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Griechische Götter


Die griechischen Götter waren ein Volk von Gottheiten, die entweder auf dem Olymp wohnten oder auf der Erde weilten. Grundsätzlich unterschied die griechische Mythologie zwischen ihren Hauptgöttern (Olympier), einer Vielzahl ländlicher Götter und den Dunklen Mächten der Unterwelt.

Das griechische Pantheon wurde nach dem Sturz der Titanen gegründet (Pantheon = Götterwelt). In der Antike war jeder Gott für einen bestimmten Lebensaspekt verantwortlich. Um die griechischen Götter zu ehren, verfassten Dichter die homerischen Hymnen mit dreiunddreißig Liedern.

Die griechischen Götter entstanden zur Vorzeit (Vorantike). Laut dem griechischen Dichter Hesiod gab es fünf Zeitalter des Menschen. In dieser Chronologie entstanden die Götter im Silbernen Zeitalter, dem zweiten Abschnitt- welcher auf das mythologisch Goldene Zeitalter folgte.

Während der griechischen Heldenzeit (vierte Zeitalter) wurden lokal Heroen gottähnlich verehrt, bevor diese im Trojanischen Krieg fielen. Das Zeitalter des Eisens war laut Hesiod der letzte Abschnitt. Es war die Zeit in welcher er selbst lebte (etwa 700 v. Chr.).

Die Götter waren zu Hesiods Lebzeiten immer noch präsent und gehörten zur Weltanschauung der alten Griechen und wurden später im Römischen Reich übernommen.

Wie entstanden die griechischen Götter?

Die griechische Götterwelt war gebunden an Dingen der belebten und unbelebten Natur. Viele Götter waren deshalb eine Personifizierung aus Teilen der Welt und die griechischen Schöpfungsmythen behandeln das Entstehen dieser Götter.

Die erste Generation der Götter entstand aus dem Chaos. Jenes kosmologische Chaos brachte die Mutter Erde (Gaia), die Unterwelt (Tartaros), die Liebe (Eros), die Nacht (Nyx) und die Finsternis (Erebos) hervor. Gaia erschuf dann das Meer (Pontos), Gebirge (Ourea) und den Himmel (Uranos).

Mit ihre Sohn Uranos zeugte Gaia mehrere Kinder, unter anderem die Titanen. Ein gemeinsamer Sohn von Uranos und Gaia war der Titan Kronos, welcher seinen Vater entmachtet und so die Welt unter die Herrschaft der Titanen stellte. Kronos selbst hatte auch einen Sohn, namens Zeus, welcher seinen Vater ebenfalls entmachtete und schließlich über die Welt herrschte.

Zeus, dessen 5 Geschwister und 10 Kinder werden als Olympier bzw. Olympische Götter bezeichnet. Diese Generation wurde als Götter verehrte und herrschte vom Berg Olymp aus über die Welt.

Gibt es den Kampfmythos auch in anderen Mythologien?

In vielen Mythologien werden das kosmologische Chaos als Ursprung der Schöpfungserzählung angegeben. Meist entstanden aus dem Chaos dann die Erde und der Himmel, bevor die Götter auftraten.

Im Buch Genesis der Bibel, welche die biblische Schöpfung schildert, wird erzählt, wie sich der Geist Gottes auf der Wasseroberfläche bewegt und dabei den früheren Zustand des Universums verdrängt (Gen. 1,2). Dieser wässrige Urzustand wird als das kosmologische Chaos interpretiert. Daraus entstand ein Kampfmythos, der sich auf kosmische Kämpfe im Kontext der Schöpfung bezieht.

Jener Kampfmythos findet Parallelen in der griechischen Mythologie (Uranus vs. Kronos, Kronos vs. Zeus), aber auch in der nordischen Mythologie. Hier wird von einem Urchaos (Ginnungagap) erzählt, welches durch den Urriesen Ymir und der Urkuh Audhumbla aufgelöst wird. Die ersten Götter Odin, Ve und Villi töteten den Urriesen und erschufen daraus die Welt.

In der ägyptischen Mythologie waren es Maat und Isfet. Letztere ist das Chaos oder Unrecht bei den alten Ägyptern gewesen, welche allerdings formlos auftrat und erst durch das Schlangenwesen Apophis körperlich wurde. Das Gegenstück zum Chaos war Maat, welche für Ordnung und Wahrheit stand.

