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Flutkatastrophe 2021


Die Flutkatastrophe von 2021 war eine Naturkatastrophe in West- und Mitteldeutschland im Juli 2021. Bei dieser Katastrophe kam es zu Sturzfluten und Überschwemmungen in Deutschland, Österreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande und der Schweiz. Verursacht wurde dieses Hochwasser durch anhaltenden Starkregen, ausgelöst durch das Tiefdruckgebiet Bernd. Mindestens 243 Menschen starben, darunter 196 in Deutschland und 41 in Belgien.

Besonders betroffen war der Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Dort fließt die Ahr, ein Nebenfluss des Rheins, welcher im Ahrgebirge entspringt und durchs landschaftlich schöne Ahrtal fließt. Durch die anhaltenden Regengüsse im Juli 2021 entwickelte sich die Ahr zu einem reißenden Fluss, welcher über die Ufer trat und schwere Schäden an Häusern und Infrastruktur anrichtete. Beim Ahrtal-Hochwasser von 2021 starben allein im Ahrtal 134 Menschen. Etwa Hälfte der Toten kamen aus der Kleinstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Das Hochwasser ist gemessen an den Opferzahlen die schwerste Naturkatastrophe seit der Sturmflut 1962. In einigen der betroffenen Staaten kam es zu überregionalen Hilfs- und Rettungsmaßnahmen oder zu Spendenaufrufen. Der Gesamtschaden der Flut beläuft sich auf etwa 46 Milliarden Euro, wobei allein in Deutschland die Schadenssumme etwa 33 Milliarden Euro beträgt.

Steckbrief

Überschwemmungen in Europa 2021
Hochwasser an deutschen Bahnstrecken im Juli 2021, Bildnachweis: bear_productions / Shutterstock.com

Hochwasser an deutschen Bahnstrecken im Juli 2021

Zeitraum:12.–25. Juli 2021
Länder:Österreich, Belgien, Tschechische Republik, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Rumänien, Schweiz, Vereinigtes Königreich
Todesfälle:insgesamt 243:
in Deutschland 196,
in Belgien 41,
in Rumänien 2,
in Italien 1,
in Österreich 1
Sachschäden:46 Milliarden Euro Sachschäden, in Deutschland etwa 200.000 Menschen ohne Strom (insbesondere in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz)
Kurzverlauf
12. JuliLondon erlebt Sturzfluten. U-Bahnhöfe laufen voll.
13. JuliIn Deutschland (NRW, Bayern, Sachsen) erste Überflutungen durch Starkregen. Währenddessen steigen in der Schweiz die Aare, Reuss und Seen stark an.
14. JuliBeginn der Großkatastrophe: Extremregen in NRW und Rheinland‑Pfalz. Flüsse wie Ahr, Erft, Rur, Wupper, Kyll, Prüm, Nims steigen explosionsartig. Hagen ruft den Notstand aus. In Belgien gibt es Rekordregen. In den Niederlanden steigen Geul und Maas stark an. Währenddessen werden in Luxemburg und Deutschland die ersten Campingplätze überflutet.
15. JuliHöhepunkt der Katastrophe: Im Ahrtal erreicht die Flutwelle seinen höchsten Pegel und richtet massive Zerstörung an. Hunderte werden vermisst. Mehr als 130 Menschen sterben. Ganze Dörfer gehen in der Flut unter. In Lüttich, Belgien wird die Evakuierung ausgerufen. In Valkenburg, Niederlande werden Altenheime evakuiert. In der Schweiz gilt die höchste Warnstufe für sämtliche Seen und Flüsse.
16. JuliBundeswehr-Katastrophenalarm in Deutschland, Dammburch und Erdrutsche setzen ein. In den Niederlanden werden Venlo, Belfeld und Arcen evakuiert.
17. JuliSturmtief zieht nach Süden und erreicht Österreich. Die Sturzflut bricht über Hallein bei Salzburg herein. Todesopfer in Saalbach-Hinterglemm. In Kroatien kommt es in Slawonien zu Überschwemmungen. In Tschechien werden einzelne Gemeinden in Nordböhmen evakuiert.
Hochwasser in Eschweiler am 15.07.2021, Bildnachweis: Haitani / Shutterstock.com

Hochwasser in Eschweiler, Nordrhein-Westfalen

Wo war das Hochwasser 2021?

