. So entstand 1465 die erste Druckerpresse in Subiaco, nahe Roms. Kurze Zeit später zog Rom direkt nach und errichtete 1467 seine erste Druckerpresse. In Venedig, Neapel und Florenz entstanden zwischen 1469 und 1470 weitere Druckerpressen. Der Buchdruck war die entscheidende Schlüsseltechnologie für den europaweiten Ausbruch und die Verbreitung der Renaissance und Italien war hierbei Pionier.

In welche Epochen unterteilt man die Renaissance

Die Vorreiter der Renaissance als philosophische Idee (Renaissance-Humanismus) waren Dante Alighieri (1265 – 1321), Giovanni Boccaccio (1313 – 1375) und Francesco Petrarca (1304 – 1374). Allesamt prägten ein neues Menschenbild, wonach der Mensch im Mittelpunkt des Geschehens rückte. Die Humanisten forderten, dass die Menschen ihre individuellen Fähigkeiten vollends entfalten. Durch die Rückbesinnung auf Philosophen der Antike sollten sich Antworten finden lassen. Und so wurden Griechisch und Latein (römisches Reich) zur Bildungssprache erhoben, was heute in Medizin und Naturwissenschaft immer noch bestand hat.

Dante Alighieri war gebürtiger Florentiner. Giovanni Boccaccio kam nach Florenz, um sich als Kaufmann niederzulassen. Und auch Francesco Petrarca wirkte in Florenz, weshalb die philosophische Idee zur Wiederbelebung der Antike (Vorrenaissance) dort ihren Ursprung fand.

Frührenaissance

Auf die Vorrenaissance (etwa 1350) folgte die Frührenaissance – als erste „echte“ Renaissance-Epoche – ab etwa 1420. Maßgebend war die Einführung der Linearperspektive in Florenz. Die ersten Maler setzten die Linearperspektive (Zentralprojektion) dazu ein, um Bilder der toskanischen Stadt zu malen. Und so wurde Florenz zur Geburtsstätte, zum zentralen Motiv und zum Zentrum der Frührenaissance. Die Stadt Florenz war eine Republik, welche defacto von der Kaufmannsfamilie Medici regiert wurde. Der Aufstieg zur Handelsrepublik und auch zur Kulturhauptstadt Europas war eng mit dem Aufstieg der Medici verknüpft.

Hochrenaissance

Die Hochrenaissance begann etwa 1500 und ist verknüpft mit der Stadt Rom, da Florenz kulturell abstieg. Denn am 8. April 1492 starb Lorenzo de’ Medici in Florenz. Ihm folgte sein Sohn Piero di Lorenzo de’ Medici. Nach zweijähriger Amtszeit fiel Karl VIII. von Frankreich im Jahr 1494 in Italien ein. Er verlangte den Durchmarsch bis Neapel und Piero kapitulierte vor den Forderungen des Franzosen. Als Piero dann im November nach Florenz zurückkehrte, wurde er als Verräter gebrandmarkt und musste fliehen.

Durch die Abwesenheit der Medici übernahm der Bußprediger Girolamo Savonarola die Regierung in Florenz und versuchte die Republik in einen Gottesstaat zu wandeln. Die Künstler wanderten ab und so wurde Rom zum neuen Zentrum der Renaissance.

Hinzu kam, dass 1453 die byzantinische Stadt Konstantinopel an die Osmanen fiel. Durch den Untergang von Konstantinopel und des Byzantinischen Reiches flohen die Gelehrten zurück nach Rom, wodurch die Stadt als kulturelles Zentrum erblühte. In den Jahren nach 1453 fand ein regelrechter Gedankenaustausch zwischen geflohenen byzantinischen Gelehrten, Roms einheimischer Elite und zugewanderten Ausländern statt. Die Stadt wurde zu einem Ideenpool und die Hochrenaissance zur wichtigsten Kultur- und Gedanken-Epoche des frühen 16. Jahrhunderts.

Spätrenaissance

Die Medici kehrten 1512 nach Florenz zurück. Damit begann die kulturelle Rückeroberung von Florenz. Spätestens als Rom im Jahr 1527 durch Söldnertruppen des römisch-deutschen Kaisers Karl V. geplündert wurde, verkam die Stadt und die Gelehrten zog es zurück nach Florenz. Als Beginn der Spätrenaissance in Florenz wird das Jahr 1525 angegeben. Künstler – wie Benvenuto Cellini oder Giorgio Vasari – rangen um die Gunst ihrer Auftraggeber. Deshalb wird die Spätrenaissance auch als Manierismus (Manier, Art und Weise) bezeichnet.