Bei den Sumerern, welche als erste Zivilisation ihre religiöse Weltanschauung niederschrieben, war es Nammu – welche Ki (Erde) und An (Himmel) gebar. Der gemeinsame Sohn von Ki und An war Enlil, welcher Himmel und Erde trennte und so die Welt für die Menschen bewohnbar machte.

Welche Eigenschaften hatten die griechischen Götter?

Die griechischen Gottheiten waren grundsätzlich körperliche Wesen, oftmals auch eine Personifizierung irgendeines Naturphänomens. Ihre Körper waren ideal beschaffen. Sie mussten nicht altern und behielten ihr jugendliches Aussehen.

Die unvergängliche Jugend wurde durch den permanenten Gebrauch von Nektar und Ambrosia sichergestellt, wodurch das göttliche Blut in ihren Adern stets erneuert wurde. Dieser Umstand machte die Götter zu unsterblichen Wesen (Ichor = Götterblut).

Jeder Gott hatte eine eigene Abstammung, unterschiedliche Vorlieben, verfolgte unterschiedliche Interessen und besaß ein eigenes Fachgebiet. Dadurch wurde jeder Gottheit eine unverwechselbare Persönlichkeit zugeschrieben. Außerdem waren die meisten Götter mit einem bestimmten Lebensaspekt verbunden. Zum Beispiel war Aphrodite die Göttin der Liebe, Ares ein Kriegsgott und Athene die Göttin der Weisheit.

Götter wurden weitaus wissender als Menschen betrachtet. Man glaubte sogar, dass sie eine eigene Sprache hatten. Sie waren häufig sexuell sehr aktiv, eifersüchtig und rachsüchtig. Mitunter handelten sie auch amoralisch.

Sämtliche Götter unterlagen gewissen Trieben, wie dem Sexualtrieb. Dadurch hatten die Liebesgötter oder Eros als ursprüngliche sexuelle Kraft eine gewisse Macht über das Geschehen. Ausnahmen waren die jungfräulichen Göttinnen.

Welche Macht hatten die Götter?

Ihre göttliche Macht erlaubte es ihnen, auf verschiedene Weise in die Angelegenheiten der Sterblichen einzugreifen. Das Schicksal konnten die Götter allerdings nicht bestimmen. Dafür gab es die Moiren (Schicksalsgöttinnen). Dennoch hatten sie Macht über den Regen, den Wind und das Wachstum der Feldfrüchte. Sie konnten Epidemien herbeisinnen und zur Entscheidung in einem Kriege oder einer Schlacht beitragen.

Warum hatten die griechischen Götter so viele Beinamen?

Das antike Griechenland war kein Einheitsstaat, sondern mehr ein Kulturraum. So gab es Stadtstaaten, welche mit anderen griechischen Städten (Polis) konkurrierten. Dennoch fühlten sich die alten Griechen miteinander verbunden und konnten sich stark von den Persern, Ägyptern oder anderen Völkern abgrenzen.

Die gemeinsame Identität der Griechen wurde durch eine gemeinsame Sprache, ein gemeinsames Götterbild und eine gemeinsame Weltanschauung erreicht. Dennoch gab es lokale Unterschiede, welche sich bspw. im Beinamen der Götter zeigte.

So entstanden in der archaischen Zeit lokale Varianten der Götter, welche nicht immer übereinstimmten. In Sparta war Aphrodite bspw. eine Kriegsgöttin (Aphrodite Areia), während sie in Athen als Liebesgöttin (Aphrodite Pandemos) verehrt wurde. Auf Zypern opferten die Menschen der Aphrodite Paphian (abgeleitet vom Ort Paphos), während auf der Insel Cythera die Aphrodite Cythereia im Mittelpunkt stand.

Oftmals war der Beiname der Götter nicht nur ein Hinweis auf die Lokalität, sondern auch auf den Lebensaspekt der Menschen – welchen dieser Gott gestalten sollte. So wurde bspw. Athene Parthenos als Schutzgöttin der Jungfrauen verehrt, während Athene Polias die Schutzgöttin der Städte (Polis) war. Als Athene Mechanitis war sie die Göttin der Handwerker und als Athene Hippia die Göttin der Reitkunst.

Woher kam der Götterkult?

