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Göttervater, Allvater, Hauptgott


Ein Hauptgott, Göttervater, Allvater oder Götterkönig ist in einigen Mythologien und Religionen der oberste Gott eines Pantheons.

Im Polytheismus steht diese Gottheit im Zentrum der Verehrung, besitzt aber nicht die absolute Vorherrschaft. In einem monotheistischen System wird sie als die höchste Realität ausgezeichnet.

Vorrausetzung für eine höchste Gottheit im Polytheismus ist, dass die jeweilige Mythologie oder Religion eine Hierarchie erkennen lässt. Für die Herausstellung eines Göttervaters muss zudem ein Stammbaum der Götter überliefert sein. Beim nordischen Göttervater Odin fand zudem eine Christianisierung zum Allvater statt.

Die meisten Mythologien mit hierarchischen Strukturen nennen wechselnde Hauptgötter, welche sich zeitlich ablösen. So ist bspw. im nordischen Götterbild zunächst Tyr der Hauptgott, wird von Odin abgelöst – der wiederum später von Thor abgelöst wird.

Im griechischen Pantheon wurden die Hauptgötter als Olympier identifiziert, welche die Römer als Dei consentes übernahmen. Die nordische Mythologie unterschied zwischen Asen und Wanen, während die keltische Mythologie eine lose Zusammensetzung zuließ. In der ägyptischen Mythologie sind die Schöpfergottheiten meist Sonnengötter, welche die Rolle eines Götterkönigs zukam.

Steckbrief

Götterväter, Hauptgötter
Aborigines:Baiame
ägyptisch:Ra (Altes Reich), Aton, Amun (Neues Reich)
akkadisch:Enlil
armenisch:Aramazd
arabisch:Hubal
Akan:Nyame-Nyankopong-Odumankoma (dreifache Ausfächerung)
aztekisch:Huitzilopochtli, Ometeotl, Quetzalcoatl, Tezcatlipoca
babylonisch:Marduk
baskisch:Sugaar, Mari
Batak:Batara Guru
chinesisch:Yuanshi Tianzun, Yu Di (Jadekaiser), Shangdi
finnisch:Ukko
germanisch:Donar, davor Wodan, davor Teiwaz
griechisch:Zeus, davor Kronos, davor Uranos
hawaiianisch:Kane
hethitisch:Arinna oder Teššub
hinduistisch:Shiva, Brahma, Vishnu, Indra oder Brahman
iberisch:Armazi
Inka:Viracocha
Inuit:Anguta (auf Grönland)
japanisch:Amaterasu
kanaanäisch:El, Baal, Hadad
karthagisch:Baal-Hammon
keltisch:Taranis, Dagda, Teutates, Cernunnos
litauisch:Perkun
Maori:Tāne
Maya:Huracán, Itzamna, Kukulkan, Camazotz
nabatäisch:Dushara
nordisch:Njörd, Thor, davor Odin, davor Tyr
numidisch:Amun,
persisch:Ahura Mazda
römisch:Jupiter, davor Saturnus, davor Caelus
samisch:Beaivi
skythisch:Tabiti
slawisch:Perun oder Svarog
sumerisch:An, Enlil
vedisch:Indra
Voodoo:Bondye
Yoruba:Obatala
Zulu:Unkulunkulu

Was ist ein Hauptgott oder Göttervater?

Eine Hauptgottheit tritt in polytheistischen Systemen immer dann auf, wenn die hierarchischen Machtsysteme stark anwachsen. Dann übernimmt eine bestimmte Gottheit die Autorität über weltliche Angelegenheiten, tritt als Monarch auf und die anderen Götter treten zurück. Mitunter kommen die untergeordneten Götter dann in einem göttlichen Rat zusammen.

Falls die untergeordneten Götter familiäre Beziehungen zum Hauptgott unterhalten und dieser als biologischer Schöpfer dieser Nebengötter auftritt, spricht man vom Göttervater.

Im Christentum tritt Gott als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist auf. Da das Christentum aber keine weiteren Götter kennt bzw. duldet, wird vom Gottvater und nicht vom Göttervater gesprochen. Im Tanach und anderen jüdischen Schriften wird Gott lediglich als Vater angesprochen. Gemeint war damit, dass der israelitische Gott als Schöpfergott und als Beschützer des auserwählten Volkes auftrat.

Jesus von Nazareth hat an diese Tradition angeknüpft, indem er Gott in der aramäischen Sprache als Abba (Gott) anredete. Seinen Jüngern lehrte er das Vaterunser. Schon die Urchristen bezeichneten Gott als Vater Jesu, wodurch sie dessen Identität mit dem Bundesgott der Israeliten betonten.

In der griechischen Mythologie wird Zeus als Vater angesprochen. Allerdings sollte damit nur die Autorität über die anderen Götter gezeigt werden. An eine schöpferische Fähigkeit wurde dabei nicht gedacht. Diese Anrede für Zeus erscheint in der Ilias und in der Odyssee von Homer. Im römischen Pantheon wurde diese Autorität für Jupiter übernommen.