Abgelöst wurde die Spätrenaissance durch den Barock um etwa 1590 bzw. 1600.

Wie lebten die Menschen zur Renaissancezeit

Die Renaissance äußert sich in ihrer Kunst, Literatur und Philosophie in einem Streben nach Individualismus. Dieser Freiheitswille stand im Gegensatz zum Alltag und zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen. In Italien und anderswo gab es keine Nationalstaaten, wie wir sie heute kennen. Stattdessen gab es viele kleine Herrschaftshäuser – wie Fürstentümer und Kleinkönigreiche. Und diese regionalen Kleinreiche wurden von Herrschern regiert, welche ihren persönlichen Individualismus auslebten – aber auf Kosten der allgemeinen Bevölkerung.

Das Spannungsfeld zwischen den sozialen Schichten ist ein Leitthema der Renaissance. Verschärft wurden die sozialen Konflikte durch eine wachsende Anzahl von Lohnarbeitern, dem aufsteigendem Großbürgertum und den Adelsfamilien.

Zur Renaissancezeit war Italien kein Großreich und fünf Einzelstaaten dominierten das politische Geschehen: die Republik Venedig, der Kirchenstaat, das Herzogtum Mailand, die Republik Florenz und das Königreich Neapel. Zwischen diesen fünf dominanten Staaten tummelten sich viele kleinere regionale Despoten, welche durch Taktieren und Intrigieren ihre eigene Stellung verbessern wollten.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts gab es auf italienischen Gebiet bereits 23 Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern. Diese Städte profitierten vom Handel im Mittelmeerraum mit den Griechen, Juden und Moslems. Durch den Handel drang auch Fortschrittstechnologie nach Italien und es wurden Gedanken und Ideen ausgetauscht. Schon früh entstand in Italien ein komplexes Bankensystem und ein Finanzwesen, welches auf Pfandleihen setzte.

Welchen Status genossen Künstler während der Renaissance

Parallel zu neuen Innovationen und Techniken vollzog sich während der Renaissance auch ein gesellschaftlicher Wandel. Die Künstler stiegen in ihrem gesellschaftlichen Rang auf. Denn in der Vorzeit stammten Philosophen und Gelehrte fast ausschließlich aus der Adelsschicht oder gehörten einer einflussreichen Kaufmannsfamilie an. So wurde jungen Künstler mit niederer Herkunft der Weg versperrt.

Einigen Künstlern gelang zuvor bereits der Aufstieg aus einem Handwerksberuf heraus. Aber in den elitären Bildungsschichten wurden diese nicht als feingeistig anerkannt. Stattdessen vermutete man, dass diese ungebildet seien und ihre Mentalität nicht überwinden könnten. Bereits Aristoteles sprach von den freien Künsten (Artes liberales) als geistige Disziplinen, deren Beherrschung nur ein gebildeter und freier Mann nachkommen könnte. Die Künstler, welche aus dem Handwerk emporstiegen, wurden demnach gemieden und ihre Arbeit wurde als etwas mechanisches und schmutziges abgetan.

Erst im 15. Jahrhundert wandelte sich das Bild und einzelne Künstler gelangten zu höchsten Ehren. Die Ehrungen gingen soweit, dass einzelne Künstler mit Göttern verglichen wurden. So wurde bspw. Michelangelo vom Renaissancebiografen Giorgio Vasari mit dem Attribut „göttlich“ versehen.

Durch solche Anerkennung stieg die Anzahl der Künstler innerhalb einer Generation rapide an. Die enorme Künstlerdichte hatte zur Folge, dass junge und unbekannte Künstler sich stets innovativ zeigen und besonders kreativ sein mussten, um sich von der Masse abzuheben. Um dem Konkurrenzdruck zu entgehen, reisten Künstler in entfernte Gebiete, um dort ihre Kunst anzubieten.

Diese Künstlermobilität verbreitete die Renaissance von Florenz ausgehend auch in andere Regionen. So sind bspw. Fresken von Giotto di Bondone in Florenz, Padua, Mailand, Rimini, Neapel und Rom zu finden.

Um dauerhaft eine sichere Stellung zu erlangen, bot es sich an, als Hofkünstler bei einem Fürsten oder einem anderen Herrscher zu arbeiten. Aber nicht selten schwand der Respekt, welchen der Herrscher am Anfang für den Künstler empfand – was zahlreiche Überlieferungen zeigen. Selbst Leonardo da Vinci, welchen die Nachwelt als Universalgenie begreift, lebte in Mailand als Hofkünstler der Sforza-Familie und beschwert sich in einem Brief über die Zustände in Mailand.

