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Januar


Der Januar ist der erste Monat des Jahres im gregorianischen und julianischen Kalender. Diese Jahreseinteilung geht auf das Jahr 153 v. Chr. zurück als der Amtsantritt der römischen Konsuln vom 1. März auf den 1. Januar verlegt wurde. Zuvor war der Ianuarius (Januar) der elfte Monat des Jahres und der Martius (März) der erste Monat eines neuen Jahres. Mit der Vorverlegung der Amtszeiten begann fortan jedes neue Jahr am 1. Januar.

Steckbrief

Januar
Alternativnamen:Jänner, Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat, Wolfsmonat
Länge:31 Tage
Bedeutung:erster Monat des Jahres
Namensgebung:Janus (römischer Gott)
Vorläufer:Ianuarius
Feiertage
1. JanuarNeujahr (in allen deutschsprachigen Ländern)
2. JanuarBerchtoldstag (in Teilen der Schweiz)
6. JanuarHeiligen Drei Könige (in einigen deutschsprachigen Gebieten)
Bedeutende Ereignisse
1. JanuarJahr 1801: Der Act of Union tritt in Kraft, wodurch die Königreiche Großbritannien und Irland zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland werden.
2. JanuarJahr 1492: Ende der Reconquista auf der Iberischen Halbinsel.
3. JanuarJahr 1959: Alaska wird 49. Bundesstaat der USA.
4. JanuarJahr 871: In der Schlacht von Reading unterliegen die Angelsachsen dem Große Heidnische Heer, welches von den Söhnen Ragnar Lothbroks angeführt wird. Fortan beginnt die Großinvasion der Wikinger auf England.
5. JanuarJahr 1919: Gründung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP), Vorläufer der NSDAP.
6. JanuarJahr 2021: Erstürmung des Kapitols durch Anhänger von Donald Trump
7. JanuarJahr 2015: Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris.
8. JanuarJahr 1867: Im District of Columbia (Washington, D.C.) erhalten Afroamerikaner das Wahlrecht.
9. JanuarJahr 1951: In New York öffnet das Hauptquartier der Vereinten Nationen.
10. JanuarJahr 1920: Der Völkerbund tritt in Kraft.
11. JanuarJahr 1922: Frederick Banting und Charles Best gelingt die erste erfolgreiche Behandlung eines Diabetikers mit Insulin.
12. JanuarJahr 1919: Niederschlagung des Spartakusaufstandes
13. JanuarJahr 27 v. Chr.: Im Römischen Reich werden die Bürgerkriege offiziell als beendet erklärt. Aus dem Schatten der Römischen Bürgerkriege erhebt sich Octavian zum Alleinherrscher und bekommt den Augustus-Titel verliehen. Unter Kaiser Augustus wird das Prinzipat die neue Herrschaftsform im Römischen Reich.
14. JanuarJahr 1914: Der Autobauer Henry Ford stellt die Produktion des Ford Modell T auf Fließbandfertigung um.
15. JanuarJahr 1919: In Berlin werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet.
16. JanuarDer erst 16-jährige Iwan IV. wird zum ersten Zaren Russlands gekrönt. Zunächst steht seine Regentschaft im Zeichen von Modernisierung. Im weiteren Verlauf wird der Zar als Iwan der Schreckliche berühmt.
17. JanuarJahr 395: Beginn der Teilung des Römischen Reiches nach dem Tod von Kaiser Theodosius I.
18. JanuarJahr 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs in Versailles. Wilhelm I. von Preußen wird erster deutscher Kaiser.
19. JanuarJahr 1978: Der letzte VW Käfer, welcher in Europa gefertigt wurde, läuft im VW-Werk Emden von Band.
20. JanuarJahr 1942: Beginn der Wannseekonferenz, bei der über eine Endlösung der Judenfrage diskutiert wird.
21. JanuarJahr 1793: König Ludwig XVI. von Frankreich wird im Zuge der Französischen Revolution hingerichtet.
22. JanuarJahr 1901: Mit dem Tod von Königin Victoria endet in Großbritannien das Viktorianische Zeitalter.
23. JanuarJahr 1556: Das Shaanxi‑Erdbeben in China ist das tödlichste Erdbeben in der Geschichte. Es sterben schätzungsweise 830.000 Menschen.
24. JanuarJahr 1848: Ein Goldfund in Kalifornien löst den Kalifornische Goldrausch aus.
25. JanuarJahr 2006: Die Terrororganisation Hamas gewinnt mit großer Mehrheit die Wahl zum Legislativrat in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Damit löst die Terrororganisation die bis dahin herrschende Fatah-Partei ab.
26. JanuarJahr 1788: Die Briten errichten in Australien ihre erste Strafkolonie.
27. JanuarJahr 1945: Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz
28. JanuarJahr 1986: Explosion der Raumfähre Challenger. Es ist der bis dahin schwerste Unfall in der Raumfahrtgeschichte der USA.
29. JanuarJahr 1929: Der Roman "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque kommt in den Handel.
30. JanuarJahr 1933: Machtergreifung der Nationalsozialisten beginnt, nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wird.
31. JanuarJahr 1876: In den USA werden die Ureinwohner in Reservate umgesiedelt.
Bauernregeln
Auf harten Winters Zucht folgt gute Sommerfrucht.
Im Januar dickes Eis, im Mai ein üppig Reis.
Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
Gibt’s im Januar Wind von Osten, tut die Erde langsam frosten.
Januar trocken und rau, nützt dem Getreideanbau.
Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß.
Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt’s zur Ernt’ viel Korn und Klee.
Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.
Wächst das Gras im Januar, ist’s im Sommer in Gefahr.
Wenn im Januar viel Nebel steigt, sich ein schönes Frühjahr zeigt.
Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.
Hat der Januar viel Regen, bringt’s den Früchten keinen Segen.
Im Januar viel Muckentanz verdirbt die Futterernte ganz.
Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.
So viele Tropfen im Januar, so viel Schnee im Mai.
Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.
Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.
Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar.
Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken.