Zunächst begann der Starkregen in Großbritannien am 12. Juli. Dort wurden Straßen und Keller geflutet. Von Großbritannien zog das Tiefdruckgebiet Bernd weiter nach Süden, erreichte am 13. Juli die Schweiz und die Beneluxstaaten. Ein Sturmkomplex aus Frankreich sorgte dafür, dass das Tiefdruckgebiet nach Osten zog und Westdeutschland ebenfalls am 13. Juli erreichte. Dort verharrte das Tiefdruckgebiet für zwei Tage und zog weiter nach Südosten. Am 17. Juli erreichte es dann auch Rumänien, Tschechien, die Slowakei, Österreich, Ungarn und Kroatien.

Wie kam es zum Starkregen von 2021?

Das Tiefdruckgebiet Bernd war westlich und östlich von zwei Hochdruckgebieten eingefasst. Durch diese Kombination wurde warme und feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum transportiert, was zu großräumigen Niederschlägen führte. Hauptursache für den Starkregen war, dass sich das Tiefdruckgebiet nur langsam fortbewegte. Dabei wurden die warmen und feuchten Luftmassen aus dem Osten mit den milderen Luftmassen aus dem Westen durch das Tief zusammengeführt. Und so schob sich eine warme und feuchte Luft über die kühlere. Daraufhin regnete sich die enthaltene Feuchtigkeit der warmen Luftschicht ab.

Normalerweise ziehen solche Starkregenfronten schneller wieder ab. Denn der Jetstream, ein dynamisches Starkwindfeld, sorgt dafür – dass sich Regenfronten, Kaltwetter und Warmwetter schnell abwechseln. Aber der Jetstream ist durch die globale Erderwärmung gestört, was zur Folge hat – dass Hitzewellen länger andauern, genauso wie Schlechtwettertage im Sommer. Im Fall der Flutkatastrophe von 2021 sorgte der nicht intakte Jetstream dafür, dass das Tiefdruckgebiet Bernd sich nur sehr langsam verschob und somit massenhaft Niederschlag auf einer Stelle niederprasseln konnte.

Aufgrund der globalen Erderwärmung warnen Meteorologen und Klimaforscher davor, dass sich solche Wetterkatastrophen schneller wiederholen könnten.

Zeittafel und Verlauf

DatumEreignis
JuniIn Baden-Württemberg gab es bereits im Juni starke Regenfälle, so dass es vielerorts zu Überschwemmungen kam. In Tübingen und Reutlingen stand eine Straßen unter Wasser. Das Corona-Impfzentrum in Tübingen wurde überflutet. Auch der Rhein trat über die Ufer. In Karlsbad und Remchingen kam es zu mehrfachen Überflutungen, so dass auch die Autobahn A8 etwa einen Meter überflutet war.
9. JuliIn Distelhausen im Taubertal, Baden-Württemberg standen mehrere Straßen unter Wasser.
9. JuliBayern: Reichenberg bei Würzburg wird überflutet.
11. JuliSchweiz: Starke Regenfälle in den Alpen, im Jura und im Schweizer Mittelland sorgen dafür, dass zahlreiche Bäche, Flüsse und Seen über die Ufer treten. In einigen Orten kommt es zu Erdrutschen. Verschiedene Verkehrsverbindungen sind unterbrochen.
12. JuliDas Tiefdruckgebiet Bernd erreicht zuerst Großbritannien. In London werden die Straßen überspült. Keller, Autos, Toiletten und Geschäfte standen unter Wasser.
12. JuliSchweiz: Verschiedene Sturmböen verursachen größere Sachschäden, bspw. in der Stadt Zürich. Die Verkehrsnetze an vielen Orten bleiben gestört.
16. Juli 2021: Stromschnellen an der Mündung von Limmat (grünes Wasser) und Sihl (braunes Wasser) in der Stadt Zürich, Bildnachweis: Michael Derrer Fuchs / Shutterstock.com