Die meisten Hofkünstler wollten ihr Genie ausleben, wie es der humanistische Geist dieser Zeit, einforderte. Doch stattdessen sind einige Künstler als Prestigeobjekte ihres Herren verkommen, welche man herausholte, um auf Feiern und Festen mit einem Hofkünstler anzugeben. Die Aufträge, welche die Künstler dort erhielten, konnten sie nicht auswählen und selten ablehnen. Das Schaffen von Werken, welche für die Ewigkeit bestimmt waren, rückte dann – für einen sicheren Unterhalt- in den Hintergrund.

Welche Bedeutung hatte die Renaissance auf die Literatur

In Italien begann man, während der Renaissance, die griechischen und römisch-lateinischen Literatur wieder zu lesen. Latein und griechisch wurden zur Bildungssprache erhoben, wodurch das antike Wissen zuerst wiederentdeckt und dann übersetzt wurde. Neben der Wiederbelebung älterer Literaturformen – wie dem Epos, der Lyrik und der Satire – etablierte sich die Volkssprache als neue Literatursprache. Als italienische Neuschöpfungen entstanden das Sonett und die Novelle.

Die Literatur sollte von der Übermacht der mittelalterlichen Theologie befreit werden. Demnach stand der Mensch nicht mehr, innerhalb der göttlichen Weltordnung, als untergeordnete Einheit – sondern wurde ins Zentrum des Denkens gerückt.

Als Beginn der Renaissanceliteratur in deutschen Ländern gilt das Streitgespräch „Der Ackermann von Böhmen“, welches um 1400 entstand. Der Autor (Johannes von Tepl) beschreibt, wie der Ackermann das persönliche Glück und den individuellen Wert eines Menschen gegen die mittelalterliche Auffassung verteidigt, welche die Individualität des Menschen nicht anerkennen will.

Im 15. Jahrhundert wurden die Werke der italienischen Renaissanceschriftsteller (Giovanni Boccaccios) ins Deutsche übersetzt, was maßgeblichen Einfluss auf Bildung und Kultur in deutschen Gebieten hatte. Ein wichtiger Autor der deutschen Renaissancezeit war Ulrich von Hutten, der 1515 seine „Dunkelmännerbriefe“ veröffentlichte. Dieses satirische Werk zeichnet ein gesellschaftliches Bild vom absteigenden Klerus dieser Zeit.

Welche Bedeutung hatte die Renaissance für die Architektur

Die mittelalterliche Architektur orientierte sich an Grundformen, wie dem Vierungsquadrat oder dem Mittelschiffsjoch. Da die Renaissance-Architektur den Menschen in den Mittelpunkt stellen wollte, wurden die Bauwerke auf Grundlage der Proportionen menschlicher Körper entworfen.

Die meisten Bauwerke der Renaissancezeit sind tonnengewölbte Baukörper, welche sich durch eine klar ablesbare Geschossgliederung auszeichnen. Typisch für die Renaissance-Bauweise ist das Sichtbarmachen der harmonisch aufeinander abgestimmten Maßverhältnisse durch Steinbänder, welche horizontal und vertikal verlaufen. Antike Motive, wie Säulen und Säulenordnung, dienen der hierarchisch abgestimmten Wand- und Fassadengliederung. Überwölbte Kuppelbauten galten als besonders harmonisch.

Die Baumeister der Renaissance studierten die antiken Bauwerke in Rom und Florenz, erkannten Gestaltungsmuster und Harmoniekennzeichen. Anhand dieser Muster und Merkmale sollte die Renaissance-Architektur die Bauweise der Antike wiederbeleben.

Besonders bedeutend war das frühe Werk von Leon Battista Alberti, welches etwa 1450 unter dem Namen: „De re aedificatoria“ (Über das Bauwesen) erschien. In diesem stellt der Autor heraus, wie sich Harmonie und Ästhetik anhand von mathematischen Formeln herstellen lässt. Dieses Architekturtraktat wurde während der Hoch- und Spätrenaissance zum Regelwerk der renaissance-antiken Bauweise.

Welche Bedeutung hatte die Renaissance auf Skulptur und Bildhauerei

Skulpturen der Antike und des Mittelalters waren meist in Bauwerken verankert. Dadurch, dass die Renaissancebauweise – aufgrund ihrer hierarchischen Gliederung – kaum Platz für Bauplastik ließ, löste sich die Skulptur aus dem Bauwerk heraus.

