Siebenjähriger Krieg
Der Siebenjährige Krieg war ein globaler Konflikt, welcher 1756 begann und mit dem Frieden von Hubertusburg (1763) endete. Im Krieg beteiligt waren fast alle Großmächte Europas. Der Siebenjährige Krieg ist Teil der Schlesienkriege und wird auch als Dritter Schlesischer Krieg bezeichnet.
Aber die Kriegsschauplätze lagerten sich auch auf die Kolonien und Überseegebiete der Europäer aus. Deshalb gehört der Siebenjährige Krieg in die Reihe der Kolonialkriege und wird mitunter auch als erster echter Weltkrieg der Geschichte bezeichnet. In der amerikanischen Geschichte wird der Krieg in Nordamerika auch als French and Indian War („Franzosen- und Indianerkrieg“) bezeichnet.
Hauptursachen des Krieges waren territoriale Ansprüche zwischen Österreich und Preußen, sowie koloniale Machtkämpfe zwischen Frankreich und England.
Direkte Folgen des Siebenjährigen Krieges waren, dass das Königreich Preußen seinen Platz zwischen den Großmächten Europas bestätigte. Die Engländer gewannen Kolonialgebiete in Nordamerika dazu, welche zuvor den Franzosen gehörten.
Aber der Krieg belastete die Finanzkassen der Staaten, so dass Frankreich wirtschaftlich abstieg, während die Engländer sich über Steuereinnahmen das Geld aus den Dreizehn Kolonien wiederbeschaffen wollten. Diese Steuerpolitik führte zum Verdruss der Kolonisten und mündete schließlich in der Amerikanischen Revolution und der Abspaltung der Kolonien vom britischen Mutterland (Unabhängigkeitserklärung der USA, 1776).
Inhalt
- 1 Steckbrief
- 2 Was war der Siebenjährige Krieg?
- 3 Was waren Ursachen für den Siebenjährige Krieg?
- 4 Warum begann der Siebenjährige Krieg?
- 5 Was war der endgültige Startschuss für den Krieg?
- 6 Warum kämpften Österreich und Preußen gegeneinander
- 7 Wie trug der anglo-französische Konflikt zum Siebenjährigen Krieg bei?
- 8 Welche Bedeutung hatte die diplomatische Revolution von 1756?
- 9 Welche Politik betrieb Maria Theresia im Siebenjähriger Krieg?
- 10 Welche Bedeutung hatte Friedrich der Große im Siebenjährigen Krieg?
- 11 Warum kämpften das Heilige Römische Reich und Frankreich gegen Preußen?
- 12 Wo wurde der Siebenjährige Krieg ausgetragen?
- 13 Welchen Verlauf nahm der Siebenjährige Krieg?
- 14 Warum gewann Preußen den Siebenjährigen Krieg?
- 15 Wie war die preußische Militärstrategie im Siebenjähriger Krieg?
- 16 Welche Rolle spielte Russland im Siebenjährigen Krieg?
- 17 Welche Bedeutung hatte Schweden im Siebenjährigen Krieg?
- 18 Welche territoriale Veränderungen gab es nach dem Siebenjährigen Krieg?
- 19 Welche Folgen hatte der Siebenjährige Krieg für Europa?
- 20 Welche Folgen hatte der Siebenjährigen Krieg für die Kolonien?
- 21 Warum gilt der Siebenjährige Krieg als „erster Weltkrieg“?
- 22 Wieso führte der Siebenjährige Krieg zur Amerikanischen Revolution?
- 23 Welche wirtschaftlichen Folgen hatte der Siebenjährigen Krieg für Frankreich?
- 24 Wie trug der Siebenjähriger Krieg zur Entstehung des Britischen Weltreichs bei?
- 25 Liste der Schlachten im Siebenjährigen Krieg
Steckbrief
| Beginn: | 17. Mai 1756 |
| Ende: | 10. Februar 1763 |
| Dauer: | 6 Jahre, 8 Monate, 3 Wochen und 3 Tage |
| Austragungsorte: | Mitteleuropa, Portugal, Nordamerika, Indien, Karibik, Atlantik, Indischer Ozean |
| Ursachen: | territoriale Rivalitäten zwischen Preußen und Österreich sowie koloniale Machtansprüche zwischen England und Frankreich |
| Auslöser: | Streit um Schlesien (Österreich vs. Preußen) und die Diplomatische Revolution (Österreich verbündet sich mit Erzfeinden Frankreich und Russland) |
| Persönlichkeiten: | Friedrich II. von Preußen gegen Maria Theresia von Österreich |
| Schlachten: | siehe Abschnitte: Schlachten des Siebenjährigen Krieges oder Verlauf des Siebenjährigen Krieges |
| Großbündnis: | Preußen & Großbritannien gegen Österreich, Frankreich & Russland |
| Einbettung: | anglo-französische Kriege seit 1159, Österreichisch-Preußische Rivalität seit dem Ersten Schlesischen Krieg (1740-1742), |
| preußische Koalition: | Preußen, Großbritannien, Kurhannover (Personalunion zwischen Königreich Hannover und England), Portugal (seit es 1762 von Frankreich und Spanien angegriffen wurde), Braunschweig-Lüneburg, Hessen-Kassel, Schaumburg-Lippe, Ziel Preußens: Verteidigung Schlesiens und Sicherung des Großmachtstatus, Ziel Englands: Schwächung Frankreichs im globalen Kolonialkonflikt |
| französische Koalition: | Österreich, Frankreich, Russland, Schweden, Sachsen, Spanien (ab 1762 ein Verbündeter Frankreichs), Ziel Österreichs: Rückeroberung Schlesiens, Ziel Frankreichs: Schwächung Großbritanniens in Übersee, Ziel Russlands: Eindämmung preußischer Macht, Ziel Schwedens & Sachsens: regionale Interessen gegen Preußen, |
| Ergebnis: | Sieg der preußischen Koalition |
| 5. Mai 1762: | Frieden von Sankt Petersburg zwischen Preußen und dem Russischen Zarenreich |
| 22. Mai 1762: | Friede von Hamburg zwischen Preußen und Schweden |
| 10. Februar 1763: | Frieden von Paris zwischen Großbritannien und Frankreich (Ende des French and Indian War in Nordamerika) |
| 15. Februar 1763: | Friede von Hubertusburg zwischen Preußen, Österreich und Sachsen |
| Europa: | Status quo ante bellum: territoriale Vorkriegssituation wurde wieder hergestellt |
| Kolonialreiche: | England bekommt die nordamerikanischen Besitztümer Frankreichs östlich des Mississippis dazu, Spanien bekommt die nordamerikanischen Besitztümer Frankreichs westlich des Mississippis dazu, Spanien tritt Florida an Großbritannien ab, Großbritannien tritt Havanna und Manila an Spanien ab, |
| Russland: | keine territorialen Gewinne, aber Zugewinn an Einfluss in Osteuropa |
| Spanien: | bekam Louisiana von Frankreich, gab Florida an Großbritannien, Kolonialreich blieb insgesamt stabil |
| Frankreich: | größter Verlierer des Krieges, verlor fast alle nordamerikanischen Kolonien an Großbritannien (u. a. Kanada), verlor Einfluss in Indien, Anspruch einer großen Kolonialmacht war dahin, massive Staatsverschuldung führte später zur Französischen Revolution (1789) |
| Österreich: | Rückeroberung Schlesiens war gescheitert, Österreich blieb dennoch Großmacht |
| Sachsen: | bereits früh von Preußen besetzt, wurde wirtschaftlich ausgeblutet und ruiniert, |
| Schweden: | im Krieg gegen Preußen zeigte Schweden diverse Schwächen, verlor deshalb an Einfluss und Bedeutung als Großmacht |
| Preußen: | größter Gewinner des Krieges in Europa, Schlesien blieb preußisch, Preußens Status als europäische Großmacht wurde gestärkt |
| Großbritannien: | größter Gewinner des Krieges außerhalb Europas, das British Empire wird zur Weltmacht, französischen Kolonien gehen an England, enorme Kriegskosten fordern neue Steuergesetze für die Kolonien in Nordamerika (Stamp Act, Sugar Act), die neuen Steuererhebungen führen zur Loslösung der Dreizehn Kolonien in Nordamerika vom Britischen Empire |
| Portugal: | Verwüstungen im Landesinneren belasten die Staatsfinanzen enorm, Abhängigkeit von Großbritannien steigt, keine kolonialen Verluste |
Was war der Siebenjährige Krieg?
Der Siebenjährige Krieg war ein globaler Konflikt zwischen den Großmächten Europas. Da die Europäer untereinander Allianzen eingingen, wurden immer mehr Staaten in den Konflikt hineingezogen. Da sich England und Frankreich in einem Dauerkonflikt befanden, welcher auch in den Kolonialgebieten ausgetragen wurde, entflammte der Krieg auch in diesem Gebiet.
Was waren Ursachen für den Siebenjährige Krieg?
Ursache für den Siebenjährigen Krieg waren territoriale Interessen zwischen Österreich und Preußen. Beide Staaten begehrten Schlesien. Und so kam es, dass Preußen am 16. Dezember 1740 in Schlesien einmarschierte.
Der Erste Schlesische Krieg dauerte bis 1742. Danach versuchte Österreich immer wieder, Schlesien zurückzuerobern. Und jenes Rückeroberungsziel sollte im Siebenjährigen Krieg verwirklicht werden.