Zürich am 16. Juli 2021

13. JuliBaden-Württemberg: An vielen Orten kommt es zu Starkregen, bspw. in Eppingen und Heilbronn. Die Rheinschifffahrt zwischen Iffezheim und Germersheim wird eingestellt. Einen Tag später wird die Schifffahrtssperre bis Mannheim ausgedehnt.
13. JuliBayern: In mehreren Landkreisen in Nordbayern, insbesondere im Hofer Land, wird der Katastrophenfall ausgerufen. In Wilhermsdorf wird ein Trafohäuschen geflutet, was zu einem Stromausfall führte. Die Bahnstrecke von Neustadt an der Aisch nach Bad Windsheim wurde, wegen übertretenen Wasser, gesperrt.
Wilhermsdorf, Aufnahme vom 07.08.2021, Bildnachweis: Real World Events / Shutterstock.com

Wilhermsdorf, Aufnahme vom 07.08.2021

13. JuliSachsen: Im Vogtland, insbesondere in Plauen und Oelsnitz, kommt es zu Überschwemmungen. In Jöhstadt-Steinbach im Erzgebirgskreis wird ein Mann von der Sturzflut mitgerissen und stirbt.
13. JuliThüringen: Im Ilm-Kreis, im Saale-Orla-Kreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt kommt es zu Starkregen und vollgelaufenen Kellern. Erdrutsche setzen ein, weshalb mehrere Straßen blockiert sind. Der Bahnverkehr wird örtlich eingestellt. Die Bundesautobahn A 71 wird wegen Hochwassergefahr kurzzeitig gesperrt.
13. JuliItalien: In Oberitalien kommt es zu Unwettern. In mehreren Region werden landwirtschaftliche Nutzflächen verwüstet. Ein umgestürzter Baum in der Trentino-Südtirol beschädigt die Seilbahn. Mehrere Straßen sind durch Überschwemmungen und umgestürzte Bäume blockiert. In der Region Venetien kommt ein Mensch ums Leben.
13. Juli Schweiz: Die Reuss trat in den Kantonen Uri und Aargau über die Ufer. Bei Brugg und Gebenstorf, wo die Reuss und die Limmat in die Aare münden, standen ganze Landschaften unter Wasser.

Die aus dem Jura abfließende Birs überflutete Gebiete bei Basel und verstärkte das Hochwasser des Rheins zusätzlich. In Basel werden die Uferpromenaden gesperrt. Die Rheinschifffahrt unterhalb von Birsfelden wird eingestellt.
14. JuliSüd- und Westdeutschland: Mancherorts fielen mehr als 150 mm Niederschläge. In Köln-Stammheim, Nordrhein-Westfalen fielen 154 mm. Der deutsche Wetterdienst bezifferte die Wiederkehrzeit eines solchen Wetterereignisses auf mehr als 100 Jahre, mitunter auch auf 1.000 Jahre.
14. JuliRheinland-Pfalz: Am Abend erreicht die die Prüm in Prüm mit 3,27 Metern ihren Rekordpegelwert. Die Lieser in Wittlich erreicht mit 3,63 Metern ebenfalls ihren Rekordpegelwert, genauso wie die Nims in Alsdorf und Bitburg-Stahl mit 3,49 Metern.
14. JuliNordrhein-Westfalen: Die Hochwasserrückhaltebecken Eicherscheid und bei Horchheim, Weilerswist und Kerpen-Mödrath werden geöffnet. Dadurch soll der Abfluss in die Erft verringert werden.