Durch die Loslösung der Skulptur von der Architektur entstand – während der Renaissance – eine eigene Kunstgattung. Bestimmendes Thema war die Erforschung und Nachbildung des menschlichen Körpers. Da das Individuum einen höheren Stellenwert genoss – als im Mittelalter – entstanden Bildnisbüsten, monumentale Denkmäler und Reiterstandbilder. Im Relief wurde weite Landschaften angearbeitet, so dass ein malerischer Eindruck entstehen konnte.

Welche Bedeutung hatte die Renaissance auf die Philosophie

In der Philosophie ist die Renaissance ein Sammelbegriff für philosophische Lehren des 15. und 16. Jahrhunderts, welche sich in zwei Epochen unterscheiden lassen. Die erste Epoche ist der Humanismus (Renaissance-Humanismus) des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Die zweite Epoche fällt mit dem Aufstieg der Naturwissenschaften zusammen, wodurch die Philosophie neue Fragen klären musste.

Der Humanismus stellt den Menschen in den Mittelpunkt, wobei der Mensch als Spiegelbild der Natur aufgefasst wurde. Der Naturphilosoph Paracelsus erklärte im 15. Jahrhundert die Medizin zur grundlegendsten Wissenschaft überhaupt. Denn am Menschen kann man alles über die Natur erfahren – so Paracelsus. Dieses Naturverständnis als etwas Dynamisches, etwas Komplexes und etwas Vollkommenes fand Ausdruck in philosophischen Dichtungen, wie bspw. von Giordano Brunos.

Im 16. Jahrhundert löste sich die Philosophie endgültig von der Kirche ab. Begünstigt wurde dies durch die Reformation (ab 1517) und der anschließenden Aufspaltung in mehrere Konfessionen. Durch die Entwicklung der Naturwissenschaften (Kopernikus, Kepler, Galilei) musste die Philosophie neue Fragen beantworten. Die Natur wurde zum beherrschenden Thema, allerdings veränderte sich die Sichtweise.

Wurde im 15. Jahrhundert die Natur noch als ein großer Zusammenhang begriffen, sorgten die Erkenntnisse von Kepler und Co. dafür, dass die Natur nun als System mit Regeln begriffen wurde. Experimente, Beobachtungen und mathematische Formeln verdrängten das alte Bild von der Natur. Sah Aristoteles noch einen Stein fallen, welcher zum Mittelpunkt der Erde als seinen natürlichen Ort gezogen wurde, so machte Galilei daraus das Fallgesetz, basierend auf Beobachtung, Experiment und Berechnung.

Die Erkenntnistheorie von Francis Bacon versuchte, neuartige Verständnisprobleme von Wissenschaft zu lösen. Daneben wurden wichtige Beiträge zur Staatstheorie veröffentlicht, welche sich mit dem Niedergang des Ständesystems (Mittelalter) und dem Aufstieg des Bürgertums (Neuzeit) auseinandersetzten. Wichtige Staatstheoretiker waren: Niccolo Machiavelli, Hugo Grotius, Thomas More und Tommaso Campanella.

Welche Bedeutung hat die Renaissance heute

In der Renaissance wurden die antiken Schriften von Platon, Aristoteles und anderen Philosophen neu aufgegriffen. Sie wurden übersetzt, wodurch sich das Menschenbild nachhaltig änderte. Der Mensch stand im Mittelpunkt des Geschehens. Jeder Bereich der Kunst sollte diesem neuen Menschenbild einen nachhaltigen Ausdruck verleihen. Durch die Zunahme der Künstlerschar, war lokalen Herrschern daran gelegen, ihren Ruhm in die Nachwelt zu übermitteln, weshalb Hofphilosophen, Hofkünstler und Hofschreiber eingestellt wurden.

Der Humanismus trug dazu bei, dass die Maler auf Bildern nicht mehr Götter sondern Menschen malten. Die Bauwerke der Renaissancezeit sollten nach antiken Vorbild erschaffen werden, die Natur widerspiegeln – wodurch sich eine natürliche Schönheit und Ästhetik ergibt. In Florenz wurden die großen Kirchenbauten und Paläste gebaut bzw. vollendet. In Venedig wurde der Markusplatz restauriert und erhielt im Wesentlichen den Anstrich, welchen er heute hat. In Rom wurden Baumeister, wie Bramante und Michelangelo, beschäftigt – wodurch das Zentrum der Stadt, wie wir es heute kennen, entstand.