Als sich dann 1756 die Österreicher mit den Franzosen verbündeten, stand Preußen isoliert da und brauchte starke Partner. Diesen fand Preußen in Großbritannien, welches mit Frankreich um die Kolonialgebiete in Nordamerika und Indien stritt. So entstanden zwei starke Allianzen, welche nur darauf warteten, den Krieg zu beginnen.
Warum begann der Siebenjährige Krieg?
Auslöser des Siebenjährigen Krieges war eine Kriegserklärung von Großbritannien an Frankreich. Diese wurde am 17. Mai 1756 ausgestellt. Die Franzosen antworteten am 9. Juni mit einer eigenen Kriegserklärung an Großbritannien.
Was war der endgültige Startschuss für den Krieg?
Um der österreichisch-französischen Allianz zuvorzukommen, marschierte Preußen am 29. August 1756 in Sachsen ein. Der Einmarsch geschah ohne Vorankündigung und ohne Kriegserklärung. Dieses Ereignis gilt als Startschuss des Siebenjährigen Krieges.
Zuvor ist Sachsen dem Bündnis von Österreich und Frankreich beigetreten. Der Einmarsch Preußens war ein Präventivschlag, da vermutet wurde, dass Sachsen als Aufmarschgebiet genutzt werden würde. Durch den Einmarsch wollte Preußen eine Einkesselung verhindern.
Wie in jedem Krieg sah König Friedrich II. von Preußen sein Land am Abgrund. Und deshalb entschied er sich, zuerst zuzuschlagen, bevor er nicht mehr zuschlagen könne. Die nötige Kriegsstimmung ist immer entscheidend dafür, wer zuerst beginnt. Und diese wurde zuvor deutlich aufgeheizt, als Russland, Österreich und Frankreich beschlossen haben – Preußen zu zerschlagen.
Warum kämpften Österreich und Preußen gegeneinander
Wie bereits angedeutet, stritten Österreich und Preußen seit 1740/42 über Schlesien. Und das schlesische Land war der Hauptgrund, weshalb beide Staaten den Krieg wollten. Im Folgenden werden die Umstände des Ersten Schlesischen Krieges und dessen Nachwirkungen einzeln beschrieben (Deutsch-Österreichische Dualismus).
Habsburger-Dynastie in Schlesien
Am 20. Oktober 1740 starb Kaiser Karl VI. aus dem Haus Habsburg. Sein Erbe war seine Tochter Maria Theresia, welche zwar nicht direkt Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches wurde, aber immerhin die Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Böhmen wurde.
Das schlesische Gebiet gehörte einst zu Böhmen und fiel 1526 an die österreichische Habsburger-Dynastie. Die Könige von Böhmen waren somit auch Herzöge von Schlesien. Und alle Könige von Böhmen kamen seit 1526 aus dem Haus Habsburg. Bis 1740 war dies auch kein Problem. Doch dann starb Kaiser Karl VI. ohne männlichen Erben.
Machtvakuum nach Karls Tod
Mit dem Tod des römisch-deutschen Kaisers rückte dessen Tochter als Nachfolgerin auf den böhmischen Thron. Viele europäische Staatsmänner sahen ein Machtvakuum aufkommen. Österreich wurde also angreifbar. Und König Friedrich II. von Preußen zweifelte die Legitimation von Maria Theresia an und erhob Anspruch auf einen Teil der habsburgischen Erblande.
Liegnitzer Erbverbrüderung
Den Anspruch auf Schlesien konnte König Friedrich II. von Preußen sogar rechtlich begründen. Denn angeblich gab es einen Vertrag von 1537 zwischen Herzog Friedrich II. von Liegnitz (Schlesien) und dem brandenburgischen Kurfürsten. In diesem Vertrag stand, dass die schlesischen Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau an Brandenburg fallen sollen, sobald die schlesische Piasten-Linie ausstirbt.
Laut Friedrich II von Preußen starb die schlesische Piastenlinie mit Georg Wilhelm I. am 21. November 1675 aus. Da die männliche Habsburger bis 1740 auch König von Böhmen und Herzog von Schlesien waren, konnte er diesen Anspruch bisher nicht geltend machen.
Doch da Karl VI. ohne männlichen Erben starb, sollten die schlesischen Herzogtümer Liegnitz, Brieg und Wohlau an Brandenburg übergehen. Und da Brandenburg zum Königreich Preußen gehörte (Brandenburg-Preußen), sollte Schlesien ein Teil der Hohenzollernlande werden.
Eroberung Schlesiens
Preußen suchte sich fortan Verbündete und fand ziemlich viele Staaten, die an der Zerschlagung des Habsburgerreiches ein Interesse hatten. Am 16. Dezember 1740 führte Friedrich II. von Preußen seine Armee nach Schlesien. Die protestantische Bevölkerung begrüßte die Preußen als Befreier.
Ende Dezember war Schlesien von österreichischen Truppen geräumt. Der Schlesienkrieg dauerte allerdings etwa zwei Jahre und wurde im Frieden von Berlin am 28. Juli 1742 beendet.
Deutsch-Österreichischer Dualismus
Im Frieden von Berlin bekam Preußen das schlesische Gebiet zugesprochen und erweiterte sein Gebiet um etwa ein Drittel. Mit der Hinzunahme von Schlesien wuchsen auch die Finanzmittel und die Bevölkerungszahl wuchs ebenfalls um etwa ein Drittel.
Preußen rückte endgültig an den Tisch europäischer Großmächte auf und wurde zum Dauerrivalen der Habsburger aus Österreich. Beide Länder waren deutschsprachig und konkurrierten um die Hegemonialmacht im römisch-deutschen Reich und später im Deutschen Bund. Dieser Dualismus wurde erst 1866 im Preußisch-Österreichischer Krieg beigelegt, welchen ebenfalls Preußen gewann. In der Folge verabschiedete sich Österreich aus der deutschen Staatenwelt.
Wie trug der anglo-französische Konflikt zum Siebenjährigen Krieg bei?
Der Konflikt zwischen England und Frankreich existierte seit dem Hochmittelalter. Damals regierte das Haus Capet in Frankreich und das Haus Plantagenet in England. Das Haus Plantagenet war eigentlich das Haus Anjou-Plantagenêt, deren Ursprung in Frankreich (Grafschaft Anjou) lag. Von etwa 1150 bis zur Mitte des 13. Jahrhundert umfasste das Angevinische Reich (Haus Anjou-Plantagenet) die gesamte westliche Hälfte von Frankreich und das Königreich England.
Kriege zwischen Frankreich und England waren also vorprogrammiert. Aber wie kam es dazu, dass der englische König diverse Besitztümer in Frankreich haben konnte? Seinen Ursprung hat der anglo-französische Konflikt im 11. Jahrhundert. Denn im Jahr 1066 kamen die Normannen (Herzogtum Normandie) aus Nordfrankreich auf die britische Insel, um diese zu erobern. Der damalige Herzog der Normandie war Wilhelm der Eroberer, welcher seinen Anspruch auf den englischen Thron durchsetzen wollte.
Nach der Eroberung waren der Herzog der Normandie und der König von England dieselbe Person. Und das Haus Normandie stellte die englische Könige bis 1135. Danach folgte die Plantagenet-Dynastie, welche in der Grafschaft Anjou seinen Ursprung hatte. Es folgten im Hochmittelalter neun Anglo-Französische Kriege. Und immer ging es ums die Besitztümer des englischen Königs in Frankreich.
Im Spätmittelalter sind es noch drei Anglo-Französische Kriege. Doch der längste Krieg zwischen Frankreich und England im Spätmittelalter war der Hundertjährige Krieg von 1337 bis 1453.
In der Neuzeit nahm die englisch-französische Kriegstradition keineswegs ab. Allerdings sind es oftmals Begleitkriege, wie bei den französischen Religionskriegen oder den Hugenottenaufständen, bei denen England intervenierte. Im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1714) mischten Engländer und Franzosen mit, genauso im Österreichischen Erbfolgekrieg (1744-1748). Der Siebenjährige Krieg war nur eine Weiterführung der englisch-französischen Kriegstradition.
Welche Bedeutung hatte die diplomatische Revolution von 1756?
Als diplomatische Revolution von 1756 wird das Bündnis zwischen Österreich und Frankreich gegen Preußen bezeichnet.
Der Grund – warum man es als Revolution bezeichnet – war, dass Österreich und Frankreich eigentlich Erzfeinde waren. Denn das Haus Habsburg (Österreich) schaffte es, durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik große Teile Europas zu kontrollieren und dabei Frankreich zu umschließen. Dies empfanden die Franzosen als Bedrohung.
Ab dem 15. Jahrhundert entbrannte so ein Machtkampf. Beide Staaten versuchten ihren Einfluss auf Norditalien auszudehnen, wodurch die Renaissancekriege von 1521 neu entflammt wurden. Danach wiederholten sich die Kriege entweder offen oder als Begleitkriege. So etwa im Dreißigjährigen Krieg, wo Frankreich die protestantischen Mächte unterstützte, um sich aus der katholischen Umklammerung der Habsburger lösen zu können.