Herodot berichtet in seinem zweiten Buch (Euterpe), dass die Götter ursprünglich aus dem alten Ägypten stammten. Diese erschufen zuerst die Namen der zwölf Hauptgötter. Um diese Götter zu ehren, hatten die Ägypter ihnen Tempel erbaut, Altäre und Statuen erschaffen. Die Pelasger, die älteste Volksgruppe Griechenlands, soll diesen Kult übernommen und dann in Attika verbreitet haben.

Welche Göttergenerationen kennt die griechische Mythologie?

Den Stammbaum und die Entstehung der griechischen Götter beschrieb Hesiod im 8. Jahrhundert v. Chr. in seiner Theogonie. Zu diesem Zeitpunkt verehrten die Griechen bereits zahllose Götter und Göttinnen. Allerdings gab es keine Ordnung.

Zu sämtlichen Göttern wurden Geschichten erzählt. Jene Geschichten enthielten Bruchstücke zu Verwandtschaftsbeziehungen, welche aber höchst komplex waren. Denn viele Götter waren nicht nur verwandt und verschwägert, sondern auch verschwistert und gleichzeitig verheiratet. Inzest war an der Tagesordnung.

Gleichzeitig gab es Liebesbeziehungen, woraus andere Kinder entstanden. Die Ahnenlinie der Götter glich einer riesigen Patchworkfamilie mit höchst komplexen Verflechtungen. Hesiods Gedicht brachte Licht ins Dunkel und führte eine Systematik ins Pantheon ein, wonach man die göttliche Abstammungslehre in drei Generationen einteilen konnte.

Erste Generation

Am Anfang der griechischen Mythologie stehen die Urgötter. Jene Gottheiten entstanden aus dem kosmologischen Chaos, welches auch als gähnende Leere oder als unermesslicher Weltraum beschrieben werden kann.

Unter den ersten Göttern, welche aus dem Chaos entstanden sind, war die Erdgöttin Gaia. Diese wird in der Abstammungslinie der Götter eine bedeutende Rolle spielen, weshalb sie auch als Urmutter oder Erdmutter genannt wird.

Gaias Geschwister waren Erebus (Gott der Dunkelheit), Nyx (Göttin der Nacht), Tartarus (Gott der Unterwelt) und Eros (Gott der Sexualität).

Letzterer war die treibende Kraft im Universum. So sorgte Eros dafür, dass sich Erebus und Nyx paarten und gemeinsame Kinder bekamen. Diese waren Aither, der Gott des Lichts und seine Schwester Hemera, die Göttin des Tages.

Zwischen Gaia und Tartarus gab es, laut Hesiods Theogonie, keine sexuelle Beziehung. Doch auch ohne Mann gebar Gaia drei Söhne: Uranos (Himmel), Pontos (Meer) und Ourea (Gebirge).

Zweite Generation

Mit ihrem Sohn Uranos (Himmelsgott) zeugte Gaia weitere Kinder. Diese waren allesamt sehr stark und riesig. Unter ihnen waren die drei hinterlistigen Kyklopen Brontes, Steropes und Arges. Man nannte sie Kyklopen, weil sie nur ein Auge hatten, welches mitten auf der Stirn saß.

Außerdem entstanden aus der Inzestbeziehung zwischen Gaia und Uranos drei Riesen mit dem Namen Briareos, Gyges und Kottos. Diese hatten einhundert Arme und mitunter fünfzig Köpfe. Sie wurden als Hekatoncheiren (deutsch: Hunderthänder) bezeichnet.

Eine weitere Götter-Gattung, welche aus dem Inzest entstand, waren die Titanen. Diese sollten die Vorfahren der griechischen Götter werden. Insgesamt waren es zwölf Titanen, welche der Himmelsvater Uranos und die Erdmutter Gaia zeugten. Darunter waren sechs männliche Titanen und sechs weibliche Titaniden. Alle haben sich zu Paaren zusammengeschlossen und sind somit ebenfalls eine inzestöse Verbindung eingegangen.

Doch Vater Uranos war sein gesamter monströse Nachwuchs ein Gräuel. Denn er fürchtete um seine Alleinherrschaft. Deshalb schob er die Kinder bei ihrer Geburt wieder in den Mutterleib zurück. So behielt Gaia alle Kinder in ihrem Schoß bzw. die Kinder waren im Inneren der Erde gefangen.