Warum wurde Rom zur Zeit der Hochrenaissance geplündert

Zu Beginn der Renaissancezeit war Frankreich mit England befasst. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nationen gab es innerliche Konflikte, um welche sich der Kaiser kümmern musste. Und die Alpen waren bereits in frühere Geschichte ein Schutzwall gegen nördliche Staaten gewesen. So konnte sich Italien abschotten und seine eigene politische Konstellation aufbauen.

Erst 1494 griff der französische König Karl VIII. ins Machtgefüge von Italien ein, um bis zum Königreich Neapel durchzumarschieren. Sein Nachfolger, Ludwig XIII., folgte seinem Beispiel, konnte sich aber nicht lange behaupten. Denn er richtete die Stadtherren von Romagna zugrunde, weshalb sich der Kirchenstaat diese Region aneignen konnte und so noch mächtiger wurde.

Ein zweiter Fehler Ludwig XIII. war es, den spanischen König (Ferdinand den Katholischen) ins Land zu lassen, welcher zum König von Aragon (Sizilien) wurde und so das Machtgefüge zusätzlich destabilisierte. Am Ende nahm Ludwig XIII. auch noch den Venezianern etwas Land weg, was schließlich die Situation eskalieren ließ.

Anders als Ludwig XIII. taktierte Kaiser Karl V. nicht lange. Stattdessen ging er rabiater vor und marschierte direkt in Italien ein. Der traurige Höhepunkt war schließlich die Plünderung Roms (Sacco di Roma) im Jahr 1527.

Warum ist die Renaissance keine Geschichtsepoche

Die Renaissance, als Wiedergeburt der Antike, sollte das Mittelalter überwinden und das antike Zeitalter der Philosophie, Kunst und Wissenschaft wieder aufleben lassen. Aber trotz der Bestrebungen wurde in der Renaissance keine hinreichende Entdeckung gemacht, welche die Lebensumstände der Menschheit dermaßen änderte, dass Historiker eine neue historische Epoche einführten.

Stattdessen sorgte die Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 für diesen Zeitenwandel. Denn durch diese Entdeckung wurden die mittelamerikanischen Hochkulturen entdeckt, der neue Kontinent besiedelt und die Sklavenmärkte in Afrika erschlossen. Der Wandel geschah somit nicht durch eine kulturelle oder intellektuelle Errungenschaft. Stattdessen markiert die Entdeckung eines neuen Kontinents das Ende des Mittelalters und den Beginn der Neuzeit.

Siehe auch Hauptartikel: Die 5 Epochen der Menschheitsgeschichte und ihre Bedeutung

Was geschah während der Renaissance-Zeit

Im Folgenden werden lediglich die Ereignisse gelistet, welche direkt mit der kulturellen Renaissance-Zeit in Verbindung stehen. Um die Ereignisse der Weltgeschichte (Politik, Katastrophen, Kriege usw.) parallel zu lesen, siehe:

DatumEreignis
1363Philipp II. der Kühne (Haus Valois) erhält das Herzogtum Burgund (Frankreich) und begründet die französische Seitenlinie der Burgunder. In der Folge entsteht zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich mit Burgund ein Zwischenreich.
1376/77Der Papst verlegt seinen Amtssitz von Avignon (Frankreich) zurück nach Rom (Italien). Dadurch endet die Ära des avignonesischen Papsttums (seit 1309) und die französische Interessenvertretung durch die Päpste nimmt wieder ab.
1378Durch die Wahl eines Papstes und eines Gegenpapstes für Rom und Avignon kommt es zur Kirchenspaltung (Großes Abendländisches Schisma).
1385Beginn der burgundischen Skulptur-Zeit durch den niederländischen Bildhauer Claus Sluter.
1401Der italienische Bildhauer Lorenzo Ghiberti gewinnt den Wettbewerb um die Portale des Baptisteriums in Florenz. In der Folge entstehen das Nordportal und die sogenannte Paradiespforte des Baptisteriums der Kathedrale von Florenz.
Florenz, Italien - 8. September 2011: Baptisterium, Tafel der Paradiespforte - Die Trunkenheit Noahs, Bildnachweis: wjarek / Shutterstock.com

Florenz, Italien - 8. September 2011: Baptisterium, Tafel der Paradiespforte - Die Trunkenheit Noahs, Bildnachweis: wjarek / Shutterstock.com