Im Spanischen Erbfolgekrieg unterstützte Frankreich den bourbonischen Thronanwärter Philipp von Anjou, während Österreich für den habsburgischen Kandidaten Karl von Österreich kämpfte. Und im Österreichischen Erbfolgekrieg unterstützte Frankreich die anti-habsburgische Koalition, die Maria Theresias Erbanspruch bekämpfte, während Österreich um den Erhalt seiner Erblande kämpfte.
Als dann beide Erzfeinde im Jahr 1756 gegen Preußen eine Allianz bildeten, empfand Preußen dies als Bedrohung. Denn dieses Bündnis veränderte die Machtverhältnisse in Europa entscheidend, weshalb Preußen isoliert dastand und mit Großbritannien einen starken Partner brauchte. Jene Allianz war auch der Grund, weshalb sich Preußen bedroht sah und als erstes Sachsen angriff.
Welche Politik betrieb Maria Theresia im Siebenjähriger Krieg?
Das Ziel von Maria Theresia im Siebenjährigen Krieg war es, Schlesien zurück in die Habsburgischen Erblande zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, musste die preußischen Macht zerschlagen werden. Demnach galt ihr Interesse erstmal, Preußen entscheidend zu schwächen. Und dafür betrieb Maria Theresia eine offensive Bündnispolitik, indem sie einstige Erzfeinde wie Frankreich zu einem Bündnis bewog.
Russland und Sachsen schlossen sich diesem Bündnis an, wodurch Preußen erstmal isoliert war. Dieser diplomatische Coup war einer der größten außenpolitischen Erfolge ihrer Regierungszeit.
Die Österreicher setzten dann auf die Bündnismacht, also auf eine multinationale Übermacht gegen Preußen. Maria Theresia glaubte, dass man durch die Bündnispartner mehrere Kriegsfronten schaffen könne, um so Preußen militärisch zu überdehnen. Und dann könnte man in einen Abnutzungskrieg fallen, welcher die preußische Armee zermürben würde. Denn eine schnelle Entscheidungsschlacht schien aussichtslos gegen ein gut aufgestelltes preußisches Heer.
Um mit der taktischen Disziplin der preußischen Armee gleichzuziehen, reformierte Maria einige Sektoren des Staates. So gab es eine effizientere und straffere Steuererhebung, um die Kriegskasse zu füllen. Die zentrale Verwaltung wurde ausgebaut, um die Koordination von Nachschub besser zu gestalten. Zudem wurde die Offiziersausbildung professionalisiert.
Letztlich blieb Schlesien nach dem Krieg verloren. Doch der österreichische Staat profitierte nachhaltig von den Reformen. Und Österreich blieb eine europäische Großmacht trotzt der Niederlage, was auf das Konto von Maria Theresia zu buchen ist.
Welche Bedeutung hatte Friedrich der Große im Siebenjährigen Krieg?
Friedrich der Große (Friedrich II.) war die zentrale Figur im Siebenjährigen Krieg. Denn er war der Auslöser des Krieges, machte sich einen Namen als bedeutendster Stratege des Krieges und wurde zum Garant des preußischen Überlebens am Ende des Krieges. Diese Facetten bewirkten, dass Friedrich II. zur schillernden Symbolfigur des Siebenjährigen Krieges wurde. Sein Mythos überlebte bis zum Ende des preußischen Staates, wurde aber im Deutschen Kaiserreich und im Dritten Reich übernommen.
Warum?
Friedrich II. führte die preußische Armee gegen eine übermächtige Koalition und rückte durch den Sieg den preußischen Staat an den Tisch der europäischen Großmächte. In sämtlichen Großschlachten des Krieges fungierte Friedrich selbst als Feldherr. Seine taktischen Finessen, gepaart mit militärischer und politischer Führung sorgten dafür, dass Preußen diverse Schlachten entscheiden konnte, in denen die preußische Armee zahlenmäßig weit unterlegen war.
Seine Kriegsführung war gekennzeichnet durch schnelle Truppenbewegungen, Schwerpunktbildung und überraschende Flankenmanöver. Jene Elemente waren Innovationen in der Kriegsführung und prägten die europäische Militärgeschichte nachhaltig.
Der Siebenjährige Krieg verschaffte Friedrich dem Großen einen nachhallenden Ruf und einen Mythos. Er wurde zum Symbol der preußischen Disziplin und Standhaftigkeit, welche das Selbstverständnis des preußischen Staates bis ins 19. Jahrhundert prägen wird.
In späteren Jahren erhielt er den volkstümlichen Namen: „Der alte Fritz“. Damit wurde auf Elemente seines Charakters angespielt: weise, behütend, diszipliniert und erfahren. Er wurde als Vater der preußischen Nation verehrt, welcher sich schützend vor die Bevölkerung stellt. All diese zugeschriebenen Eigenschaften erwarb Friedrich II. durch seine Errungenschaften im Siebenjährigen Krieg.
Warum kämpften das Heilige Römische Reich und Frankreich gegen Preußen?
Nachdem die Preußen am 29. August 1756 Sachsen besetzt hatten, war der Startschuss für den Krieg gefallen. Viele sächsische Soldaten wurden dann in die preußische Armee gepresst oder desertierten. Doch der Einmarsch in Sachsen war Landfriedensbruch. Und deshalb erklärte das Heilige Römische Reich dem Königreich Preußen den Reichskrieg.
Damaliger Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war Franz I. aus dem Haus Lothringen, welcher die Habsburgerin Maria Theresia im Jahr 1736 heiratete und mit ihr das Haus Habsburg-Lothringen begründete.
Da Maria Theresia sich im Krieg gegen Friedrich II. von Preußen befand, nutzte sie ihre Rolle als Kaiserin um gegen um Preußen als Reichsfeind zu erklären. Und so wurde am 17. Januar 1757 auf dem Reichstag in Regensburg die Reichsexekution gegen Preußen erklärt. Daraufhin begannen mehrere Reichskreise damit, Truppen für das Reichsherr gegen Preußen zu mobilisieren.
Da Frankreich eine Siegermacht des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) war, wurde der Staat nach 1648 zur Schutz- bzw. Garantiemacht des Westfälischen Friedens erklärt. Demnach wachte Frankreich über die Reichsverfassung und den Landfrieden. Und da Preußen mit dem Einmarsch in Sachsen den Landfrieden verletzt hatte, entsandte auch Frankreich seine Truppen.
Gleichzeitig wollten die Franzosen das Kurfürstentum Hannover als Faustpfand einnehmen, welches seit 1714 in Personalunion mit dem englischen Königshaus geführt wurde.
Wo wurde der Siebenjährige Krieg ausgetragen?
Ausgetragen wurde der Siebenjährige Krieg in Europa, in Nordamerika, in der Karibik, in Indien, auf den Philippinen und in Afrika. Zudem gab es Seeschlachten im Atlantik und auf dem Indischen Ozean. In Europa zählten Sachsen, Schlesien, Böhmen, Mitteldeutschland, Ostpreußen, Portugal und die Ostseeküste mit Pommern zu den Kriegsschauplätzen.
Der Siebenjährige Krieg in Europa startete zunächst in Sachsen, welches von Preußen überfallen wurde. Von dort aus zog die preußische Armee nach Böhmen, welches in Besitz von Österreich war.
Durch den Überfall auf Sachsen, wurde die Reichsarmee und die französische Armee aktiv. Letztere hatten Hannover im Visier, welches in Personalunion mit England stand. Nach kurzen Gefechten in Ostdeutschland zog sich die französische Armee nach Westdeutschland zurück, um dort gegen Kurhannover zu kämpfen.
Im Spätsommer 1757 begann Österreich seine Offensive nach Schlesien, wodurch auch diese Gebiete zum Kriegsschauplatz wurden. Gleichzeitig zogen Schweden und das Russische Reich gegen Preußen, wodurch sich die Kriegsschauplätze in Pommern, der Neumark und Ostpreußen ergaben.
Auf den Kriegsgebiete in Übersee (Indien, Karibik, Philippinen, Nordamerika) kämpfte das französische Kolonialreich gegen das British Empire.
Der Siebenjährige Krieg bestand eigentlich aus mehreren Teilkriegen:
- Dritte Schlesienkrieg zwischen Österreich und Preußen,
- Krieg zwischen Kurhannover (Personalunion mit England) und Frankreich am Rhein
- Franzosen- und Indianerkrieg in Nordamerika zwischen Frankreich und Großbritannien,
- Karnatischen Kriege in Indien zwischen Frankreich und Großbritannien
- Anglo-Bengalische Krieg zwischen Großbritannien und dem Mogulreich in Indien
- Spanisch-Portugiesische Krieg in Südamerika
- britische Eroberung des Senegals in Afrika (zuvor französischer Besitz)
Welchen Verlauf nahm der Siebenjährige Krieg?
In den Anfangsjahren 1756 und 1757 war die preußische Armee sehr erfolgreich. Höchstwahrscheinlich auch deshalb, weil sie das Überraschungsmoment mit dem Überfall auf Sachsen auf ihrer Seite hatten.
Die erste Niederlage Preußens war die Schlacht bei Kolin am 18. Juni 1757. Doch 1757 und auch 1758 folgten weitere Siege der preußischen Armee und auch Niederlagen. Es schien bis 1758/59 ausgeglichen zu sein. Gebiete wurden erobert und wieder zurückerobert.