Gaia krümmte sich vor Schmerzen und dachte sich eine List aus. In ihrem Inneren schuf sie eine Sichel aus Stahl und stichelte ihre Kinder dazu auf, sich gegen den Vater aufzulehnen. Als es dann zwischen Uranos und Gaia wieder zum Beischlaf kam, mähte der Titan Kronos seinem Vater die Geschlechtsteile ab.

Aus dem Blut von Uranos Penis gebar Gaia weitere Kinder. Doch das Geschlechtsteil des Kronos landete im Meer. Ziellos trieb der Penis im Meer umher, bis sich weißer Schaum bildete. Aus diesem Schaum entstand Aphrodite, die Liebesgöttin – welche bei Zypern zum ersten Mal aus dem Meer stieg (Aphrodite Cypris).

Dritte Generation

Fortan regierte der Titan Kronos über die Welt. Laut Hesiod war dies der Beginn des Goldenen Zeitalters. Kronos heirate seine Schwester Rhea. Mit ihr hatte er sechs Kinder gezeugt: Hestia, Demeter, Hera, Hades, Poseidon und Zeus.

Aber auch Kronos hatte Angst davor, selbst entmachtet zu werden. Deshalb verschlang er seinen kompletten Nachwuchs direkt nach der Geburt. Nur Zeus, sein jüngstes Kind, konnte gerettet werden. Denn anstelle von Zeus drückte Rhea ihren Gatten einen mit Windeln umwickelten Stein in die Hände, den er verschlang.

Mutter und Kind flohen nach Kreta. Als Zeus dann erwachsen war, rächte er sich an seinen Vater und zwang ihn dazu, die verschlungenen Geschwister wieder zu erbrechen.

Nachdem seine Brüder und Schwestern befreit waren, befreite Zeus auch seine Onkel und Tanten – also die Titanen, Titaniden, Kyklopen und die hundertarmigen Riesen – welche immer noch im unterirdischen Gefängnis gefangen waren. Aus Dank für die Befreiung erhielt Zeus von ihnen den Blitz, Zündkeil und Donner. Gestützt auf diese Instrumente der Macht wurde Zeus dann zum Herrscher über die Menschen und die Götter.

Welche Zeitalter durchlebten die Götter?

Die Errungenschaften der epischen Dichtung – die im antiken Griechenland mit Homer und Hesiod begann – bestand darin, historische Zyklen zu schaffen. Dadurch konnte ein Konzept mythologischer Chronologie hergeleitet werden. Allerdings machen die Geschichten eine Datierung mit absoluten Zahlen unmöglich, wodurch es mitunter auch zu Überschneidungen kommt.

Laut Hesiod gab es fünf Zeitalter des Menschen. Der römische Dichter Ovid (1. Jahrhundert v. Chr. – 1. Jahrhundert n. Chr.) nennt vier Zeitalter. Andere Autoren nennen nur drei Zeitalter: das Zeitalter der Götter, das Zeitalter der Menschen und Götter und die Ära der Helden.

Was geschah im Zeitalter der Götter?

Das Zeitalter der Götter sind die Mythen über den Ursprung der Welt, der Götter und der Menschheit. Zentrale Ereignisse dieser Zeit waren die Titanomachie, ein elfjähriger Krieg zwischen den Titanen und den jüngeren Göttern – sowie die Gigantomachie, als die Götter gegen die Riesen (Giganten) kämpften. In beiden Schlachten gingen die Götter als Sieger hervor.

Titanomachie

Die Titanomachie findet seinen Ursprung im Mythos von Kronos – der seinen Nachwuchs verschlang. Zeus als einzig überlebender Sohn der Rhea wird in der Höhle von Psychro auf Kreta geboren. Dort wächst er, in der Obhut der Nymphe Amaltheia auf, die ihn mit Ziegenmilch ernährt. Als Schutz vor Kronos dienen ihm die Kureten, ein schlagkräftiger Trupp von Dämonen.

Als Erwachsener lässt er sich einen Zaubertrank von Metis mischen, wodurch es ihm gelang, dass Kronos seine Geschwister wieder herauswürgte. Danach führte Zeus seine Geschwister in den Krieg gegen Kronos.

Im Titanenkrieg wird Kronos von den Titanen Koios, Kreios, Hyperion, Iapetos, Atlas und Menoitios unterstützt. Neutral blieben der Titan Okeanos und die weiblichen Titaniden Theia, Rhea, Themis, Mnemosyne, Phoibe und Tethys.