In der nordischen Mythologie ist der Vatergott in der Edda als Tyr bekannt. Sein Name hat indogermanische Wurzeln und geht auf den vedischen Himmelsgott Dyaus Pita zurück. Dieser war Vater von Agni, Indra, Surya und Ushas. Neben Tyr (Ziu) wurden die Namen für Zeus (Diós) und Jupiter (lateinisch: Iovius pater) ebenfalls vom Vatergott Dyaus Pita hergeleitet. Die Eigenschaften von Tyr gingen später auf Odin über.

Welche Merkmale haben Hauptgötter?

Im Folgenden werden die Eigenschaften, die praktisch alle Könige der Götter teilen, einzeln beschrieben. Mitunter gibt es – je nach Hauptgott – eine Spezialisierung in einem bestimmten Bereich. Aber dennoch sind die folgenden Merkmale für sämtliche Hauptgötter mehr oder weniger zutreffend. In den Mythologien, welche ein größeres Götterbild hatten, wurden einzelne Aspekte an andere Götter ausgelagert.

Schöpfer

Hauptgötter sind meist Schöpfungsgötter, welche die Regeln der Welt formuliert haben und deshalb ihre Macht daraus beziehen. Beispiele dafür sind der ägyptische Ra, der nordische Odin oder Obatala, der oberste Orisha in der Yoruba-Religion. In den abrahamitische Religionen ging die gesamte Schöpfungskraft auf Jahwe (Judentum), Gott als Vater Jesu (Christentum) und Allah (Islam) über.

Weitere Schöpfergötter waren Aramazd im Zoroastrismus oder Olorun in der Yoruba-Religion. Im nordischen Schöpfungsmythos formten Odin und seine Brüder (Vé und Vili) die Welt aus dem Fleisch, Blut und Knochen des Urriesen Ymir.

Himmel

Häufig kontrollieren Hauptgötter den Himmel oder Aspekte des Himmels, wie Regen, Donner und Blitz. Den Blitz nutzen viele Hauptgötter als Waffe und werden deshalb auch als Donnergötter verehrt. Andere Aspekte des Himmels sind Wind und Wetter.

Typische Himmelsgötter waren Zeus und Uranus aus der griechischen Mythologie, sowie die römischen Götter Jupiter und Caelus.

In der nordischen Mythologie war Asgard ein Himmelsreich, welches sich auf der Krone der Weltenesche Yggdrasil erstreckte. Über den Bifröst (Regenbogenbrücke) war Asgard mit dem Reich der Menschen (Midgard) verbunden.

In der Bibel sind das Himmelreich und das Reich Gottes identisch. Im Judentum wird der Himmel als Aufenthaltsgott des israelitischen Gottes und der Engel gedacht. Nach der Auferstehung bleibt dieser Ort für die Auferstandenen unerreicht. Somit sind Paradies und Himmel zwei unterschiedlich gedachte Konzepte.

Im Christentum wurde bis zum 19. Jahrhundert darüber diskutiert, ob der Himmel jener Ort sei, wo die Menschen auferstehen und Gott begegnen werden. Zu Zeiten Jesu waren Himmelreich und Reich Gottes inhaltlich identisch. Denn im Judentum scheute man sich, den Namen von Gott auszusprechen. Stattdessen verwendete man andere Begriffe, wie Ha-Schem (Der Name). Da dies eine große Nähe zu Ha-Schamajim (Der Himmel) hatte, wurden beide Begriffe in nahezu identischer Weise verwendet.

Im Islam ist der Himmel das Paradies, also der Aufenthaltsort der Auserwählten. Laut dem Koran wurde dem Propheten Mohammed schon zu Lebzeiten die Ehre zuteil, in den Himmel entrückt zu werden. Die Himmelfahrt Mohammeds beruht auf die Sure 17,1 im Koran. In den beiden anderen abrahamitischen Religionen wurde die Himmelfahrt einigen Heiligen zuteil.

Schon im Altertum begannen die Menschen damit, Himmelsleitern zu bauen. So waren die Pyramiden im Alten Ägypten als Begräbnisstätten der Pharaonen gedacht.

Durch die riesigen Steintreppen der Stufenpyramiden sollte ein Aufstieg in den Himmel möglich sein. Dies sollte dem verstorbenen König ermöglichen, als eine menschliche Entsprechung der Sonne (Horus) einen gleichwertigen Rang einzunehmen.

Mastabas, Pyramiden und andere Tempelgräber waren für die alten Ägypter demnach ein Haus der Ewigkeit. Ähnliche Konzepte finden sich im Alten Testament, wie der Turmbau zu Babel oder die Jakobsleiter.