Spätestens im Jahr 1760 war klar, dass Preußen den Krieg verlieren würde. Doch dann ergaben sich glückliche Umstände, welche für einen Befreiungsschlag ausreichten.
| Sachsen (1756/57) |
| Sachsen wurde am 29. August 1756 von Preußen, ohne Vorankündigung und Kriegserklärung, überfallen. Am 9. September wurde Dresden kampflos eingenommen. Die sächsische Armee zog sich nach Pirna zurück, wurde dort von der preußischen Armee eingekesselt und belagert. Die Belagerung von Pirna dauerte bis zum 13. Oktober und endete mit dem Ausscheiden Sachsens aus dem Siebenjährigen Krieg. Die Besetzung Sachsens war erreicht. Viele sächsische Soldaten wurden in die preußische Armee gepresst oder desertierten. |
| Böhmen (1757) |
| Nach der schnellen Einnahme Sachsen wollte Friedrich II. von Preußen schnellstmöglich nach Böhmen vorrücken, um so einen entscheidenden Schlag gegen Österreich zu setzen. Ziel war es, Prag einzunehmen und so preußische Streitkräfte im Feindesland unterzubringen. Dann sollten Friedensverhandlungen mit Maria Theresia erfolgen, wodurch diese zu einem Diktatfrieden gezwungen wäre. Die Einnahme Prags verzögerte sich, da Frankreich auf Hannover vorrückte und Österreich die Reichsexekution über Preußen bewirkt hatte. Doch im Frühjahr 1757 nahm Friedrich sein strategisches Ziel, Prag einzunehmen, wieder in Betracht. Bereits im April rückte die preußische Armee von verschiedenen Seiten in Böhmen ein. Prag wurde dann am 6. Mai 1757 eingenommen. Zwar siegte Preußen, doch ein Großteil der österreichischen Armee konnte fliehen und sich in der Festung verschanzen. Daraufhin wurde diese belagert, während von Süden ein weiteres österreichische Heer heranzog. Deshalb teilte Friedrich seine Truppen auf, zog der Armee im Süden entgegen und belagerte gleichzeitig die Festung bei Prag. In der Schlacht bei Kolin am 18. Juni 1757 wurde Preußen erstmals von Österreich geschlagen. In der Folge räumte Preußen seine Truppen aus Böhmen und kehrte nach Sachsen zurück. In den nächsten Monaten manövrierten die Truppen ergebnislos umher, bis die Reichsarmee aus Thüringen vorrückte. Nun sammelte Friedrich II. seine Armee, um gegen die kaiserliche Armee vorzurücken. |
| Sachsen-Anhalt (1757) |
| Die Reichsexekutionsarmee, bestehend aus französischen Korps und Reichstruppen, marschierte in Thüringen auf. Dieser Armee trat Friedrich II. mit Heeresteilen aus Schlesien entgegen. Im heutigen Sachsen-Anhalt kam es am 5. November 1757 zur Schlacht bei Roßbach. Dabei wurde die Reichsexekutionsarmee entscheidend besiegt. Der Sieg war für Preußen entscheidend, da das Reichsexekutionsheer fast doppelt so groß war. Danach beschränkten die Franzosen ihre Bemühungen auf den Westen des Reiches. Erst unter Napoleon Bonaparte sind französische Truppen wieder so weit ins Deutsche Reich vorgedrungen. Friedrich II. zog nach der Schlacht bei Roßbach seine Armee wieder zurück nach Schlesien, um die österreichische Offensive aufzuhalten. |
| Schlesien (1757) |
| Da ein Großteil der preußischen Armee nach Sachsen-Anhalt auswich, um sich dort der Reichsarmee zu stellen, nutzte Österreich die Gelegenheit, um Schlesien zurückzuerobern. Am 7. September 1757 konnten die Österreicher in Niederschlesien einrücken und die preußische Armee in der Schlacht bei Moys schlagen. Es folgte ein weiterer österreichischer Sieg in der Schlacht bei Breslau am 22. November 1757. Und schließlich befand sich Ende 1757 der Großteil des schlesischen Gebietes in österreichischer Hand. |
| Brandenburg (1757) |
| Zwischenzeitlich rückten die Österreicher bis in die preußische Hauptstadt Berlin vor und konnten diese für einen Tag besetzen. Doch die Besetzung Berlin begann am 16. Oktober 1757 und endete noch in der Nacht. Denn der preußische Fürst Moritz von Dessau rückte auf Berlin vor, weshalb die österreichisch-ungarischen Husaren die Stadt aufgaben. Die Besetzung Berlins wird als Berliner Husarenstreich bezeichnet. Im DEFA Film mit dem Titel „Husaren in Berlin“ wurde diese Ereignis nachgestellt. Manfred Krug spielt darin den Husarenhauptmann Hadik von Futak. |
| Rückeroberung Schlesien (1757) |
| Ab Dezember 1757 traf die preußische Armee wieder in Schlesien ein, schlug die kaiserliche Armee in der Schlacht bei Leuthen (5. Dezember) entscheidend. Bis Ende Dezember eroberte Preußen ganz Schlesien zurück. Am Ende des Jahres 1757 war die territoriale Ausgangslage von 1756 wieder hergestellt. |
| Ostpreußen (1757) |
| In Ostpreußen kämpfte die preußische Armee gegen die russische Armee. Dort gelang es den Russen die Festung Memel einzunehmen. Von dort aus sollte Königsberg eingenommen werden. Die preußische Armee in Ostpreußen bestand aus 30.000 Soldaten, welche von Generalfeldmarschall Johann von Lehwaldt angeführt wurde. Dieser stellte sich der russischen Offensive entgegen und wurde in der Schlacht bei Groß-Jägersdorf am 30. August 1757 besiegt. Danach brach die russische Versorgungslage zusammen, weshalb sie sich in die Festung Memel zurückzogen. |
| Ostseeküste (1757) |
| Schweden schloss sich 1757 der Koalition von Österreich und Frankreich an. Ziel war es, Stettin zurückzuerobern. Dies blieb allerdings erfolglos. Dennoch schaffte die schwedische Armee die schwach verteidigten Orte Pasewalk, Ueckermünde und Swinemünde einzunehmen. Daraufhin beorderte Friedrich II. ein Korps aus Ostpreußen, welches die Orte Wollin, Anklam und Demmin eroberte. Das Korps blieb bis zum Jahresende in Vorpommern. Die Schweden zogen sich nach Stralsund zurück. |
| Ostpreußen, Neumark (1758) |
| Da die Korps aus Ostpreußen abgezogen wurden und nun in Vorpommern stationiert waren, konnte die russische Armee weite Teile Ostpreußens besetzen. Von dort aus drangen die Russen bis zur Neumark vor, um sich dort mit den Truppen von Österreich zu vereinen. Diese Vereinigung konnte Friedrich II. verhindern, indem er in der Schlacht von Zorndorf am 25. August 1758 gegen die Russen siegte. Danach zogen sich die Russen hinter die Wechsel zurück und blieben dort bis Jahresende. Der Rückzug der Russen veranlasste Schweden dazu, den Einmarsch in Brandenburg vorerst aufzugeben. |
| Böhmen und Mähren (1758) |
| Mit der Belagerung von Ölmütz versuchte Friedrich II., eine Schleuse ins österreichische Kernland zu schlagen. Die Belagerung begann am 4. Mai. Im Juni überfielen die Österreicher einen Versorgungskonvoi der Preußen (Überfall bei Domstadtl), so dass die Nachschubwege blockiert waren. Deshalb musste Friedrich II. seine Belagerung von Ölmütz am 2. Juli 1758 aufgeben. Die preußische Armee zog sich dann aus Böhmen und Mähren zurück. |
| Sachsen (1758) |
| Im Spätsommer drangen österreichische Truppen in Südsachsen ein und versuchten, Dresden zurückzuerobern. Dies missglückte, weshalb sich die Österreicher im November wieder nach Böhmen zurückzogen. |
| Rheinland (1758) |
| Großbritannien mobilisierte ein Heer aus Hannover, welches vom englischen König in Personalunion geführt wurde. Dieses Heer besiegte die Franzosen am 12. Juni in der Schlacht von Rheinberg und am 23. Juni in der Schlacht bei Krefeld. Bis zum Jahresende kontrollierte die hannoverische Armee das gesamte rechtsrheinische Gebiet. In der Schlacht bei Mehr am 5. August schlug dann die preußische Armee die Franzosen abermals. Bei dieser Schlacht standen 3.000 Preußen gegen 10.000 Franzosen und dennoch gewann die preußische Armee. Daraufhin zog sich die französische Armee nach Wesel am Rhein zurück. |
| Neumark (1759) |
| Die Vereinigung zwischen russischen und österreichischen Truppen gelang im Frühjahr bei Kunersdorf. Die preußische Armee versuchte die Vereinigung abermals zu verhindern, wurde aber in der Schlacht bei Kay am 23. Juli geschlagen. In der anschließenden Schlacht bei Kunersdorf am 12. August siegte die Allianz der Russen und Österreicher abermals. |
| Brandenburg (1759) |