Auf Gaias Rat erschlug Zeus das Ungeheuer Kampe, welches den Tartaros bewachte. Danach konnte Zeus seine Onkel, die Kyklopen und Hekatoncheiren, befreien. Diese gaben ihnen Blitz und Donner für den Titanenkrieg. Für Poseidon schmiedeten sie dann den Dreizack und für Hades den Helm, der Unsichtbarkeit verlieh.

Nach elfjährigen Krieg hatten die drei Götterbrüder den Krieg gegen die Titanen gewonnen. Danach teilten sie sich die Herrschaft. So bekam Zeus den Himmel, Hades die Unterwelt und Poseidon die See.

Die besiegten Titanen wurden in den Tartarus gesperrt. Und Atlas wurde damit bestraft, für alle Zeiten den Himmel zu halten. Neutrale Titanen wie Mnemosyne oder Prometheus behielten ihre Stellung.

Gigantomachie

Gaia war über die Bestrafung ihrer Kinder sehr erzürnt. Deshalb zeugte sie mit ihrem Bruder Tartaros die Giganten. Dann stichelte sie die Giganten dazu an, den Olymp zu erstürmen und riesige Felsen in den Himmel zu werfen.

Von einem Orakel erfuhren die Götter, dass die Giganten nicht von Göttern getötet werden können. Deshalb warb man den Halbgott Herakles an. Dieser schoss mit vergifteten Pfeilen auf die Giganten. Letztlich gingen die Götter aus dem Krieg mit den Giganten als Sieger hervor.

Erzürnt über die erneute Niederlage zeugte Gaia mit Tartaros den Typhoeos. Dieses riesige Ungeheuer sorgte dafür, dass die Götter kurzzeitig nach Ägypten flohen, sich dort in Tiere verwandelten, um sich so vor Typhon zu verstecken.

Die Göttin Athene verspottete die Götter und brachte Zeus dazu, den Kampf gegen Typhon aufzunehmen. Dabei wurde er zunächst schwer verwundet, aber konnte sich mit Hermes Hilfe wieder erholen. Beim Entscheidungskampf floh Typhon nach Sizilien und Zeus warf den Ätna auf ihn. Seitdem ist Typhon unter dem Ätna gefangen.

Was geschah im Zeitalter der Götter und Menschen?

Prometheus gehörte zum Göttergeschlecht der Titanen. Nach dem Titanenkrieg war er, wie alle anderen Wesen auch, der Herrschaft von Zeus und seinen Brüdern unterworfen. Doch anders als seine Brüder wurde Prometheus nicht im Tartarus eingesperrt – da er während der Titanomachie neutral blieb.

In mehreren Versionen des Prometheus-Mythos wird ihm die Erschaffung der Menschheit aus Ton zugeschrieben. Später stahl er den Göttern das Feuer und gab es den Menschen. Dafür wurde er von Zeus bestraft und an einen Felsen gekettet. Ein Adler kam jeden Tag und verspeiste die Leber des angeketteten Prometheus. Nachts wuchs die Leber nach, wodurch der Bestrafte am nächsten Tag die selben Qualen wieder durchleiden musste.

Für die Menschheit hatte Zeus eine besondere Strafe. Er ließ durch Hephaistos eine weibliche Tonfigur herstellen, welche durch Athena geschmückt wurde. Jene Figur war die Pandora. Von den Göttern erhielt sie einen Vorratskrug, der alle Übel der Welt sowie die Hoffnung enthielt. Pandora sollte nun der Menschheit geschenkt werden und den Auftrag verbreiten, dass ihr Krug niemals geöffnet werden darf.

Hermes brachte Pandora zu Epimetheus, dem Bruder des Prometheus. Dieser heiratete das weibliche Geschlecht. Und wurde der Vorratskrug geöffnet – wodurch alle Laster und Untugenden entweichen konnten.

Die Büchse der Pandora gilt seitdem als grundlegendste Ursache für Übel, Krankheiten, Mühen und Laster dieser Welt. Zuvor kannte die Menschheit diese Probleme nicht. Bevor auch die Hoffnung entweichen konnte, wurde die Büchse der Pandora wieder verschlossen.

Was geschah in der Ära der Helden?