Wind und Wetter

Wettergötter, wie der ugaritische Baal, beeinflussen die Landwirtschaft und Ernte. Demnach sind sie auch Fruchtbarkeitgötter, Vegetationsgötter, Erntegötter oder Sturmgötter. So waren bspw. Odin und Njörd zwei nordische Götter, welche den Wind kontrollieren. Ersterer konnte den Atem anhalten, wodurch es windstill wurde.

Zeus und Jupiter waren keine eigentlichen Wettergötter, konnten aber als Himmelsgötter das Wetter lenken. Thor war in der nordischen Mythologie der Donnergott, Sturmgott und Regengott. Somit stand er zwar nicht in direkte Verbindung zur Landwirtschaft, konnte aber das Wachstum der Pflanzen fördern.

In der Bibel tritt Gott an verschiedenen Stellen als Wettergott auf. So stillt er bspw. den Sturm und machte die Welle ruhig (Psalm 107,29). Im Buch Hiob werden Gewitter, Wind, Wolken und Regen als Teil von Gottes Wirken beschrieben. Als Fruchtbarkeitsgott tritt Gott in 1. Buch der Könige auf, als der Prophet Elija zu ihm betet, um eine lange Dürre zu beenden.

Im Tanach bedeutet ruach zunächst Wind oder Atem, wurde später als Geist übersetzt. Und Ruach HaQodesh bedeutet „Atem des Heiligen“ bzw. „Heiliger Wind“. Im Christentum wurde der Atem (Wind) zum Heiligen Geist, welcher bspw. zu Pfingsten auf die Jünger herabstieg und durch welchen sie in verschiedenen Sprachen predigen konnten.

In der mesopotamischen Mythologie war Enlil die höchste Gottheit, welcher zugleich Wetter- und Windgott war. Eine weitere Gottheit dieser Mythologie war Hadad, welcher bei den Kanaanäern ebenfalls als Wettergott bekannt war. Der höchste Gott im hethitischen Pantheon war Teshub, ebenfalls ein Wettergott.

Patriarchat

Viele Hauptgötter treten als Vater der anderen Götter auf, wodurch ein Patriarchat entstand – was dann dem Vatergott die höchste Autorität einräumte. Laut feministischen Theorien gab es in vielen Hochkulturen zuvor Erdgöttinnen, Muttergöttinnen bzw. eine Erdmutter (Große Mutter), welche durch den Himmelsvater verdrängt wurde. Dass das Matriarchat in einer Urgesellschaft existiert hatte, wird weiterhin diskutiert.

Im Alten Testament wird der israelitische Gott (JHWH) als Adonai (Mein Herr) bezeichnet. Dadurch sollte die Nennung des Gottesnamen vermieden werden. Gleichzeitig drückte dieser Begriff eine Unterordnung, Anerkennung der Autorität und Hochachtung aus. Im Christentum wird Jesus von Nazareth als Gottessohn gesehen, weshalb die Anrede für Gott entweder Herr oder Vater ist.

In Sumer, Akkad und Babylon war An eine Gottheit, welcher als Vorfahre vieler anderen Götter genannt wird. Der griechische Zeus war Vorfahre oder Bruder sämtlicher anderen Olympier, genauso war es Jupiter bei den Dii consentes.

Im nordischen Götterbild wird Odin als Vater von Thor, Balder und anderen Gottheiten erwähnt. Die Gottheit El in der ugaritischen Mythologie hatte insgesamt siebzig Söhne und Töchter, darunter Baal und Ashtar.

Sonne und Feuer

Hauptgötter waren oft auch Sonnengötter und damit verbunden auch Gott des Feuers. Im alten Ägypten stellte die Sonne ein Prinzip der Ordnung und Wiederkehr dar, welches der Maat entsprach. Demnach war die Sonnengottheit Re im Alten Reich die höchste Gottheit, verschmolz später zu Amun-Re und wurde kurzzeitig durch Aton – als eine Erscheinung der Sonnenscheibe – ersetzt.

Die Sonne galt als Lebensspender und Feuer hatte mythologisch eine reinigende Wirkung. Es trennte das Gute vom Bösen. Im Christentum übernahm man diese Vorstellung, weshalb das Fegefeuer erdacht wurde, in welchem die Sünder sich reinwaschen sollten.

Im Alten Testament tritt der israelitische Gott mehrfach als Feuergott in Erscheinung, bspw. als er Moses in Form eines brennenden Busches erscheint (Buch Exodus 3,1).

Assoziiert wurde Sonne mit Feuer, mit Kraft und Wiederkehr, aber auch mit Tageslicht und Herdflamme. Bei den Feuergöttern unterschied man zwischen Vulkangötter, welche oftmals als Schmiedegötter betrachtet wurden und den Herdgöttern.

Letztere hatten im antiken Griechenland und Römischen Reich eine herausragende Stellung. Sie wurden als Hüterin der Flammen gesehen, welches als Licht im Dunkeln und als lebensspendende Kraft begriffen wurde.