| Die preußische Armee war massiv geschwächt. Demnach hätte die antipreußische Allianz auf Berlin vorrücken können, tat es aber nicht. Denn sie waren sich uneinig. Selbst Friedrich II. war klar, dass Berlin gefallen wäre. In einem späteren Brief beschrieb er die glücklichen Umstände, dass Berlin nicht erobert wurde – als Mirakel des Hauses Brandenburg. |
| Sachsen (1759) |
| Die Russen zogen sich stattdessen in ihre Ausgangsstellung zurück. Und die Österreicher rückten auf Sachsen vor. Denn dort hatte die Reichsarmee in Abwesenheit der Preußen fast ganz Sachsen inklusive Dresden besetzt. Am 20. November kam es zum Gefecht von Maxen, welches die Österreicher gewannen. |
| Westdeutschland (1759) |
| Auf dem westdeutschen Gebiet gab es 1759 kaum territoriale Änderungen. Ein Vorstoß der Franzosen wurde am 13. April in der Schlacht bei Bergen abgewehrt. Die Franzosen wollten dann im August auf Kurhannover vorrücken, wurden aber in der Schlacht bei Minden am 1. August von der preußischen Armee aufgehalten. Nach den Niederlagen zog sich Frankreich weitestgehend aus Europa zurück. |
| Hinterpommern (1759) |
| Am 12. Oktober 1759 wurde in Bütow ein Gefangenaustausch zwischen Russland und Preußen vereinbart. |
| Schlesien (1760) |
| Die Österreicher versuchten, gegen ein deutlich geschwächtes Preußen die schlesischen Gebiete zu erobern. Deshalb wurden wichtige Festungen erobert. In der Schlacht bei Landeshut am 23. Juni 1760 wurde das preußische Korps vernichtend geschlagen. |
| Sachsen (1760) |
| Währenddessen versuchte Friedrich II. die Stadt Dresden zurückzuerobern. Dabei wurde die Dresdner Innenstadt massiv zerstört. Die letzte große Schlacht des Siebenjährigen Krieges war die Schlacht bei Torgau am 3. November. In dieser Schlacht siegten die Preußen gegen die Österreicher. |
| Westdeutschland (1760) |
| Im Juni vereinigten sich französische Korps bei Hessen-Kassel. In der anschließenden Schlacht bei Korbach am 10. Juli errangen die Franzosen einen Sieg gegen Kurhannover. Doch am 16. Juli unterlag die französische Armee in der Schlacht bei Emsdorf den Hannoveranern. Dem folgte die Schlacht bei Warburg, wo die französische Armee ebenfalls unterlag. Am 15. Oktober siegten die Franzosen in der Schlacht am Kloster Kamp. |
| Schlesien (1761) |
| In der Nähe von Bunzelwitz verschanzte sich die preußische Armee gegen eine verbündetes Heer der Österreicher und Russen. Intensiv bemühte sich Friedrich II. um ein Militärbündnis mit dem Osmanischen Reich. Doch das Ergebnis war lediglich ein Freundschafts- und Handelsvertrag. Das Lager in Bunzelwitz konnte die preußische Armee den ganzen Sommer halten. Währenddessen gab es auf russischer Seite diverse Versorgungsengpässe, weshalb diese im September zermürbt abzogen. Aber auch die Preußen waren zermürbt, weshalb die Festung Schweidnitz an die Österreicher fiel. |
| Pommern (1761) |
| In Hinterpommern eroberten die Russen die Hafenstadt Kolberg. Doch in Vorpommern konnten sich die Preußen gegen Schweden behaupten. |
| Schlesien (1762) |
| Durch Friedensverträge mit Russland (siehe nächster Abschnitt) gelang es Preußen, seine Niederlage abzuwenden. Dies setzte nochmals Kräfte frei, weshalb nun Schlesien und Sachsen zurückerobert werden sollten. Preußen gelang es, die Österreicher am 21. Juli 1762 in der Schlacht bei Burkersdorf zu schlagen und dadurch die Festung Schweidnitz zurückzuerobern. |
| Sachsen (1762) |
| Nach der Niederlage von Burkersdorf war die österreichische Armee massiv geschwächt. Am 29. Oktober 1762 konnte Preußen zum letzten Schlag ausholen und die Österreicher in der Schlacht bei Freiberg besiegen. Dies war die letzte Schlacht zwischen Preußen und Österreich im Siebenjährigen Krieg. Die Österreicher zogen sich nach Böhmen zurück. |
| Westdeutschland (1762) |
| Die französischen Truppen versuchten in der Schlacht bei Wilhelmsthal (24. Juni), in der Schlacht bei Lutterberg (23. Juli) und in der Schlacht an der Brücker Mühle (21. September) das Blatt zu wenden. Doch als dies nicht gelang, gaben sie ihre Bemühungen in Europa auf. |
| Portugal (1762) |
| Die Spanier, welche seit 1761 mit Frankreich verbündet waren, fielen in Portugal – einem Verbündeten Englands – ein. Der Überfall geschah im Mai von Nordportugal ausgehend. Schnell wurde die nordportugiesische Stadt Bragança besetzt. Und im August drangen die Spanier bis Almeida vor. Im Gegenzug besetzten die Portugiesen die spanische Grenzstadt Valencia de Alcantara. Als dann in Übersee die Städte Havanna und Manila durch die Briten erobert wurden, gab Spanien auf und schloss im November einen Waffenstillstand mit Portugal. |
Warum gewann Preußen den Siebenjährigen Krieg?
Preußen gewann den Siebenjährigen Krieg aufgrund glücklicher Umstände. Diese werden im Folgenden beschrieben.
Uneinigkeit der antipreußischen Allianz
Bereits 1759 hätte die antipreußische Allianz auf Berlin vorrücken können, tat es aber nicht. Der Grund war Uneinigkeit zwischen den Bündnispartnern.
Preußen hatte weitere Glücksmomente. So erlitt die preußische Armee schwere Niederlagen bei Kolin (1757) und Kunersdorf (1757). Nach Kunersdorf war Preußen militärisch am Ende. Doch die russischen und österreichischen Kommandeure koordinierten sich schlecht und verpassten einen weiteren Moment, Berlin einzunehmen. Dies verschaffte Friedrich II. genug Zeit, seine Armee neu aufzustellen.
In der Schlacht bei Leuthen (1757) schlugen die Preußen die Österreicher, obwohl diese zahlenmäßig weit überlegen waren. Der Sieg war eine taktische Meisterleistung von Friedrich II., aber auch Glück – da die Österreicher das kleine Heer unterschätzt haben und sich schlecht aufstellten.
Führungswechsel in Russland
Der wohl wichtigste Glückmoment war aber der plötzliche Tod der russischen Kaiserin Elisabeth am 5. Januar 1762. Ihr Nachfolger war Peter III.. Und dieser war ein Bewunderer Preußens und vollzog eine außenpolitische Kehrtwende. So schloss er am 5. Mai 1762 einen Friedensvertrag mit Preußen (Frieden von Sankt Petersburg).
Anschließend stellte der russische Zar der preußischen Armee sogar ein Hilfskorps von 15.000 Soldaten zur Seite. Von Friedrich II. erhielt er deshalb den Orden vom Schwarzen Adler, den höchsten Verdienstorden der preußischen Krone.
Im Russischen Zarenreich sah man so viel Preußenfreundschaft kritisch, weshalb Zar Peter III. von seiner Frau Katharina durch einen Militärputsch am 28. Juni abgesetzt wurde. Am 6. Juli starb der abgesetzte Zar aus unerklärlichen Umständen. Wahrscheinlich ist, dass seine Frau Katharina ihn in Ropscha durch den Putschoffizier Alexei Orlow töten ließ. Doch auch Zarin Katharina II. kündigte den Friedensvertrag mit Preußen nicht auf, sondern zog lediglich das Hilfsregiment zurück.
Kurzum: Eigentlich war die Anti-Preußen-Koalition (Österreich, Russland, Frankreich, Sachsen, Schweden) übermächtig. Doch diese verfolgten unterschiedliche Kriegsziele, weshalb es oft zu einer schlechten Koordinierung, falschen Absprachen und zu Uneinigkeiten kam. All diese Rivalität spielte Preußen in die Hände, welches nur ein Ziel verfolgte: Schlesien zu halten.
Und als die russische Führung wechselte, veränderte sich das Kräfteverhältnis zu Gunsten Preußens, welches ansonsten den Krieg sicher verloren hätte.
Wie war die preußische Militärstrategie im Siebenjähriger Krieg?
Preußen verständigte sich im Siebenjährigen Krieg nicht auf eine Strategie. Stattdessen passte es die Strategie immer wieder der aktuellen Lage an. Trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit gelang es Preußen so, äußerst beweglich und überraschend zu sein. Im Folgenden werden die Strategien Preußens in der jeweiligen Kriegslage beschrieben.
Frühe Offensivstärke nutzen
Gleich zu Beginn des Siebenjährigen Krieges überfiel Preußen den sächsischen Nachbarn. Dies war ein Präventivschlag, um dem Überfall der antipreußischen Allianz zuvorzukommen. Zu diesem Zeitprunkt waren Preußens Kriegsgegner noch nicht vollständig mobilisiert, weshalb der Präventivschlag dem preußischen Heer eine strategisch gute Ausgangslage verschaffte.
