26. Juli
Der 26. Juli ist der 207. Tag eines Jahres bzw. der 208. Tag eines Schaltjahres. Bis zum Jahresende bleiben noch 158 Tage.
Auf Barbados, einem Inselstaat in der Karibik, feiert man am 26. Juli den Emanzipationstag. Dieser Feiertag soll an den Arbeiteraufstand auf den Westindischen Inseln von 1937 erinnern.
In der Republik Kuba erinnert man sich an den 26. Juli 1953. Denn an diesem Tag führte Fidel Castro einen Angriff auf die Monaca-Kaserne in Santiago de Cuba an. Jenes Ereignis wurde zum Ausgangspunkt der kubanischen Revolution, weshalb der 26. Juli ein Nationalfeiertag in Kuba ist.
Weiterhin wird am 26. Juli der Esperanto-Tag weltweit begangen. Gefeiert wird die Veröffentlichung des Unua Libro am 26. Juli 1887. Diese Werk war das erste Buch in der Sprache Esperanto. Jene Sprache ist bis heute die weltweit verbreitetste Plansprache. Sie wurde vom Augenarzt Ludwik Lejzer Zamenhof entwickelt, um internationale Kommunikation zu erleichtern. Viele Staaten der Welt haben Esperanto als Kulturgut anerkannt.
Ein weiteres bedeutendes Ereignis am 26. Juli war der Beginn der Belagerung der Marienburg durch polnisch-litauische Verbände im Jahr 1410. Dies führte in der Folge zu einer dauerhaften Schwächung des Deutschen Ordens bzw. des Deutschordensstaates.
Außerdem wurden am 26. Juli 1533 die Inkas durch die Spanier, unter Führung Francisco Pizarros, unterworfen. Die Spanier töteten den letzten souveränen Inkaherrscher Atahualpa und setzten einen Marionettenherrscher als neuen Sapa Inka ein.
Ein wichtiges Ereignis der Neuzeit ist die Suezkrise, welche am 26. Juli 1956 ihren Ursprung hatte. Außerdem ist der 26. Juli der Unabhängigkeitstag von Liberia und den Malediven.
Steckbrief
| Aktionstage: | Esperanto-Tag |
| Namenstage: | Achim, Anita, Anja, Anna, Annette, Grażyna, Joachim |
| Gedenktage: | Tag des Nationalen Aufstands in Kuba, Emanzipationstag in Barbados |
| Kirchentage: | Louise Scheppler (evangelisch) |
| Unabhängigkeit: | Liberia seit 1847 von den USA, Republik Malediven seit 1965 vom Vereinigten Königreich, |
Ereignisse
| Jahr | Ereignis |
| 657 | Im islamischen Bürgerkrieg, bei dem es um die rechtmäßige Nachfolge des Propheten Mohammeds (gestorben 632) geht, kommt es zur Schlacht von Siffin am Ufer des Euphrats in Syrien. Gegenüber stehen sich die Heere von Kalif Ali (Mohammeds Schwiegersohn) und Muʿāwiya I., dem Begründer der Umayyaden-Dynastie. Zwar endet die Schlacht ohne klaren Sieger, führt aber zum Zerwürfnis in der islamischen Welt. Die dauerhafte Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten setzt nach dieser Schlacht ein. |
| 811 | In der Schlacht von Pliska besiegen die Bulgaren die Byzantiner. Es ist eine der schwersten Niederlagen des byzantinischen Reichs. Bei der Schlacht stirbt Kaiser Nikephoros I.. In der Folge dringen die Bulgaren bis Konstantinopel vor. |
| 1410 | Litauerkriege des Deutschen Ordens: Nach der Schlacht bei Tannenberg beginnt das siegreiche polnisch-litauische Heer damit, die Marienburg des Ordensstaates zu belagern. In der Folge wird der Deutsche Orden zum Friedensschluss von Thorn (1411) gezwungen, bei dem er auf sämtliche Besitzansprüche in Litauen verzichten musste. |
| 1429 | Der Frieden von Konstanz beendet die Appenzellerkriege (seit 1401) zwischen dem Kanton Appenzell und der Fürstabtei St. Gallen in der heutigen Schweiz. Der Grund für den Krieg waren die hohen Steuern, welche das Kloster St. Gallen erhob. Im Friedensvertrag wurde die Unabhängigkeit des Kantons Appenzell von der Fürstabtei St. Gallen bestätigt. |