1407Donatello bekommt den Auftrag für die Rahmung der Porta della Mandorla des Florentiner Doms
1408Donatello erhielt den Auftrag für eine Marmorstatue des David, welche am Florentiner Dom als Bekrönung dienen sollte
Davidfigur des Donatello mit Goliath-Kopf zu seinen Füßen, ausgestellt im Museo nazionale del Bargello in Florenz, Bildnachweis: Paolo Gallo / Shutterstock.com

Davidfigur des Donatello mit Goliath-Kopf zu seinen Füßen, ausgestellt im Museo nazionale del Bargello in Florenz, Bildnachweis: Paolo Gallo / Shutterstock.com

1414-18Das Konzil von Konstanz sollte das Große Schisma (seit 1378) beenden.
1416Der Humanist Poggio Bracciolini entdeckt ein vollständiges Exemplar der Handschriften des Quintilian (etwa 35 bis 96 n.Chr.). Dieser war Prinzenerzieher (Vespasian der Jüngere) und ein Meister der Rhetorik.
1420Beginn der Arbeiten an der Domkuppel von Florenz
1424Masolino und Masaccio beginnen mit der Ausmalung der Brancacci-Kapelle in der Florentiner Kirche Santa Maria del Carmine.
1426Masaccio malt sein Trinitätsfresko in Santa Maria Novella in Florenz
Masaccio Fresko Dreifaltigkeit (Trinität) in Florenz, Bildnachweis der Redaktion: Bill Perry / Shutterstock.com

Masaccio Fresko Dreifaltigkeit (Trinität) in Florenz, Bildnachweis der Redaktion: Bill Perry / Shutterstock.com

1431-49Beim Konzil von Basel wird über die reformatorische Hussiten-Bewegung in Böhmen gesprochen, welche ab 1419 in einen Hussitenkrieg umschlug. Weitere Themen betreffen allgemeine Kirchenreformen und die Bekämpfung der Ketzerei.
1432Lucas Moser vollendet den Magdalenenaltar in der Kirche St. Maria Magdalena in Tiefenbronn.
Magdalenenaltar in Tiefenbronn durch Lucas Moser, Bildnachweis: Peter Heidelberg / Shutterstock.com

Magdalenenaltar in Tiefenbronn durch Lucas Moser, Bildnachweis: Peter Heidelberg / Shutterstock.com

1432-35Der Genter Altar wird von Jan van Eyck und dessen Bruder Hubert van Eyck fertiggestellt.
1435Darstellung der Kreuzabnahme Jesu durch Rogier van der Weyden.
1435Leon Battista Alberti (Kunsttheoretiker) verfasst sein Werk: "De pictura" ("Über die Malkunst")
1436Paolo Uccello (Maler) schuf im Florentiner Dom das Fresko des Sir John Hawkwood. Durch dieses Fresko wurde der Typus des Reiterstandbilds begründet, welches später von vielen anderen Renaissance-Künstlern aufgegriffen wurde.
1438Antonio Pisanello beginnt seine Medaillenproduktion, dessen Vorbild antike Münzen waren.
1444Michelozzo (Architekt) beginnt mit dem Bau des Palazzo Medici Riccardi, dem Familienpalast der Medici.
Renaissancearchitektur Palazzo Medici Riccardi

Renaissancearchitektur Palazzo Medici Riccardi

1446Fra Angelico (Maler) beginnt mit der Ausmalung der Nikolauskapelle im Vatikan.
1450Leon Battista Alberti (Kunst- und Architekturtheoretiker) verfasst sein Werk: "De re aedificatoria" ("Über das Bauwesen").
1451Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern
1452Piero della Francesca (Maler) beginnt den Freskenzyklus in der Kirche San Francesco in Arezzo.
1453Donatello (Universalkünstler) schuf das Reiterstandbild des venezianischen Condottiere Erasmo di Narni, genannt Gattamelata, aus Bronze. Das Reiterstandbild steht in Padua.
Reiterstandbild des venezianischen Generals Gattamelata (Erasmo da Narni) in Padua, Italien. Gegossen 1453 von Donatello, war es der erste Reiterbronzeguss in Originalgröße seit der Antike, Bildnachweis: Vladimir Korostyshevskiy/shutterstock.com

Reiterstandbild des venezianischen Generals Gattamelata (Erasmo da Narni) in Padua, Italien. Gegossen 1453 von Donatello, war es der erste Reiterbronzeguss in Originalgröße seit der Antike, Bildnachweis: Vladimir Korostyshevskiy/shutterstock.com