Schwerpunkte setzen
Die preußische Armee war zahlenmäßig extrem unterlegen. Und die Gegner Preußens wussten dies, weshalb sie mehrere Fronten (Böhmen, Pommern, Rheingebiet, Ostpreußen) eröffneten. Doch Friedrich II. hat die Armeen nicht groß geteilt, sondern diese immer wieder zu den Schwerpunktthemen verschoben. Dort waren die Preußen dann wieder lokal überlegen, besiegten den Gegner, hielten die Stellung und verschoben dann die Korps zum nächsten Kriegsgebiet.
An entscheidenden Knotenpunkten wurden dann die Korps vereinigt, um dann in der nächsten Schlacht wieder eine Überzahl zu schaffen.
Überraschungsmomente nutzen
Die preußische Armee gehörte zu den beweglichsten in Europa. Deshalb schaffte es Friedrich II. auch, diese schnell aufzustellen, Truppenteile an Flanken zu positionieren, Täuschungen zu vollziehen und Seitenangriffe zu lenken. Der Schwenkangriff in der Schlacht bei Leuthen (1757) wurde zu einem Musterbeispiel taktisch-operativer Beweglichkeit.
Bündniswahl
Die Bündniswahl war für Preußen ebenfalls entscheidend. Mit Großbritannien hatte Preußen einen militärisch und wirtschaftlich starken Partner, welcher zudem im römisch-deutschen Reich durch seine Besitztümer in Kurhannover eingebunden war.
So konnte sich Kurhannover und die britische Unterstützung auf Westdeutschland konzentrieren und die Franzosen abhalten, nach Osten durchzumarschieren. Für die preußische Armee bedeutete dies, eine Front weniger – um die sie sich direkt kümmern mussten.
Disziplin und Zähigkeit
Die preußischen Soldaten waren auf Disziplin, Ausdauer und Zähigkeit gedrillt wurden. Nach der Schlacht bei Kunersdorf (1759) setzte man genau diese antrainierten Stärken ein, um eine defensive Ermattungsstrategie auszuhalten. Das taktische Ziel war nun, die nötige Zeit zu gewinnen, bis die Koalition zerfällt. Und dies geschah dann 1762 als die russische Zarin Elisabeth verstarb.
Welche Rolle spielte Russland im Siebenjährigen Krieg?
Russland war Teil der Anti-Preußen-Koalition. Ziel des Russischen Reiches war es, Preußens Macht zu brechen. Vor dem Krieg war Russland eines der fünf Großmächte in Europa – neben Österreich, Frankreich, Preußen und Großbritannien.
Für den Krieg stellte Russland die größte Armee und eröffnete für Preußen die Ostfront in Ostpreußen. Ziel der Anti-Preußen-Koalition war es, die preußische Armee durch mehrere Fronten zu überdehnen. Und Friedrich II. musste enorme Kapazitäten im Osten halten, um russische Vorstöße einzudämmen. Dies schwächte wiederum die preußischen Möglichkeiten im Westen (gegen Frankreich) und im Süden (gegen Österreich). Die Ostfront mit Russland wurde so für Preußen zu einem ständigen Druckpunkt des Krieges.
Der russische Sieg bei Groß-Jägersdorf (1757) und die Besetzung von Königsberg (1758) trafen das preußische Selbstverständnis entscheidend. Eigentlich vernichtend war die Niederlage in der Schlacht bei Kunersdorf (1759). Danach hätten Österreich und Russland den Krieg beenden können, waren sich aber uneins und ließen diese Chance verstreichen.
Als die russische Zarin Elisabeth starb, stand Preußen am Rand der Niederlage. Glücklich war Friedrich II., dass ihr Nachfolger Peter III. ein Bewunderer des preußischen Königs war. Der geschlossene Frieden von Sankt Petersburg zwischen Preußen und Russland verhinderte die preußische Niederlage.
Welche Bedeutung hatte Schweden im Siebenjährigen Krieg?
Schwedens Rolle war begrenzt. Im Großen Nordischen Krieg (1700-1721) hatte Schweden seine Großmachtstellung verloren. Nun versuchte die schwedische Krone, die verloren gegangenen Gebiete in Vorpommern wieder zurückzugewinnen und schloss sich 1757 der antipreußischen Koalition an. Die Offensivmanöver, welche Schweden aufbrachte, waren allerdings nur regional begrenzt und auch nicht von dauerhaften Erfolg gekrönt. Für Schweden endete der Krieg ohne Gebietsgewinne.
Welche territoriale Veränderungen gab es nach dem Siebenjährigen Krieg?
In Europa gab es nach dem Siebenjährigen Krieg keine territorialen Veränderungen. Der Status quo ante bellum wurde wieder hergestellt. Das bedeutet die Grenzen wurden in den Vorkriegszustand versetzt. Für Preußen und Österreich bedeutete dies allerdings, dass Schlesien endgültig zu Preußen gehörte.
In den Kolonien änderte sich dagegen so einiges. Kanada, zuvor französischer Besitz, ging an England. Frankreich verlor zudem alle Gebiete östlich des Mississippi.
Die Inseln St. Vincent, Tobago, Dominica und Grenada muss Frankreich ebenfalls abtreten. Außerdem übergibt Frankreich das nordamerikanische Louisiana, welches westlich des Mississippi liegt, an Spanien. Damit ist Frankreich im Wettlauf um Nordamerika ausgeschieden. Weiterhin verliert Frankreich die Northern Circars an Indien.
Spanien tritt Florida an Großbritannien ab, erhält aber im Gegenzug Manila und Havanna zurück. Dies haben die Briten 1762 erobert, nachdem Spanien den britischen Bündnispartner Portugal überfallen hatte.
Welche Folgen hatte der Siebenjährige Krieg für Europa?
Der Siebenjährige Krieg hatte machtpolitische Folgen. Denn Preußen stieg endgültig zur Großmacht auf und veränderte das Kräfteverhältnis im Heiligen Römischen Reich. Zuvor war das Reich durch die österreichischen Habsburger geprägt worden, welche auch weiterhin den Kaiser stellten – aber enorm an Prestige zugunsten von Preußen verloren.
Großbritannien wurde – aufgrund der dazu gewonnenen Kolonialgebiete – zur Weltmacht. Damit legte der Siebenjährige Krieg den Grundstein fürs British Empire. Frankreich verlor seine Überseegebiete an England und stieg in der kolonialen Rangordnung weiter ab. Der Krieg sorgte in Frankreich zudem für eine enorme Staatsverschuldung, was letztlich zu einem Baustein auf dem Weg zur Französischen Revolution wurde.
Welche Folgen hatte der Siebenjährigen Krieg für die Kolonien?
Großbritannien stieg zur Weltmacht auf, kontrollierte nun fast alle französischen Kolonien in Nordamerika. Frankreich durfte die sogenannten Zuckerinsel in der Karibik behalten. Im Indischen Ozean behielt Frankreich ebenfalls einige Inseln. Der Senegal wurde nach kurzer britischer Besatzung wieder an Frankreich gegeben und in Indien behielt Frankreich einige Enklaven.
Die Briten haben allerdings Frankreich aus Nordamerika und aus Indien weitestgehend verdrängt. Nach 1763 kontrollierte Großbritannien die wichtigsten Handels- und Militärstützpunkte weltweit.
Das Spanische Kolonialreich blieb weitestgehend unverändert. Zwar gewann man das riesige Louisiana dazu, musste aber das im Karibikraum gelegene Florida abgeben. Die globale Weltordnung wurde neu gemischt und die Machtverhältnisse verschoben sich grundlegend zugunsten der Briten.
Warum gilt der Siebenjährige Krieg als „erster Weltkrieg“?
siehe auch: Fragen und Antworten zu Weltkriegen
Viele Historiker bezeichnen den Siebenjährigen Krieg als ersten echten Weltkrieg. Denn der Krieg wurde in Europa, Nordamerika, in der Karibik, auf den Weltmeeren, in Indien und Afrika ausgetragen.
Demnach wurde der Konflikt auf vier Kontinenten und zwei Weltmeeren ausgetragen, wodurch er Weltkriegscharakter bekommt. Zum Vergleich: Der Erste Weltkrieg (1914-18) wurde ebenfalls auf vier Kontinenten ausgetragen: Europa, Asien, Nordamerika und Afrika. Und der Zweite Weltkrieg (1939-45) wurde auf fünf Kontinenten ausgetragen. Zu den oben genannten Kontinenten gesellt sich nun auch Australien und Ozeanien hinzu.
Dass der Siebenjährige Krieg ein Weltkrieg gewesen ist, zeigt sich auch an den Folgen des Krieges. So verschob sich die globale Weltordnung zugunsten der Briten. Zum Vergleich: Nach dem Ersten Weltkrieg verschob sich die Weltordnung von Europa zu den USA. Und nach dem zweiten Weltkrieg gab es eine bipolare Weltordnung mit den USA und der Sowjetunion an der Spitze.
Wieso führte der Siebenjährige Krieg zur Amerikanischen Revolution?
siehe auch Hauptartikel: Fragen und Antworten zur Amerikanischen Revolution
Nach dem Siebenjährigen Krieg wurde Großbritannien zwar zur Weltmacht, musste aber diese Stellung irgendwie finanzieren. Durch den Krieg war der Staatshaushalt, genauso wie in anderen europäischen Staaten, äußerst marode. Deshalb versuchten die Briten ihren Staatshaushalt zu sanieren und belegten die Dreizehn Kolonien in Nordamerika mit neuen Steuern.