| 1492 | Heinrich IV. von Absberg, der Bischof von Regensburg, stirbt am 26. Juli 1492. Sein Nachfolger wird Ruprecht von Pfalz-Simmern als 45. Bischof von Regensburg. |
| 1533 | Am 26. Juli 1533 beginnt die Eroberung des Inkareiches durch spanische Konquistadoren, welche von Francisco Pizarro angeführt werden. Die Eroberung begann mit der Gefangennahme des Inkaherrschers Atahualpa und der Einnahme von Cusco (Hauptstadt). Die vollständige Eroberung war erst mit der Eroberung von Vilcabamba (1572) abgeschlossen. Atahualpa, der letzte souveräne Inka-Herrscher, wird durch die Spanier hingerichtet. Danach setzen Francisco Pizarro und dessen Nachfolger nur Marionetten als Sapa Inka ein. Zwar gelingt Manco Cápac II. eine Revolte gegen die spanische Fremdherrschaft, doch dieser muss nach Vilcabamba fliehen. Dort errichtet er den Neo-Inka-Staat. Am 24. September 1572 können die Spanier den Neo-Inka-Staat erobern und Manco Cápacs Sohn (Túpac Amaru) wird hingerichtet. Dieser war der letzte Inkaherrscher. |
| 1602 | Die Shakespeare Tragödie Hamlet wird in London zur Aufführung zugelassen. |
| 1757 | Dritter Schlesienkrieg (Siebenjähriger Krieg): Bei Hastenbeck, in der Nähe von Hameln, trifft das französische Heer auf die britisch geführte Armee von Kurhannover. Die Schlacht bei Hastenbeck endet mit einem französischen Sieg. |
| 1775 | Amerikanische Unabhängigkeitskrieg: Benjamin Franklin wird vom Kontinentalkongress zum Generalpostmeister bestimmt. Er soll das Postwesen innerhalb der Dreizehn Kolonien organisieren. Daraufhin wird der United States Postal Service (USPS) gegründet. |
| 1788 | New York ratifiziert als elfter Bundesstaat die US-Verfassung. |
| 1847 | Liberia erklärt seine Unabhängigkeit von den USA am 26. Juli 1847. Die ersten neuen Regierungsbeamten des Landes sind ehemalige Sklaven, welche von den USA freigelassen worden. |
| 1953 | In Kuba führt Fidel Castro einen Angriff auf die Moncada-Kaserne von Santiago de Cuba an. Die Organisation dahinter wird als Movimiento 26 de Julio (deutsch: Bewegung des 26. Juli) bezeichnet. Ziel dieser Bewegung ist es, die demokratischen Grundrechte in Kuba wiederherzustellen, welche der kubanische Diktator Fulgencio Batista im Jahr 1952 ausgesetzt hatte. Aus dieser politischen Bewegung entsteht die kubanische Revolution, welche am 1. Januar 1959 mit der Flucht Batistas in die Dominikanische Republik endete. Fidel Castro wird daraufhin Regierungschef bzw. Staatspräsident Kubas, regiert das Land aber ebenfalls als Diktatur. |
| 1956 | Gamal Abdel Nasser, welcher am 23. Juni 1956 zum Präsidenten Ägyptens gewählt wurde, will den Sueskanal verstaatlichen. Da diese Wasserstraße hochwichtig für die Weltwirtschaft ist, gerät er in Konflikt mit Frankreich, Großbritannien und deren Nahost-Verbündeten Israel. Die Sueskrise beginnt, deren militärische Eskalation sich über die ganze Sinai-Halbinsel erstreckt. Die USA und die Sowjetunion treten vor die Vereinten Nationen und erzwingen auf diesem Weg den Rückzug der französischen, britischen und israelischen Truppen aus den Gebieten des Sinai. Im Dezember 1956 wurde eine UN-Friedenstruppe an die israelisch-ägyptische Grenze verlegt und im März 1957 die Krise beigelegt. Der geplante Sturz Nassers und ein Regimewechsel waren nicht erreicht worden. |
| 1994 | Lennart Meri aus Estland und Boris Jelzin aus Russland unterzeichnen in Moskau ein Abkommen, wonach sich russische Truppen aus Estland zurückziehen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur estnischen Souveränität nach dem Kalten Krieg. |