In Castrop-Rauxel entwickelte sich ein kleiner Tornado.
14. JuliBaden-Württemberg: Aufgrund anhaltender Regenfälle wird die Bundesautobahn A6 zwischen dem Viernheimer Dreieck und Mannheim-Sandhofen stark überspült und gesperrt.
14. JuliBayern: Das Trinkwasser in Teilen der Landkreise Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen ist mit Fäkalien verunreinigt und muss deshalb abgekocht werden.
14. JuliHessen: Auf der Landesstraße 3215 zwischen Naumburg und Waldeck wurde ein Hang unterhalb der Straße weggespült, weshalb die Landstraße gesperrt wurde. Ebenfalls gesperrt wurde die Bundesstraße 42 zwischen Assmannshausen und Lorch, da Risse im Fahrbahnbelag festgestellt wurden.
14. JuliNiederlande: Im Heuvelland kommt es zu Starkregen, so dass kleine Bäche zu Flüssen werden, welche über die Ufer treten. Laut dem Wetterinstitut der Niederlande (KNMI) fielen mancherorts 86 bis 98 Liter Regen pro Quadratmeter in der Stunde. Teile der Autobahnen A2, A79 und A76 werden gesperrt.
Valkenburg, Niederlande vom 15.07.2021 Bildnachweis: MyStockVideo / Shutterstock.com

Valkenburg, Niederlande

14. JuliSchweiz: Für mehrere Gewässer, insbesondere für die Alpenrandseen, wird die höchste Gefahrenstufe ausgerufen. Im Kanton Tessin wird wegen Erdrutschgefahr die Hauptstraße Bellinzona–Airolo gesperrt.
14. JuliDie ersten Anträge zur Katastrophenhilfe gehen bei der Bundeswehr ein. Etwa 900 Soldaten wurden nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen in den Einsatz geschickt.
14. JuliAn vielen Stellen und Medien (z.B. Nachrichten) wurden präzise Vorhersagen und Karten übermittelt, welche Kreise von Hochwasser betroffen sein würden.
15. JuliBelgien: Der staatliche Infrastrukturbetreiber Infrabel gab die Einstellung des Eisenbahnverkehrs in der gesamten Wallonischen Region bekannt.
Wilsele, Vlaams-Brabant, Belgien vom 15.07.2021, Bildnachweis: Thierry Hebbelinck / Shutterstock.com

Wilsele, Vlaams-Brabant, Belgien

15. JuliLuxemburg: Auch in Luxemburg traten einige Flüsse über. Dies betraf insbesondere die Landschaften bei Hesperingen, Mamer, Vianden und Bettemburg. Teile der Stadt Echternach wurden evakuiert. Bei Bollendorf erreichte der Pegel der Sauer mit 6,08 Metern den zweithöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.
15. JuliSaarland: In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli kam es im Saarland zu einzelnen Überschwemmungen. Allerdings fielen die Schäden im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich geringer aus.
15. JuliRheinland-Pfalz: Das Hochwasser erreicht seinen Höhepunkt im Ahrtal. Orte, wie Altenahr-Kreuzberg und Altenahr-Altenburg, sind vollständig geflutet. Bei der Flut sterben mindestens 141 Menschen. Weitere 766 Menschen werden verletzt.
Überschwemmung in Monreal an der Elz, Rheinland-Pfalz vom 15.07.2021, Bildnachweis: M. Volk / Shutterstock.com

Monreal an der Elz, Rheinland-Pfalz

15. JuliNordrhein-Westfalen: In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli erreicht das Unwetter seinen Höhepunkt. Das St.-Antonius-Hospital Eschweiler wurde vollständig evakuiert. Die 300 Patienten mussten in andere Krankenhäuser verlegt werden.
15. Juli 2021: überflutete Straßen in Eschweiler, Bildnachweis: Haitani / Shutterstock.com

