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Paris (Mythologie)


Paris ist in der griechischen Mythologie ein trojanischer Prinz. Er ist der Sohn von König Priamos aus Troja und der Hekabe. Von höherer Bedeutung ist das Urteil des Paris bei einem Schönheitswettbewerb zwischen Athene, Hera und Afrodite. Dabei wählte Paris die Letztere als die schönste Göttin.

Diese Episode gilt als mythologischer Auslöser des Trojanischen Krieges. Denn Afrodite versprach ihm die Liebe der schönsten Frau der Welt, woraufhin Paris nach Sparta reist und dort die trojanische Königin Helena raubt.

Der Königinnenraub führt zum Krieg zwischen Troja und Sparta, zieht die Freier der Helena hinein, weshalb sämtliche griechische Stadtstaaten am Krieg teilnehmen.

Bei Homer wird Paris auch Alexandros genannt. Der Name bedeutet übersetzt: „Der Männerabwehrende“. Vermutlich wählte Homer diesen Namen in der Ilias, um Paris mit einer typischen Eigenschaft zu versehen, wodurch das griechische Publikum einen leichteren Zugang zur Person erhielt.

Der Tod des Paris geschah vor dem endgültigen Fall Trojas. Die schöne Helena wird Gattin seines Bruders Deiphobos, bevor auch dieser stirbt. In einigen Versionen kehrt Helena doch noch nach Sparta zurück, in anderen Versionen stirbt sie auf Rhodos.

Vor seinem Ende verletzt Paris noch den griechischen Kämpfer Achilles an der Ferse. Die Wunde ist tödlich, doch Achilles stirbt nicht sofort. Jener Achilles hatte zuvor Paris Bruder Hektor, den Helden von Troja, getötet. Um Achilles zu töten, schießt Paris einen Pfeil ab – welcher vom Gott Apollon gelenkt wird und den Krieger an der einzig verwundbaren Stelle (Achillesferse) trifft.

Welche Bedeutung hatte Paris in der griechischen Mythologie?

Der Trojanische Krieg ist das Zentralereignis der griechischen Mythologie. Denn bei diesem Krieg sterben eine Großzahl der griechischen Helden, weshalb der Untergang Trojas auch mit dem Ende des griechischen Heldenzeitalters gleichgesetzt wird.

Paris hatte eine besondere Rolle für den Krieg. Denn sein Urteil über die Schönheit der Göttinnen führte dazu, dass Afrodite ihn mit der Liebe der Helena beschenkte. Die anschließende Entführung der Helena von Sparta nach Troja wird zum Kriegsauslöser.

Außerdem schoss Paris den Pfeil ab, welcher Achilleus tödlich verletzte. Jener Achilleus war der größte Kämpfer der Griechen. Am Untergang Trojas ändert dies allerdings nichts. Mit Hilfe des Trojanischen Pferdes können die Griechen die Stadt Troja einnehmen und den Krieg erfolgreich beenden.

Bei der Einnahme Trojas war Paris allerdings schon tot. Er starb kurz zuvor durch einen vergifteten Pfeil des Philoktete.

Wer waren die Eltern von Paris?

Paris war Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe. Der König hatte, neben Paris, weitere fünfzig Kinder.

Paris Vater war während des Trojanischen Krieges bereits ein Greis. Er wurde im Alter von achtzig Jahren von Achilles‘ Sohn Neoptolemus – während der Eroberung Trojas – getötet.

Paris Mutter war die Hekabe. Laut Homer war sie die Tochter von König Dymas von Phrygien. Sie war auch die Mutter von Hektor, Troilos und der Prophetin Kassandra.

Warum wird Paris bei Homer als Alexandros bezeichnet?

Im homerischen Epos ist Paris gebräuchlicher Name „Alexandros“. Übersetzt bedeutet der Name: „der Männer/ Menschen Beschützende“. Der Name passt zu seiner Rolle als trojanischer Prinz und Beschützer.