Die erste Steuer war der Sugar Act auf Zuckerimporte im Jahr 1764. Dies sorgte in den Kolonien für allerlei Unmut und löste einige schwache Protestwellen aus. Doch im Jahr 1765 beschloss das britische Parlament den Stamp Act, eine Stempelsteuer auf alle Papiererzeugnisse in den Kolonien zu erheben. Dies betraf Zeitschriften, Zeitungen, Spielkarten, Gerichtsakten, Bücher usw.. Somit wurde das öffentliche Leben der Kolonisten besteuert.
Das Stempelgesetz empfanden die Kolonisten als Zumutung und Beschneidung ihrer Grundrechte, weshalb der Protest viel deutlicher ausfiel. Als dann Handelsboykotte auf englische Importe in den Kolonien begannen, setzte man den Stamp Act zurück. In den Kolonien blieb aber das Gefühl in der britischen Interessenvertretung nicht beachtet zu werden. Es entstand eine Kluft zwischen dem englischen Staatsorganen in London und den Regierungsapparaten in den Kolonien.
Als dann neue Steuern und Gesetze folgten, eskalierte die Lage. Die Kolonien schlossen sich auf einem Kontinentalkongress 1774 zusammen, um gemeinsam gegen die Politik der Engländer vorzugehen. Das Ergebnis war die Amerikanische Revolution, welche ab 1775 zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führte.
Welche wirtschaftlichen Folgen hatte der Siebenjährigen Krieg für Frankreich?
Frankreich hatte im Siebenjährigen Krieg sämtliche Kolonien verloren. Die damalige Wirtschaftsordnung basierte auf ein System, welche sich Merkantilismus nennt. Das bedeutet, dass eine Volkswirtschaft darauf ausgerichtet ist, eine positive Handelsbilanz zu haben. Demnach musste mehr exportiert als importiert werden.
Mit dem Wegfall der Kolonien war auch der so wichtige Export zusammengebrochen. Da Frankreichs Volkswirtschaft aber genau darauf ausgelegt war, kam es zu einem Zusammenbruch der Volkswirtschaft. Andere Kolonialreiche, welche ihr Wirtschaftssystem genauso aufgestellt hatten – blieben Kolonialmacht (Portugal, Großbritannien, Spanien). Doch Frankreich war es fortan nicht mehr.
Ein weitere wichtiger Punkt war die enorme Staatsverschuldung durch den Krieg. Andere Kolonialreiche, wie Großbritannien, glichen die Staatsschulden durch die Handelsexporte aus – was Frankreich nicht mehr tun konnte. Zudem waren während des Siebenjährigen Krieges diverse Flotten zerstört wurden. Diese Handelsschiffe fehlten Frankreich nun.
Da Frankreich durch die Gebietsverluste im Siebenjährigen Krieg im Ranking der europäischen Großmächte abstieg, sorgte dies für einen Prestigeverlust – welcher mit Vertrauensverlust daherkam. Konnte Frankreich vor dem Krieg gewisse Handelspreise – aufgrund seiner Vormachtstellung durchsetzen, so gelang dies nun nichtmehr.
All diese Faktoren bewirkten, dass Frankreich wirtschaftlich und politisch immer weiter abstieg. Die Folge war eine Verarmung der Bauern und Handwerker. Jene Armut trieb die Menschen 1789 auf die Straße, wodurch die Französische Revolution begann.
Wie trug der Siebenjähriger Krieg zur Entstehung des Britischen Weltreichs bei?
Das Britische Weltreich war das größte Kolonialreich der Geschichte. Der wichtigste Faktor sämtlicher Weltreiche war Seemacht. Jene maritime Dominanz erlangte England im Siebenjährigen Krieg. Danach kontrollierte Großbritannien alle Weltmeere und somit die Handelsrouten.
Durch die zugewonnenen Besitztümer in Nordamerika ergaben sich Handelsvorteile und Handelsmonopole. Die Briten bestimmten fortan Weltmarktpreise für sämtliche Waren. In Nordamerika hatte man Zugang zu sämtlichen Erzeugnissen, wie Pelzen, Zucker, Tabak, Tee oder Baumwolle. Aus Indien kamen Seide und Gewürze.
All diese Produkte trafen in Europa auf eine große Nachfrage. So wurde London das Finanzzentrum Europas. Der Pfund Sterling wurde Leitwährung und Englisch zur Weltsprache.
Noch heute haben Staaten ein großes Interesse, Seewege zu kontrollieren. Die Seemacht ist nach wie vor entscheidend dafür, wer zur Weltspitze gehört und wer nicht.
Liste der Schlachten im Siebenjährigen Krieg
| Datum: | 1. September 1756 bis 13. Oktober 1756 |
| Ort: | bei Pirna (Sachsen) |
| Konfliktparteien: | Sachsen & Österreich vs. Preußen |
| Truppenstärke: | 20.067 Sachsen & 8.000 Österreicher vs. 62.000 Preußen |
| Ausgang: | Sieg für Preußen |
| Folgen: | Preußische Besetzung Sachsens, Sachsen scheidet aus der antipreußischen Allianz aus |
| Verluste: | auf österreich-sächsischer Seite: 15.000 Gefangene, etwa 5.000 Tote und Verwundete |
| Datum: | 1. Oktober 1756 |
| Ort: | Lobositz in Böhmen (heutiges Tschechien) |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 28.000 Preußen vs. 35.000 Österreicher |
| Ausgang: | preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 2.906 Tote, Verwundete und Gefangene Österreich: 2.863 Tote, Verwundete und Gefangene |
| Datum: | 6. Mai 1757 |
| Ort: | Prag, Böhmen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 64.000 Preußen vs. 60.000 Österreicher |
| Ausgang: | preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 12.500 Tote und Verwundete Österreich: 12.000 Tote und Verwundete, 5.000 Gefangene |
| Datum: | 18. Juni 1757 |
| Ort: | bei Kolín in Böhmen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 35.000 Preußen vs. 54.000 Österreicher |
| Ausgang: | österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 13.700–14.000 Tote und Verwundete, Österreich: 8.100–9.000 Tote und Verwundete |
| Datum: | 26. Juli 1757 |
| Ort: | Hastenbeck-Hameln, Niedersachsen |
| Konfliktparteien: | Großbritannien & Kurhannover vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 36.000 britische Soldaten vs. 60.000 französische Soldaten |
| Ausgang: | Französischer Sieg |
| Verluste: | Kurhannover: 1.400 Tote und Verwundete Frankreich: 2.300 Tote und Verwundete |
| Datum: | 30. August 1757 |
| Ort: | Groß-Jägersdorf in Ostpreußen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland |
| Truppenstärke: | 27.700 Preußen vs. 54.800 Russen |
| Ausgang: | Russischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 1.818 Tote, 2.800 Verwundete, 28 Geschütze Russland: 1.452 Tote, 4.502 Verwundete |
| Datum: | 7. September 1757 |
| Ort: | Moys, Schlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 13.000 Preußen vs. über 20.000 Österreicher |
| Ausgang: | Österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 1.500 Österreich: 1.800 |
| Datum: | 14. Oktober bis 14. November 1757 |
| Ort: | Schweidnitz (Świdnica), Schlesien (heutige Polen) |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Reichsarmee |
| Truppenstärke: | 8.000 Preußen vs. 43.000 Soldaten des Heiligen Römischen Reichs |
| Ausgang: | Sieg der Reichsarmee |
| Verluste: | Preußen: 8.000 Reichsarmee: etwa 3.000 |
| Datum: | 5. November 1757 |
| Ort: | Roßbach, Sachsen-Anhalt |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Frankreich & Reichsarmee des römisch-deutschen Kaiserreichs |
| Truppenstärke: | 22.000 Preußen vs. 41.000 Soldaten der Allianzarmee |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 548 Tote und Verwundete Allianz: 10.000 Mann, davon 3000 Tote oder Verwundete und 7000 Gefangene |
| Datum: | 22. November 1757 |
| Ort: | Breslau, Schlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | etwa 30.000 Preußen vs. circa 80.000 Österreicher |
| Ausgang: | Österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 6000 bis 6350 Österreich: 5000 bis 5723 |
| Datum: | 5. Dezember 1757 |
| Ort: | Leuthen in Schlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 35.000 Preußen vs. 66.000 Österreicher |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 6.400, Österreich: 22.000 (davon 12.000 Gefangene) |
| Datum: | 1. April bis 16. April 1758 |
| Ort: | Schweidnitz, Schlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 10.000 Preußen vs. 5.000 Österreicher |
| Ausgang: | Sieg der Preußen |
| Verluste: | Preußen: 353 Österreich: 5.000 |
| Datum: | 4. Mai 1758 bis 2. Juli 1758 |
| Ort: | Olmütz, Mähren (heutige Tschechien) |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 22.000 Preußen vs. 7.500 Österreicher |
| Ausgang: | österreichischer Sieg |
| Datum: | 12. Juni 1758 |
| Ort: | Kloster Kamp, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Großbritannien & Kurhannover vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 43.400 Allianzsoldaten vs. 52.000 Franzosen |
| Ausgang: | Taktischer Rückzug der Franzosen |
| Datum: | 23. Juni 1758 |
| Ort: | Krefeld, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Frankreich vs. Kurhannover & Großbritannien & Preußen |