Die Heilige Flamme wurde so zu einem Symbol für die griechische Gesellschaft oder den römischen Staat. Diese Flamme war Lebenskraft und sollte mythologisch rein und unverbraucht sein. Deshalb mussten die Hohepriesterinnen der römischen Herdgöttin Vesta ein Keuschheitsgebot ablegen. Durch die Jungfräulichkeit der Vestalinnen sollte die mythologische Reinheit der Flamme Roms für die Ewigkeit bewahrt werden.

Laut der nordischen Mythenwelt fährt die Sonnengöttin Sol jeden Tag mit ihrem Sonnenwagen über den Himmel und wird dabei von einem Wolf, namens Skalli, verfolgt. An jenem Tag, an welchem Skalli die Sonne einholen und verschlingen wird, beginnt der nordische Weltuntergang (Ragnarök).

Bei den alten Griechen war Helios die Personifizierung der Sonne. In späteren religiösen und philosophischen Traditionen wurden Zeus und Helios teilweise stärker miteinander verbunden.

Ähnlich war es in der römischen Mythenwelt. Dort war Sol die Personifizierung der Sonne. Doch in der römischen Kaiserzeit gab es synkretistische Verbindungen zwischen Jupiter und der Sonnengottheit. Während des Prinzipats wurde zudem ein Kaiserkult etabliert, wonach viele gottähnliche Aspekte auf Augustus übergingen.

Bei den Inka war die Sonnengottheit Inti ebenfalls höchste Gottheit, genauso bei den Äyptern (Ra), im alten Japan (Amaterasu), im akkadischen Reich (Schamasch) und in der sumerischen Mythologie (Utu). Zu den höchsten Göttern, welche zugleich als Feuergott verehrt wurden, zählten Agni (vedische Religion) oder Xiuhtecuhtli (Azteken).

In der biblischen Schöpfungsgeschichte wird beschrieben, wie Gott die Lichter, die Sonne und den Mond erschafft (1. Mose 1,14–18). Im Psalm 84,12 wird erzählt, dass Gott der Herr der Sonne ist. Und Psalm 19,5–7 beschreibt die Sonne als mächtiges, von Gott gesetztes Himmelslicht.

Götterkriege

In vielen Mythologien wird über Kriege berichtet, wonach zwei Göttergeschlechter um die Vorherrschaft kämpfen.

In der nordischen Mythologie war solch ein Götterkrieg der Wanenkrieg zwischen den Wanen und Asen. Im Ragnarök kämpften die Asen gegen die Riesen, welche von Loki und seinen Kindern angeführt wurden.

Die griechische Mythologie nennt die Titanomachie, also den Kampf gegen die Titanen, an dessen Ende sich die Olympier durchsetzen werden. Dann folgten die Kämpfe gegen die Giganten (Gigantomachie) und letztlich der Kampf zwischen Zeus und Typhon. Zuvor gab es den Kampf zwischen Uranus und Kronos.

In der ägyptischen Mythologie trat Apophis als Gott des Chaos und der Dunkelheit als Gegner von Re auf. Außerdem ist der Kampf zwischen Osiris und Seth ein zentraler Bestandteil der ägyptischen Mythenwelt. Zunächst tötete Seth seinen Bruder Osiris, wurde dann aber von dessen Sohn Horus besiegt. Während Horus über Ägypten regierte, wurde Osiris ein Richter der Totenwelt.

In der Bronzezeit als die Götterbilder in den meisten Hochkulturen entstanden, übertrug sich der Kampfethos auf die Menschen bzw. umgekehrt. Die Mythologie der Griechen nennt hier das Heldenzeitalter. Der Krieg war fester Bestandteil und Ausdrucksform der Helden und Krieger.

Soldaten konnten sich im Krieg bewähren, sozial aufsteigen und zu Ruhm kommen. Kriegsgötter hatten eine hohe Bedeutung, da sie die Ereignisse der Schlacht kontrollieren konnten und denen, die in ihrer Gunst standen, den Sieg bescheren konnten.

Deshalb haben alle Hauptgötter in sämtliche Mythologien immer einen kriegerischen Aspekt. Sie wurden als mächtige Manifestation eines Stammes, einer Kultur oder einer Zivilisation gesehen. Man kämpfte also nicht nur für Griechenland oder für die Nordländer, sondern für die göttlichen Manifestationen dieser Kulturräume (Zeus, Odin).

In der Bibel werden Götterkriege gegen den Leviathan erwähnt. Außerdem wird Baal mehrfach als Kontrahent des israelitischen Gottes erwähnt. Die Anbetung von Baal wird verboten und als Götzendienst verschrien.

Wie wurde Zeus zum Hauptgott der Griechen?

Das Standardmodell des griechischen Schöpfungsmythos stammt von Hesiod aus dem 8. Jahrhundert v. Chr.. Laut Hesiods Theogonie gab es ursprünglich ein kosmisches Chaos aus dem die Urgötter bzw. Urelemente hervorgingen.