Warum heißt der Januar „Januar“?

Der Januar ist nach dem römischen Gott Janus benannt. Die Römer glaubten, dass Janus zwei Gesichter hatte. Demnach ist Janus der Gott der Dualität, des Anfangs und des Endes. Er ist auch das Symbol für den Eingang und den Ausgang und Gott der Türen und Tore. In allegorischen Darstellungen verkörpert Janus den Winter, weshalb der Januar auch als Wintermonat oder Schneemonat bezeichnet wird.

Warum hat der Januar 31 Tage?

Dass der Monat Januar insgesamt 31 Tage hat, geht auf die Kalenderreform von Julius Caesar zurück. Dieser entwickelte den julianischen Kalender und schob zwei weitere Tage im Januar ein. Durch die Verlängerung des Monats kam der Januar auf 31 anstelle von 29 Tagen. In Kraft trat diese Änderung im Jahr 45 v. Chr..

Der vorjulianische Kalender hatte noch 355 Tage und versuchte, Mond- und Sonnenjahr zu kombinieren. Dies führte zu Irrtümern und wurde auch politisch missbraucht. So wurden Jahreszeiten verfälscht, Amtszeiten absichtlich überschritten und religiöse Feiertage missachtet. Der Sonnenkalender, welcher ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt wurde, kam völlig außer Takt.

Letztlich reformierte Caesar den Lunisolarkalender, indem er zehn zusätzliche Tage einschob und diese über das ganze Jahr verteilte. Fortan hatte das Jahr insgesamt 365 Tage. Allein der Januar bekam zwei Tage hinzu und wurde somit auf 31 Tage verlängert. Für den Januar war dieser Einschub möglich, da die Amtszeiten zum Jahresanfang begannen und keine religiösen Regeln zu beachten waren.

Warum ist der Januar so kalt?

In Europa, in Nordasien oder Nordamerika ist der Januar der kälteste Monat des Jahres. Der Grund für die Kälte liegt in der Rotation der Erde. Denn im Januar sind jene Erdteile, welche sich auf der Nordhalbkugel befinden, am weitesten von der Sonne entfernt. Im Gegenzug sind Gebiete auf der Südhalbkugel näher an der Sonne, weshalb es dort besonders warm im Januar ist.

Welche Feiertage gibt es im Januar?

Der 1. Januar ist Neujahr, ein gesetzlicher Feiertag in Österreich, Deutschland und allen deutschsprachigen Ländern. Am 6. Januar ist Tag der Heiligen Drei Könige, welcher nur in einigen Teilen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz ein gesetzlich festgelegter Feiertag ist. Der 2. Januar ist Berchtoldstag in den alemannischen Gebieten der Schweiz.