| Truppenstärke: | 47.000 Franzosen vs. 32.000 Soldaten der Preußenallianz |
| Ausgang: | Alliierter Sieg |
| Verluste: | Frankreich: 4.000 Allianz: 1.700 |
| Datum: | 30. Juni 1758 |
| Ort: | Domstadtl, Mähren (Tschechien) |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 7.000 Preußen vs. 11.000 Österreicher |
| Ausgang: | österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 900 Tote und 1500 Gefangene Österreich: 680 Tote oder Verwundete |
| Datum: | 5. August 1758 |
| Ort: | Hamminkeln-Mehrhoog, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Kurhannover & Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 3.000 Hannoveraner vs. 10.000 Franzosen |
| Ausgang: | Sieg der Briten und Hannoveraner |
| Verluste: | Kurhannover: 313 Tote und Verwundete Frankreich: 400 Tote und Verwundete |
| Datum: | 25. August 1758 |
| Ort: | Zorndorf in der Neumark |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland |
| Truppenstärke: | 36.800 Preußen vs. 44.300 Russen |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 13.000 Tote und Verwundete Russland: 18.000 Tote und Verwundete |
| Datum: | 11. September 1758 |
| Ort: | Saint-Cast, Frankreich |
| Konfliktparteien: | Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 12.370 Briten vs. 7.000 Franzosen |
| Ausgang: | Französischer Sieg |
| Verluste: | Großbritannien: 1.160 Gefallene, etwa 300 Ertrunkene, 732 Gefangene Frankreich: 155 Gefallene, 340 Verwundete |
| Datum: | 3. bis 31. Oktober 1758 |
| Ort: | Kolberg, Westpommern |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland |
| Truppenstärke: | Preußen: 860 Invalide, 120 gefangene Sachsen, 14 Kanoniere, 3 Unteroffiziere 2 pensionierte Kapitäne Russland: etwa 8.000 Mann |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Datum: | 14. Oktober 1758 |
| Ort: | Hochkirch, Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 78.000 Preußen vs. 30.000 Österreicher |
| Ausgang: | Österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 7.000–8.300 Österreich: mindestens 9.000 |
| Datum: | 13. April 1759 |
| Ort: | Bergen in der Nähe von Frankfurt-Main |
| Konfliktparteien: | Kurhannover & Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 24.000 Briten und Hannoveraner vs. 30.000 Franzosen |
| Ausgang: | Französischer Sieg |
| Verluste: | Allianz: 2.373 Frankreich: 4.000 |
| Datum: | 23. Juli 1759 |
| Ort: | Kay, Neumark |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland |
| Truppenstärke: | 27.400 Preußen vs. 52.300 Russen |
| Ausgang: | Russischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 6.800 Russland: 4.800 |
| Datum: | 1. August 1759 |
| Ort: | Minden, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Großbritannien & Kurhannover vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 40.000 Allianzsoldaten vs. 55.000 Franzosen |
| Ausgang: | Sieg der Alliierten |
| Verluste: | Allianz: 618 Tote, 2.179 Verwundete Frankreich: 4.278 Tote, 3.963 Gefangene |
| Datum: | 12. August 1759 |
| Ort: | Kunersdorf (Kunowice in Polen) |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland & Österreich |
| Truppenstärke: | 49.900 Preußen vs. 79.000 Russen & Österreicher |
| Ausgang: | russisch-österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 19.000 Verwundete oder Tote Allianz: 16.512 Verwundete oder Tote |
| Datum: | 18. August 1759 |
| Ort: | Lagos, portugiesische Hafenstadt |
| Konfliktparteien: | Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | Großbritannien: 15 Linienschiffe, 10 Fregatten, 2 Sloops, 2 Brander Frankreich: 12 Linienschiffe, 3 Fregatten |
| Ausgang: | britischer Sieg |
| Verluste: | Großbritannien: 2 Linienschiffe beschädigt Frankreich: 2 Linienschiffe zerstört, 3 Linienschiffe erobert |
| Datum: | 25. September 1759 |
| Ort: | Hoyerswerda, Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 4.000 Preußen vs. 3.000 Österreicher |
| Ausgang: | Sieg der Preußen |
| Verluste: | Preußen: 100 Österreich: 600 Tote und Verwundete und 1.813 Gefangene |
| Datum: | 20. November 1759 |
| Ort: | Golf von Biskaya, Frankreich |
| Konfliktparteien: | Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | Großbritannien: 23 Linienschiffe Frankreich: 21 Linienschiffe |
| Ausgang: | britischer Sieg |
| Verluste: | Großbritannien: 2 Linienschiffe auf Grund gelaufen Frankreich: 6 Linienschiffe zerstört, 1 Linienschiff gekapert |
| Datum: | 20. November 1759 |
| Ort: | Maxen, Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 15.000 Preußen vs. 32.000 Österreicher |
| Ausgang: | Österreichischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: ca. 2.000 Tote und Verwundete und 11.741 Gefangene Österreich: 304 Tote und 630 Verwundete |
| Datum: | 20. Februar 1760 |
| Ort: | Koßdorf, Brandenburg |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Datum: | 23. Juni 1760 |
| Ort: | Landeshut in Schlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 12.000 Preußen vs. 28.000 Österreicher |
| Ausgang: | Sieg der Österreicher |
| Verluste: | Preußen: 2.000 Tote und Verwundete, sowie 8.000 Gefangene Österreich: 3.000 Tote und Verwundete |
| Datum: | 16. Juli 1760 |
| Ort: | Emsdorf, Mittelhessen |
| Konfliktparteien: | Kurhannover & Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 5.000 Allianzsoldaten vs. 4.600 Franzosen |
| Ausgang: | Sieg der alliierten Armee |
| Verluste: | Allianz: 186 Tote und Verwundete Frankreich: 500 Tote und 600 Verwundete |
| Datum: | 31. Juli 1760 |
| Ort: | Warburg, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Kurhannover & Großbritannien vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 18.000 Allianzsoldaten vs. 20.000 Franzosen |
| Ausgang: | Alliierter Sieg |
| Verluste: | Allianz: 1.239 Frankreich: 4.203 |
| Datum: | 15. August 1760 |
| Ort: | bei Liegnitz, Niederschlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 16.000 Preußen vs. 32.000 Österreicher |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 3.394 Gefallene und Verwundete Österreich: 3.803 Gefallene und Verwundete und 4.734 Gefangene |
| Datum: | 9. Oktober bis 12. Oktober 1760 |
| Ort: | Berlin, Königreich Preußen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Russland & Österreich |
| Truppenstärke: | 14.000 Preußen vs. 35.000 Allianzsoldaten |
| Ausgang: | Abzug der Besatzer nach vier Tagen |
| Verluste: | Preußen: 4.500 Gefangene |
| Datum: | 15. Oktober 1760 |
| Ort: | bei Wesel, Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Großbritannien & Kurhannover vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 25.000 Allianzsoldaten vs. 20.000 Franzosen |
| Ausgang: | Sieg der Franzosen |
| Verluste: | Allianz: 1.615 Frankreich: 3.123 |
| Datum: | 3. November 1760 |
| Ort: | Torgau, Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 44.000 Preußen vs. 52.000 Österreicher |
| Ausgang: | Sieg der Preußen |
| Verluste: | Preußen: 16.000 Österreich: etwa 15.200 |
| Datum: | 15. bis 16. Juli 1761 |
| Ort: | Vellinghausen in Nordrhein-Westfalen |
| Konfliktparteien: | Preußen & Großbritannien & Kurhannover vs. Frankreich |
| Truppenstärke: | 70.000 Allianzsoldaten vs. 140.000 Franzosen |
| Ausgang: | Alliierter Sieg |
| Verluste: | Allianz: ca. 300 Gefallene und 1000 Verwundete Frankreich: etwa 5.000 |
| Datum: | 13. Oktober 1761 |
| Ort: | Ölper bei Braunschweig, Niedersachsen |
| Konfliktparteien: | Kurhannover vs. Frankreich |
| Ausgang: | Sieg von Kurhannover |
| Datum: | 12. Mai 1762 |
| Ort: | Döbeln, Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Reichsarmee |
| Truppenstärke: | 8.000–9.000 Preußen vs. 4.000–5.000 Reichssoldaten |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: etwa 60 Reichsarmee: ca. 1.500 (meist Gefangene) |
| Datum: | 21. Juli 1762 |
| Ort: | bei Burkersdorf in Niederschlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Truppenstärke: | 55.000 Preußen vs. 75.000 Österreicher |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 1.610 Österreich: 1.750 Tot oder Verwundet, 350 Gefangene, 700 Desertierte |
| Datum: | 16. August 1762 |
| Ort: | Reichenbach (Dzierżoniów) in Niederschlesien |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Österreich |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Folgen: | Festung Schweidnitz fällt am 9. Oktober 1762 |
| Datum: | 29. Oktober 1762 |
| Ort: | Freiberg in Sachsen |
| Konfliktparteien: | Preußen vs. Reichsarmee |
| Truppenstärke: | 22.000–22.657 Preußen vs. 27.000–31.000 Reichssoldaten |
| Ausgang: | Preußischer Sieg |
| Verluste: | Preußen: 1.400 Reichsarmee: 7.400 (4.000 Gefangene) |