1459Gründung der Platonischen Akademie (Neue Akademie oder Florentiner Akademie) in Florenz durch Cosimo de’ Medici. Geprägt wurden die Florenzer Gesprächskreise durch Marsilio Ficino, einem Humanisten und bekannte Persönlichkeit des Renaissancehumanismus in Florenz.
1460Andrea Mantegna wird durch Markgraf Luigi III. Gonzaga zum Hofmaler von Mantua ernannt.
1468Hans Memling malt "Das Jüngste Gericht", dessen Original im Nationalmuseum Danzig aufbewahrt wird. Die Kopie des Bildes hängt in der Marienkirche in Danzig.
um 1470Francesco del Cossa malt die Fresken im Palazzo Schifanoia in Ferrara.
1478Giuliano Medici wird während der Ostermesse ermordet.
1482Der Freskenzyklus an der Sixtinischen Kapelle in Rom ist weitestgehend abgeschlossen.
um 1485Leonardo da Vinci malt die Felsgrottenmadonna.
1489Baubeginn des Palazzo Strozzi (Renaissancepalast in Florenz) nach Vorbild des Medici-Palastes. Auftraggeber war Filippo Strozzi (Kaufmann) und die Entwürfe fertigte der Bildhauer Benedetto da Maiano.
um 1490Giovanni Bellini malt in Venedig das Ölgemälde "Heilige Allegorie".
1493Andrea del Verrocchio vollendet das Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni in Venedig
1494Nach der Vertreibung der Medici, herrscht der Benediktinermönch Girolamo Savonarola über die Stadt.
1498Da Vincis "Das letzte Abendmahl" wird vollendet
Das letzte Abendmahl (italienisch: L’Ultima Cena), aufbewahrt im Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie, Mailand, Bildnachweis:  maxbrux / Shutterstock.com

Das letzte Abendmahl (italienisch: L’Ultima Cena), aufbewahrt im Dominikanerkloster Santa Maria delle Grazie, Mailand, Bildnachweis: maxbrux / Shutterstock.com

1498Girolamo Savonarola wird vom Papst exkommuniziert und in Florenz öffentlich verbrannt.
1499Luca Signorelli beginnt seine Freskenarbeit in der Brizius-Kapelle (Cappella della Madonna) im Dom von Orvieto. Weltberühmte Wandmalereien des Freskenzyklus sind "die Letzten Dinge" zusammen mit dem "Jüngsten Gericht". Letzteres beeinflusste das Weltgerichts-Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle.
1500Albrecht Dürer malt sein Selbstbildnis.
1504Michelangelos David-Skulptur entsteht in Florenz und gilt als erste Monumentalstatue der Hochrenaissance.
Die David-Figur von Michelangelo (entstanden zwischen 1501 und 1504 in Florenz) wählt den Kampf zwischen David gegen Goliath als antikes Motiv, Bildquelle: Nina_Hartwood/shutterstock.com

Die David-Figur von Michelangelo, Kampf zwischen David gegen Goliath als antikes Motiv, Bildquelle: Nina_Hartwood/shutterstock.com

1505Albrecht Dürer beginnt seine Reise nach Venedig.
1505Der niederländische Malers Hieronymus Bosch vollendet sein Werk: "Der Garten der Lüste".
1506Beginn des Neubaus vom Petersdom in Rom durch Donato Bramante.
1506Leonardo da Vinci vollendet die Mona Lisa.
Die Mona Lisa, eines der bekanntesten Bilder der Welt, ausgestellt im Louvre, Paris, Bildnachweis: Anton_Ivanov / Shutterstock.com

Die Mona Lisa, eines der bekanntesten Bilder der Welt, ausgestellt im Louvre, Paris, Bildnachweis: Anton_Ivanov / Shutterstock.com

1506Die Laokoon-Gruppe wurde wiederentdeckt. Der Finder war Felice de Fredis, welcher die Statuen in seinen Weinbergen auf dem Esquilin-Hügel in Rom fand.
Laokoon-Gruppe, wiederentdeckt in der Renaissance

Laokoon-Gruppe, wiederentdeckt in der Renaissance

1508Michelangelo beginnt mit der Deckenausmalung in der Sixtinischen Kapelle in Rom.
Die Erschaffung Adams ist ein Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle in Rom - erschaffen von Michelangelo, Bildnachweis: Gush Photography / Shutterstock.com

Die Erschaffung Adams ist ein Deckenfresko in der Sixtinischen Kapelle in Rom - erschaffen von Michelangelo, Bildnachweis: Gush Photography / Shutterstock.com