Siehe auch Hauptartikel: griechische Heldenära

Von den Geschehnissen der Heldenzeit erzählen die Heldenzyklen, angefangen vom Perseus-Zyklus über die Herakles-Legende bis hin zum Trojanischen Krieg.

Insgesamt kennt die griechische Mythologie sechs Heldengenerationen. An ganz bestimmten Großereignissen – wie der Kalydonische Eberjagd, dem Argonautenzug, dem Thebanische Zyklus und dem Trojanische Krieg – nahmen sämtliche Helden einer Generation teil.

Die Götter wurden während der Heldenzeit um ihre Alleinstellung beraubt. Der ein oder andere Held wurde zum Heros idealisiert, wodurch dieser eine gottähnliche Verehrung erfuhr.

Anders als die Helden galt die Gruppe der Götter als weitestgehend abgeschlossen. Das heißt, dass in der Vorstellung der Griechen keine neuen Götter mehr geboren wurden bzw. nur noch Götter entstanden, welche in ihrem Status nicht an die Olympier heranreichten. Doch neue Helden konnten jederzeit geboren werden.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen den Helden und Göttern bestand darin, dass Erstere immer einen lokalen Aspekt hatten. So war Ödipus in Theben, Perseus in Argos, Achilles in Troja oder Odysseus in Ithaka tätig.

In ihren angestammten Regionen erfuhren die Helden eine ganz besondere Stellung, da die Menschen sich den Schutz ihres Lokalhelden sicher waren. Die Heroen wurden zum Zentrum der lokalen Gruppenidentität. Die Götter fungierten stattdessen immer universell. Somit löste der Heldenkult regional den Götterkult ab.

Die Heldenzyklen beschreiben, wie die Aktivitäten der Götter zur Heldenzeit begrenzt waren. Die Götter griffen ins Schicksal der Helden ein, konnten die Geschehnisse aber nur beeinflussen und nicht lenken.

Viele dieser Helden waren Halbgötter und lehnten sich gegen ihre Väter oder gegen das ganze Göttergeschlecht auf. Das griechische Heldenzeitalter beginnt mit Kadmos, Perseus und Bellerophon. Diese gelten als die größten Monstertöter vor Herakles.

Um das Heldengeschlecht auszurotten, plante Zeus den Trojanischen Krieg. Und bei diesem Krieg zwischen Griechen und Troja starben die größten Helden beider Sagenkreise. Die Nachkriegsgeneration vollendete dann die Legenden des Trojanischen Zyklus.

Liste der griechischen Götter

Personifizierte Urelemente der Griechen
Aither:Personifikation des Lichts und des "oberen Himmels", Sohn von Erebos (Gott der Finsternis) und Nyx (Göttin der Nacht)
Chaos:Urzustand des Universums; brachte die Urgötter bzw. Urelemente hervor: Gaia (Erdmutter), Tartaros (Unterwelt), Eros (Liebe und Sexualität), Nyx (Nacht) und Erebos (Dunkelheit)
Erebus:Personifizierung der Dunkelheit, entstanden aus dem kosmologischen Chaos, Bruder und Gatte der Nyx, Vater von Aither und Hemera
Eros:Personifzierung der Liebe und Sexualität, als Urelement aus dem Chaos entstanden, im späteren Götterkult als Sohn und Begleiter der Aphrodite dargestellt
Gaia:Naturgottheit, bei den Griechen als Mutter Erde personifiziert; Mutter und Gattin des Himmels (Uranos), Mutter von Ourea und Pontus (beide ohne Vater); Mutter der Titanen, der Kyklopen und der Hekatoncheiren (mit Uranus); Mutter der Giganten und des Typhon (beide mit Tartarus)
Hemera:Personifizierung des Tages, Tochter des Erebos und der Nyx,
Nyx:Personifizierung der Nacht, aus dem kosmologischen Chaos entstanden, Gattin und Schwester des Erebus, Mutter von Aither (Licht) und Hemera (Tag)
Tartarus:Personifizierung des entlegenden Teils der Unterwelt, aus dem Chaos entstanden, mit seiner Schwester Gaia zeugt er Typhon und die Giganten
Urgötter der Griechen
Aphrodite:Liebesgöttin und olympische Göttin, laut einem Geburtsmythos der Aphrodite soll sie aus dem Geschlechtsteil des Uranos entstanden sein,

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