Eines dieser Urwesen war die Erdmutter Gaia. Sie erschuf den Himmelgott Uranos, um mit ihm mehrere Nachkommen zu zeugen. Somit war zunächst Uranos der Hauptgott und Göttervater der Griechen.

Eine Gruppe der Kinder von Gaia und Uranos waren die Titanen. Schließlich entmachtete der Titan Kronos seinen Vater, indem er ihm das Geschlechtsteil abschnitt und ins Meer warf. Nun begann die Herrschaftszeit von Kronos bzw. der Titanen, dem zweiten Göttergeschlecht der Griechen.

Der Göttervater Kronos zeugte mit seiner Schwestergemahlin die Kroniden (Poseidon, Hestia, Demeter, Zeus, Hades, Hera). Diese sechs Kinder lehnten sich ebenfalls gegen die Tyrannei des Vaters auf, zogen auf den Olymp – um von dort aus – gegen die Titanen zu kämpfen. Die Titanomachie endete mit einem Sieg der Olympischen Götter und Zeus wurde zum Herrscher über den Himmel. Hades erhielt die Unterwelt und Poseidon die Herrschaft über die Meere.

Warum wird Zeus auch als Göttervater bezeichnet?

Zeus zeugte sämtliche Götter, welche neben ihm und seinen Geschwistern auf dem Olymp einzogen. Alle anderen Götter hatten zwar auch Beziehungen untereinander und auch mit Außenstehenden, doch deren Kinder wurden nicht im Olymp aufgenommen.

So zeugte Zeus mit seiner Schwestergemahlin Hera den Ares (Kriegsgott) und den Hephaistos (Schmiedegott). Aber Zeus hatte auch außereheliche Verhältnisse. Mit der Titanide Leto zeugte Zeus die Zwillingsgötter Artemis (Jagdgöttin) und Apollon (Lichtgott).

Selbst mit seiner anderen Schwester Demeter zeugte er Persephone, welche die Gemahlin von Hades wurde. Als Gemahlin des Hades konnte Persephone nicht im Olymp bleiben und wurde Königin der Unterwelt.

Die Okeanide Metis war eine weitere Geliebte des Zeus, mit welcher er Athene (Weisheitsgöttin) zeugte. Und mit Maia, einer Tochter des Titanen Atlas, zeugte Zeus den Hermes (Götterboten).

Eine einzige Göttin wurde wohlmöglich nicht von Zeus gezeugt. So schreibt es zumindest Hesiod. Diese Göttin war Aphrodite, welche aus dem abgeschnittenen Geschlechtsteil von Uranos entstand. Doch laut Homer war Aphrodite das Produkt einer Liebschaft zwischen Zeus und der Titanide Dione.

Damit sind es zwölf Götter auf dem Olymp, welche allesamt mit Zeus verwandt waren, weshalb man ihn im griechischen Pantheon als Göttervater herausstellt.

Das Götterbild änderte sich im antiken Griechenland gelegentlich. So wurden der Heros Herakles und Dionysus (Weingott) zu späteren Zeiten ebenfalls im Olymp aufgenommen.

Herakles war ein Halbgott, welcher ebenfalls von Zeus gezeugt wurde und nach seinem Tod im Olymp aufgenommen wurde. Für dessen Zeugung wählte Zeus eine Sterbliche, namens Alkmene. Den Weingott Dionysus zeugte Zeus mit Semele, der Tochter des thebanischen Königs Kadmos.

Wie wurde Jupiter zum Hauptgott der Römer?

Die Römer identifizierten ihren Hauptgott Jupiter mit Zeus. Demnach ist Jupiter die lateinische Übersetzung von Zeus.

Die Erzählung, wie Jupiter an die Macht kam, ist die gleiche wie bei den Griechen. Nur die Namen sind verschieden. Somit übernahmen die Römer das griechische Götterbild und auch deren Entstehungsmythos. Diese Vorgehensweise ist im Polytheismus durchaus üblich, da anders als im Monotheismus kein absoluter Gott im Zentrum steht, welcher keine anderen Götter bzw. Wahrheiten neben sich duldet.

Im römischen Schöpfungsmythos beginnt die Herrschaftszeit der Götter bei Caelus, welcher dem griechischen Uranus entspricht. Dieser zeugte mit der Erdgöttin Tellus (griechisch Gaia) drei Kinder: Janus, Saturn und Ops.

Die beiden letzten entsprechen den griechischen Titanen Kronos und Rhea. So entmachtete auch Saturn seinen Vater und schnitt dessen Geschlechtsteil ab. Weiterhin zeugte er mit seiner Schwestergemahlin Ops sechs Kinder: Jupiter, Neptun, Pluto, Juno, Ceres und Vesta. Diese entsprechen den griechischen Kroniden um Zeus.