überflutete Straßen in Eschweiler

15. JuliBaden-Württemberg: Am Abend kam es wieder zu örtlichen Starkregen. Dabei wurden die Heilbronner Südstadt und die Gemeinde Flein teilweise überflutet. Die Gemeinde Reichenberg bei Würzburg wurde ebenfalls geflutet. Dies war die zweite Überflutet nach dem 9. Juli.
15. JuliNiederlande: Stadtteile von Roermond, Maastricht und der Maasgemeinden Stein und Eijsden-Margraten werden evakuiert. Die Kleinstadt Valkenburg wurde vollständig evakuiert.
15. JuliSchweiz: Der Schleitheimer Bach tritt, infolge des Starkregens, über und richtete größeren Schaden an. Betroffen waren einige Gemeinden im Kanton Schaffhausen, wie Schleitheim und Beggingen im Randental.
16. JuliWährend der Flutkatastrophe waren in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz etwa 200.000 Menschen ohne Strom. Am Nachmittag des 16. Juli sind noch etwa 100.000 Menschen ohne Strom.
16. JuliDas THW ist mit etwa 2.100 Kräften aus etwa 165 Ortsverbänden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz.
16. JuliNordrhein-Westfalen: Laut der Rheinischen Post gab es an der Rur in Wassenberg-Ophoven einen Dammbruch.
Hattingen, Nordrhein-Westfalen, 15.07.2021, Bildnachweis: Gerfried / Shutterstock.com

Hattingen, Nordrhein-Westfalen

16. JuliBaden-Württemberg: Die Donaubahn zwischen Ehingen und Munderkingen wird, wegen Unterspülung der Gleise, eingestellt.
16. JuliLuxemburg: Für die Ortschaften Befort, Bissen und Lintgen wird bekannt gegeben, dass das Leitungswasser verseucht ist.
16. JuliNiederlande: In Venlo werden mehr als 10.000 Menschen evakuiert.
16. JuliSchweiz: In Bern die Aare großflächig über. Es kommt zu Überschwemmungen ganzer Stadtteile.
16. JuliIn Belgien ruft Premierminister Alexander De Croo einen nationalen Trauertag aus. Er sagte, dies seien wohl die „katastrophalsten Überschwemmungen“, die Belgien je erlebt habe.
16. JuliDie Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock von den Grünen reiste in die Krisenregionen.
16. JuliDer Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte schnellere Hilfen vom Bund und Ländern. Notwendig seien kurze Planungsverfahren.
16. JuliLuxemburg: Großherzog Henri und Innenministerin Taina Bofferding reisen in die Katastrophengebiete.
17. JuliNordrhein-Westfalen: Die Justizvollzugsanstalt Euskirchen wird größtenteils geräumt.
17. JuliBaden-Württemberg: Der Wasserstand des Oberrheins in Karlsruhe war auf 8,62 Meter gestiegen, weswegen Rückhalteräume in Kehl und Altenheim im Ortenaukreis geflutet wurden.
17. JuliBayern: Nachdem das Tiefdruckgebiet Bernd weiter nach Süden gezogen ist, wurde im Berchtesgadener Land der Katastrophenfall ausgerufen. Die Berchtesgadener Ache stieg auf 3,50 Meter an. Damit übertraf sie den bisherigen Höchststand von 3,12 Meter aus dem Jahr 2012.