Geboren |
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| Jahr | Person |
| 1575 | Anna Katharina von Brandenburg, Königin von Dänemark und Norwegen, wurde am 26. Juli 1575 in Halle, heutige Sachsen-Anhalt geboren. (gestorben: 29. März 1612 in Kopenhagen) |
| 1739 | George Clinton, vierte Vizepräsident der Vereinigten Staaten, wurde am 26. Juli 1739 in Little Britain, Provinz New York geboren. (gestorben: 20. April 1812 in Washington, D.C.) |
| 1855 | Ferdinand Tönnies - deutscher Soziologe, Nationalökonom und Philosoph - wurde am 26. Juli 1855 bei Oldenswort, heutige Schleswig-Holstein geboren. (gestorben: 9. April 1936 in Kiel) |
| 1928 | Francesco Cossiga, italienischer Staatspräsident, wurde am 26. Juli 1928 in Sassari, Sardinien, Italien geboren. (gestorben: 17. August 2010 in Rom) |
| 1939 | John Howard, australischer Politiker und Premierminister Australiens, wurde am 26. Juli 1939 in Sydney geboren. |
| 1942 | Hannelore Elsner, deutsche Schauspielerin, wurde am 26. Juli 1942 in Burghausen, Bayern geboren. (gestorben: 21. April 2019 in München) |
| 1943 | Mick Jagger, britischer Musiker und Frontmann bei den Rolling Stones, wurde am 26. Juli 1943 in Dartford, Kent, England geboren. |
| 1959 | Kevin Spacey, US-amerikanischer Schauspieler, wurde am 26. Juli 1959 in South Orange, New Jersey, USA geboren. |
| 1964 | Sandra Bullock, US-amerikanische Schauspielerin, wurde am 26. Juli 1964 in Arlington, Virginia, USA geboren. |
| 1967 | Jason Statham, britischer Schauspieler, wurde am 26. Juli 1967 in Shirebrook, Derbyshire, England geboren. |
| 1977 | Tanja Szewczenko, deutsche Eiskunstläuferin, wurde am 26. Juli 1977 in Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland geboren. |
| 1993 | Elizabeth Gillies, US-amerikanische Schauspielerin, wurde am 26. Juli 1993 in Haworth, New Jersey, USA geboren. |
Gestorben |
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| Jahr | Person |
| 796 | König Offa von Mercia starb am 26. Juli 796. Er war der erste Angelsachse, welcher sich als König von England bezeichnete. |
| 811 | Der byzantinische Kaiser Nikephoros I. starb am 26. Juli 811 am Warbizapass bei Preslaw im heutigen Bulgarien. |
| 1380 | Kaiser Kōmyō von Japan starb am 26. Juli 1380. (geboren: 11. Januar 1322) |
| 1411 | Elisabeth von Hohenzollern-Nürnberg, römisch-deutsche Königin und Ehefrau von König Ruprecht aus dem Haus Wittelsbach, starb am 26. Juli 1411. (geboren: 1358) |
| 1492 | Heinrich IV. von Absberg, der Bischof von Regensburg, stirbt am 26. Juli 1492. (geboren: 19. März 1409) |
| 1533 | Atahualpa, letzter souveräner Herrscher des Inkareiches, starb am 26. Juli 1533 in Cajamarca, Peru. (geboren: um 1500) |
| 1693 | Ulrike Eleonore von Dänemark, Königin und Ehefrau von König Karl XI. von Schweden, starb am 26. Juli 1693 in Schloss Karlberg bei Stockholm. (geboren: 11. September 1656 in Kopenhagen) |
| 1867 | König Otto I. von Griechenland starb am 26. Juli 1867 in Bamberg, Brandenburg. (geboren: 1. Juni 1815 auf Schloss Mirabell in Salzburg, Österreich) |
| 1871 | Eduard Emil Theodor von Humboldt, zweiter Sohn und drittes Kind des Wilhelm von Humboldt, stirbt am 26. Juli 1871. (geboren: 19. Januar 1797) |
| 1952 | Eva Perón, argentinische Politikerin, starb am 26. Juli 1952 in Buenos Aires, Argentinen. (geboren: 7. Mai 1919) |
| 2023 | Sinéad O’Connor, irische Sängerin, starb am 26. Juli 2023 in London. (geboren: 8. Dezember 1966 in Dublin) |