Auch Jupiter entmachtete seinen Vater und wurde Herrscher über den Himmel. Sein Bruder Pluto wurde Herrscher der Unterwelt (vgl. Hades). Und Neptun wurde, genau wie der griechische Poseidon, der Herrscher über die Meere.

Wie wurde Jupiter zum Göttervater der Römer?

Mit seiner Schwestergemahlin Juno (vgl. Hera) zeugte Jupiter den Kriegsgott Mars (vgl. Ares) und den Schmiedegott Vulcanus (vgl. Hephaistos). Und mit Metis zeugte Jupiter dann die Weisheitsgöttin Minerva (vgl. Athene).

Zusammen mit Latona (vgl. Metis) zeugte Jupiter den Lichtgott Apollo (vgl. Apollon) und die Jagdgöttin Diana (vgl. Artemis). Der Götterbote oder Handelsgott Mercurius (vgl. Hermes) wurde von Jupiter und Maia gezeugt oder war bereits ein Kind von Caelus, dem ersten göttlichen Herrscher.

Die römische Version von Aphrodite war die Venus. Auch diese entstand aus dem abgetrennten Geschlechtsteil von Caelus. Den Halbgott Herakles übernahmen die Römer in seiner latinisierten Form als Herkules.

Auch das Bild der Zwölfergötter wurde von den Römern übernommen. Allerdings wurde die Gruppe nicht Olympier genannt, sondern Dei consentes. Unklar ist, ob die Römer das Zwölfergötterbild von den Griechen kopierten oder bereits von den Etruskern übernahmen.

Wer war Hauptgott im alten Ägypten?

Die höchste Gott, während der Pyramidenzeit im alten Ägypten, war der Sonnengott Re. Im Mittleren Reich verschmolz Re mit anderen Gottheiten und wurde im Neuen Reich als Amun-Re verehrt. Zudem gewannen andere Kulte an Bedeutung, wie bspw. der Totenkult um Osiris.

Im Neuen Reich, während der Amarna-Zeit, versuchte der Pharao Echnaton, einen Monotheismus um den Sonnengott Aton zu etablieren. Diese Gottheit war als Weiterentwicklung des Re gedacht. Allerdings sollten die Funktionen sämtlicher Nebengötter nicht durch Aton vereinnahmt werden, weshalb diese Form des Monotheismus eher eine Monolatrie war.

Wohlmöglich war die Schaffung eines neuen Hauptgottes politisch motiviert. Denn die Tempelpriester in Theben hatten erheblichen Einfluss in Oberägypten. Um mehr politische Macht und Einfluss auf ganz Ägypten zu haben, ließ Echnaton die Stadt Achetaton – zu Ehren Atons – in Mittelägypten bauen.

Letztlich stellte sich heraus, dass der Aton-Kult nach Echnatons Tod zurückging. Denn Tutanchamun stellte die alten Kulte um Amun-Re wieder her, wodurch die alte Gottheit wieder an Bedeutung gewann.

Wer war Hauptgott in der nordischen Mythologie?

Hauptgott der nordischen Mythologie war Odin bzw. Wodan. Dieser wurde in späteren Zeiten von Thor bzw. Donar abgelöst. Vor Odin war wohlmöglich Tyr der Hauptgott der Germanen.

Allerdings ist die Rekonstruktion des nordischen Götterbildes sehr schwierig, da sämtliche Mythen erst im 13. Jahrhundert mit der Prosa-Edda niedergeschrieben und somit fixiert wurden. Zwar gab es bereits die Lieder-Edda, welche durchaus älter war und deren einzelne Gedichte vermutlich bis ins 11. Jahrhundert zurückreichten, aber die zentrale Version der älteren Edda (Codex regius) entstand ebenfalls erst im 13. Jahrhundert.

Somit war die ganze Mythenwelt bis dahin nur mündlich überliefert, weshalb es plausibel erscheint, dass diese zuvor immer wieder verändert bzw. verfälscht wurde.

Hinzu kommt, dass die nordische Mythologie mindestens zwei Göttergeschlechter kannte, welche zeitgleich existierten. Das erste Geschlecht waren die Asen, zu den Tyr, Odin und Thor gehörten. Zum zweiten Göttergeschlecht, welche als Wanen bezeichnet werden, gehörten Njörd, Freyr und Freya. Ihr Hauptgott war Njörd.

Im sogenannten Wanenkrieg kämpften die Göttergeschlechter gegeneinander ohne echten Sieger. Am Ende wurden Geisel ausgetauscht, weshalb Freya und Freyr zu den Asen gingen. Die Wanengötter Mimir und Hönir gingen nach Wanenheim.

Warum war Tyr der erste Hauptgott im nordischen Pantheon?