1509Raffael beginnt mit der Ausmalung der Stanzen im Vatikan.
1510Der deutsche Renaissancekünstlers Hans Baldung Grien vollendet seinen Holzschnitt "Hexensabbat".
1512Die Medici übernehmen wieder die Macht in Florenz.
1512Der Maler und Grafiker Matthias Grünewald vollendet sein Hauptwerk: den Isenheimer Altar im Antoniterkloster Issenheim (Frankreich).
1512/13Die Sixtinische Madonna von Raffael wird vollendet.
1513Der italienischer Philosoph Niccolò Machiavelli vollendet sein Schrift: "Il Principe" (deutsch: der Fürst), welches als erstes Werk der modernen politischen Philosophie gilt.
1514Albrecht Dürer vollendet seinen Meisterstich Melencolia I.
1516Der venezianische Maler Tizian vollendet sein Bild: "Assunta" für die Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari in Venedig.
1517Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen in Wittenberg und leitet so die Reformationszeit auf deutschem Gebiet ein.
1525Albrecht Dürer veröffentlicht sein Lehrbuch zur Geometrie und Mathematik (Underweysung der messung mit dem zirckel und richtscheyt in Linien ebnen unnd gantzen corporen). Dieses Werk gilt als erstes deutschsprachiges Lehrbuch der Proportionszeichnung.
1526Das Palazzo del Te, ein Lustschloss in Mantua in Italien, wird fertiggestellt. Dieses Schloss bricht mit einigen Regeln der Renaissancearchitektur, hält aber die Grundregeln - welche Leon Battista Alberti 1452 über das Bauwesen definierte (De re aedificatoria), weiterhin ein.
1527Sacco di Roma: Plünderung Roms durch Truppen von Karl V. (römisch-deutscher Kaiser)
1528Baldassare Castiglione (Schriftsteller) veröffentlicht sein Werk: "Der Hofmann" (Il Libro del Cortegiano), in welchem er das Ideal eines Höflings mittels fiktiver Dialoge darstellt.
1530Giulio Romano malt Sturz der Giganten (Fresko im Palazzo del Tè, Mantua)
1532Antonio da Correggio (Maler) vollendet "die Entführung des Ganymed".
1533Hans Holbein (der Jüngere) vollendet sein bekanntestes Gemälde: "Die Gesandten".
1536Baubeginn der Markus-Bibliothek in Venedig durch Jacopo Sansovino
1536Fertigstellung vom Schloss Chambord (Prunk- und Jagdschloss) in Frankreich
1538Michelangelo beginnt seine Arbeit am Kapitol in Rom
1545Agnolo di Cosimo (Bronzino) malt "Allegorie der Liebe"
1546Lucas Cranach (der Ältere) malt "Der Jungbrunnen"
1550Giorgio Vasari - Hofmaler der Medici und Biograph italienischer Künstler - veröffentlicht sein Buch: "Viten". In diesem Buch erscheint erstmalig der Begriff "rinascita" auf - aus dem im 19. Jahrhundert der Renaissance-Begriff abgeleitet wurde. Ebenfalls wird der Begriff "Gotik" (maniera tedesca) als Epoche des Mittelalters indirekt definiert.
1552Jacopo Tintoretto malt den "Tempelgang Mariä" am Orgelflügel der Pfarrkirche Madonna dell’Orto in Venedig.
1554Benvenuto Cellini stellt seine Bronzeplastik (Perseus) in Florenz fertig.
1559Das Ölgemälde "Der Kampf zwischen Karneval und Fasten" wird durch den niederländischen Renaissancemaler Pieter Bruegel (der Ältere) fertiggestellt.
1568Baubeginn der Kirche Il Gesù (Jesuskirche) in Rom durch Giacomo Barozzi da Vignola.
1570Andrea Palladio (bedeutendste Architekt der Renaissance in Oberitalien) schreibt die "Die vier Bücher zur Architektur" ("I quattro libri dell’architettura")
1577Baubeginn der Il Redentore in Venedig durch Andrea Palladio.
Chiesa del Santissimo Redentore (Kirche des Heiligsten Erlösers) oder Il Redentore auf der Insel Giudecca in Venedig, Italien

Chiesa del Santissimo Redentore (Kirche des Heiligsten Erlösers) oder Il Redentore auf der Insel Giudecca in Venedig, Italien

1587/88Baubeginn der Rialtobrücke von Venedig durch Antonio da Ponte
Blick auf die Rialtobrücke in Venedig, Bildnachweis: Adisa/Shutterstock.com

Blick auf die Rialtobrücke in Venedig, Bildnachweis: Adisa/Shutterstock.com


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