In Schönau am Königssee wurde ein Hangabrutsch befürchtet, weshalb es dort zu Evakuierungen kam. Der Bahnhof von Bischofswiesen wurde überflutet und die die Kunsteisbahn Königssee wurde schwer beschädigt. In Garmisch-Partenkirchen wurde die Partnachklamm schwer beschädigt.
17. JuliSachsen: Es kam zu schweren Überschwemmungen in der Sächsischen Schweiz. Orte, wie Krippen und Bad Schandau, waren besonders schwer betroffen. Die Kirnitzschtalbahn wurde stark beschädigt und der Zugverkehr zwischen Dresden und Prag wurde, wegen Schlammlawinengefahr, eingestellt.
17. JuliFrankreich: Die Seille im Departement Saône-et-Loire trat über und überschwemmte die Ortschaft Louhans-Châteaurenaud.
17. JuliKroatien: In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli fielen in Teilen Westslawoniens rund 170 Liter Regen pro Quadratmeter. Besonders betroffen war Nova Gradiška, eine Kleinstadt in Ostkroatien.
17. JuliLuxemburg: Wegen dem Hochwasser in Schengen wurden sämtliche Nationalstraßen (N10) gesperrt.
17. JuliÖsterreich: In Oberösterreich wurde die Stadt Hallein geflutet. Die Einwohner wurden evakuiert. Auch Salzburg wurde von Starkregen und Überschwemmungen heimgesucht. In Wien wurden Keller geflutet und im Kuftstein standen Teile der Stadt unter Wasser. Aufgrund von Erdrutschen wurde die Bundesstraße 177 gesperrt.
17. JuliRumänien: Der Kreis Alba im Apuseni-Gebirge war von Starkregen betroffen. Es kam zu Erdrutschen und Überflutungen. Vier Gemeinden wurden evakuiert.
17. JuliSchweiz: In Luzern hatte der Vierwaldstättersees seinen Höchststand (434,94 m ü. M.) und begann in den folgenden Tagen leicht zu sinken. Auch der Bielersee hatte seinen Höchststand (430,94 m ü. M.) erreicht.
17. JuliWährend der Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier im Flutgebiet in Nordrhein-Westfalen beginnt Armin Laschet, im Hintergrund zu lachen. Dieser Lacher wurde von Kameras aufgezeichnet und später in den Nachrichten bundesweit ausgestrahlt. Da Laschet als Spitzenkandidat der CDU im Wahljahr 2021 antrat, wirkte sich der Lacher sehr nachteilig für den Wahlkampf aus. Anschließend brachen die Umfragewerte der CDU/CSU massiv ein.
Protestplakat von Friday for Future mit Laschet-Lacher, Bildnachweis: Wirestock Creators / Shutterstock.com

Protestplakat von Friday for Future mit Laschet-Lacher

17. JuliDer polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bot Deutschland und Belgien seine Hilfe an.
18. JuliÖsterreich: In Kuchl, im Salzburger Land, war das Trinkwasser verunreinigt wurden.
18. JuliSchweiz: Im Berner Oberland kommt es zum Erdrutsch, welcher die Strecke der Wengernalpbahn zwischen Lauterbrunnen und Wengen unterbrach.
18. JuliTschechien: In Nordböhmen kommt es zu starken Regenfällen, insbesondere in den Städten Liberec und Ústí nad Labem. Im Grenzgebiet zu Sachsen waren die Städte Dolní Poustevna und Lobendava stark betroffen. Bei Česká Lípa wurden zahlreiche Einwohner evakuiert.
19. JuliKroatien: Starke Regenfälle bei Našice und bei Osijek überfluten die Straßen und Keller der Städte. In der Umgebung bei Šipvac fiel der Strom aus. In der Županja kam es über Nacht zu heftigen Regenschauern, bei denen 183 Liter pro Quadratmeter niedergingen.
19. JuliSchweiz: Der Neuenburgersee wurde durch das Regenwasser der Flüsse geschwemmt und erreicht seinen Rekordpegel von 430,72 m ü. M.. Vom Neuenburgersee floss das Hochwasser noch weiter in den Murtensee, an dessen Ufer mehrere Abschnitte und der Campingplatz von Salavaux überschwemmt wurden.
19. JuliSlowakei: Die Donau hatte am Morgen einen Pegel von 7,03 Metern in Bratislava und die March in Devínska Nová Ves einen Pegel von 5,28 Metern. In Bratislava sind einzelne Ortsteile im Süden überflutet.
20. JuliBelgien: Der nationale Trauertag, welcher von Premierminister Alexander De Croo am 16. Juli gefordert wurde, wird begangen. Zwischen 12:00 Uhr und 12:01 wurde eine nationale Schweigeminute angeordnet.

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