Tyr war ein einarmiger Gott, welcher laut nordischen Mythen seine Hand verloren hatte, als er den Fenriswolf bändigen wollte. Wohlmöglich war der Verlust der Hand das mythologische Zeichen für die Herabstufung, wodurch Odin seinen Platz einnehmen konnte.

Ein Indiz dafür, dass Tyr einst der Hauptgott der Germanen und Wikinger war, lieferten Archäologen. Denn diese fanden zahlreiche Speere, auf denen die Runen des Tyr eingraviert waren. Demnach wurde Tyr unter den Germanen und Wikingern besonders als Kriegsgott verehrt. Denn Krieger opferten ihre getöteten Widersacher dem Gott, indem sie Tyrs Zeichen auf die Schwert- oder Speerrunen des getöteten Widersacher eingravierten.

Ein weiteres Indiz liefert der Name des Tyr, welcher vom germanischen Wort Ziu abstammt. Dies ist gleichzusetzen mit Zeus (griechischer Hauptgott) und Jupiter (römischer Hauptgott) und bedeutet Gott.

Auch die Benennung der Wochentage lässt darauf schließen, dass Tyr einmal die nordische Götterwelt als Kriegsgott angeführt haben könnte. Denn der Diensttag ist nach ihm benannt (englisch: Tuesday), was darauf hindeutet, dass sie ihn mit dem römischen Mars identifizierten.

Die Germanen übernahmen die Wochentage von den Römern. Benannt wurden diese bei den Römern nach den sieben Himmelskörpern und den damit verknüpften Gottheiten. Die Rangfolge ergab sich bei den Römern aus der scheinbaren Entfernung zur Erde. Doch alle Völker, welche von den Römern beeinflusst wurden, übernahmen die Benennung nach ihren Göttern – welche sie mit den römischen Göttern identifizierten.

Der Montag (dies Lunae) entsprach bei den Römern der Mondgöttin Luna. Diese setzten die Germanen mit ihrer Mondgöttin Mani gleich. Und der Dienstag (dies Martis) wurde nach dem Kriegsgott Mars benannt. Da die Germanen ihren Dienstag nach Tyr benannten, ist davon auszugehen, dass sie diesen mit dem römischen Kriegsgott identifizierten.

Der Mittwoch ist bei den Germanen nach Odin benannt (englisch: Wednesday = Wodans Tag). Bei den Römern wurde der Mittwoch (dies Mercurii) nach Mercurius (Handelsgott) benannt. Wohlmöglich trat Odin ursprünglich nicht als Kriegs, sondern als Handels- oder Reisegott auf. Auch die Vorstellung, dass Odin ein reisenden Skalde bzw. Dichtergott war, wird diskutiert.

Der Donnerstag wurde bei den Germanen dem Donnergott Thor (germanisch: Donar) zugeschrieben. Bei den Römern war der Donnerstag (dies Lovis) für Jupiter bestimmt. Demnach setzten die Germanen im 4. Jahrhundert ihren Donnergott mit dem römischen Hauptgott gleich.

Wie wurde Odin der Hauptgott im nordischen Pantheon?

Heute geht man davon aus, dass Tyr bis zur Völkerwanderungszeit (4. Jahrhundert) der Hauptgott im germanischen Pantheon gewesen war.

In Norwegen wurde bis zum 6. Jahrhundert hauptsächlich Tiuz geopfert, weshalb man auch davon ausgehen kann, dass dort die Stellung von Tyr länger erhalten blieb. Dann folgte auch dort ein Umbau des nordischen Pantheons.

Unklar ist, ob Odin – welcher zu späteren Zeiten als Hauptgott der Nordgermanen erwähnt wird, ursprünglich ein gesamtgermanischer Gott war oder sich zunächst nur im niederrheinisch-nordwestdeutschen Raum entwickelte und im Zuge eines Wodankultes immer weiter verbreitet habe.

Doch die Figur des Odin ist hochkomplex und es existieren mehr als 170 Beinamen zu Odin, was eine Einordnung zusätzlich erschwert.

Nicht wenige Historiker und Mythologen gehen aber davon aus, dass Odin einst ein Dichtergott oder Weisheitsgott war und erst später zum Kriegsgott gewandelt wurde. Denn laut den nordischen Mythen waren die Raben Huginn und Muninn (Geist und Wille) seine ständigen Begleiter, genauso wie die Wölfe Geri und Freki (Gier und Vielfraß).

Die Snorra-Edda rückt Odin zwar zum Beginn des nordischen Schöpfungsmythos, allerdings erschien diese erst im 13. Jahrhundert in schriftlicher Form und basierte auf mündlichen Überlieferungen.

Ein weiterer Indiz dafür, dass Odin einst ein Weisheitsgott war, ist der Kopf des Mimir, welcher ihm als sprechender Ratgeber zur Seite stand. Auch die Tatsache, dass Odin unbedingt den Skaldenmet in seinen Besitz bringen wollte, verstärkt dessen Rolle als einstigen Dichtergott. Denn der Skaldenmet war ein Honigwein, welcher die Dichtkunst verstärken sollte.

Odin wird als Kriegs- und Totengott vor allem durch Erzählungen um Ragnarök erwähnt. Bei dieser Prophezeiung sollten die Götter sterben, weshalb Odin ein Heerschar gefallener Krieger (Einherjar) nach Valhall führte und diese dort für die letzte Schlacht vorbereite.

Warum wurde Thor der Hauptgott im nordischen Götterbild?

Das Sächsische Taufgelöbnis wurde im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen entworfen, um die Sachsen zu christianisieren. Im Zuge der Sachsenkriege (772–804) hatte es sich Karl zur Aufgabe gemacht, sämtliche Heiden in Europa zum Christentum zu bekehren.

Meist geschah diese Bekehrung durch Zwangschristianisierung. Und das entscheidende Mittel, damit die Heiden wahrlich zum Christentum übergingen, war die Taufe. Dazu wurde ein Gelöbnis gesprochen bzw. abgelesen, welches von Karl dem Großen standardisiert wurden war.

Die Heiden mussten also das sächsische Taufgelöbnis vorlesen oder ihnen wurde es vorgelesen und sie mussten es wiederholen. Zentraler Aspekt war, dass die Sachsen sich von allen heidnischen Göttern lossagten.

Die Reihenfolge im Gelöbnis bestimmte die Rangfolge im sächsischen Götterbild. Und die Lossagung begann mit Thunaer (Donar bzw. Thor), gefolgt von Wôden (Wodan bzw. Odin) und schließlich Saxnôte (Tyr). Demnach war Thor bzw. Donar im 8. Jahrhundert der oberste Gott der Sachsen.

Wohlmöglich löste Thor den bisherigen Hauptgott Odin ab, weil sich die Gegebenheiten änderten. Denn während es für die Überfahrten und Handelsreisen der Wikinger einen Kriegsgott brauchte, wandelte sich die Einstellung als die Nordmänner sesshaft wurden.

Nun brauchte man einen Vegetationsgott, wohlmöglichen einen Schutzgott oder einen Regengott. All diese Aspekte versprach Thor, dessen Hammer Mjölnir nicht nur eine Waffe – sondern auch ein Fruchtbarkeitszeichen war.

War Odin ein Göttervater?

Odin war kein Göttervater im klassischen Sinne, da viele Asengötter nicht mit ihm verwandt waren. Seine Kinder waren Thor, Balder, Hödur, Vidar, Vali, Hermod und Bragi.

Die ursprünglichen Wanengötter Frey und Freya waren Kinder von Njörd. Andere Götter, wie Loki, Sif, Heimdall oder Tyr waren ebenfalls nicht mit ihm verwandt. Dennoch wird Odin als Göttervater beschrieben, obwohl dieser Begriff bei ihm nicht so zutreffend ist, wie bei Zeus oder Jupiter.

Warum wird Odin als Allvater bezeichnet?

Im Gylfaginning, dem Hauptteil der Prosa-Edda, wird Odin als Alfodr bezeichnet, genauso im Skáldskaparmál – dem dritten Teil der Prosa-Edda. Geschrieben wurde das Werk im 13. Jahrhundert von Snorri Sturluson, weshalb es auch als Snorra-Edda bezeichnet wird.

Snorri war Christ, aber auch ein isländischer Skalde und Historiker. Dennoch ist es möglich, dass christliche Einflüsse ins Werk hineingetragen wurden. Wie bereits mehrfach beschrieben, gab es zuvor keine schriftlich fixierten Werke zur nordischen Mythologie. Es gab die Gedichte der Lieder-Edda, aber deren Hauptwerk – das Codex regius – entstand erst 1270.

Das was Snorri zusammentrug, sollte die nordische Mythologie überhaupt erst fixieren und für die Ewigkeit kondensieren. Und laut der Snorra-Edda stirbt Odin im Ragnarök. Doch er kehrt wieder als Allvater (Alfodr) und damit endet die Welt des nordischen Kampfesethos.

Allvater ist der Versuch von Snorri, den heidnischen Kriegsgott Odin mit dem friedensstiftenden Gott der Christen zu harmonisieren. Dadurch haben auch die Gefallenen, welche an der Seite Odins starben, einen Zugang zum christlichen Himmelreich.

Allvater ist demnach ein christlich geprägter Begriff, um den Übergang von Odin zum Christengott zu ermöglichen. Snorri beschreibt, dass der Allvater den Himmel und die Erde schuf. Er ist zudem der älteste aller Götter. Angeblich soll er in Asgard zwölf Namen gehabt haben, aber alle meinen Odin.

Alle Menschen, welche ein gottesfürchtiges Leben geführt haben, dürfen nach dem Tod zum Allvater ins Gimle kommen. Dieser Ort ist jene Region in Asgard, wo die Überlebenden des Ragnarök verweilen.


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