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See Genezareth


Der See Gennesaret bzw. auch Genezareth geschrieben, ist der tiefstgelegene Süßwassersee der Erde. Dieser liegt 212 Meter unter dem Meeresspiegel und ist damit, nach dem Toten Meer, das zweittiefst gelegene Stillgewässer. Der See befindet sich in Nordisrael. Weitere Namen des Sees sind: See von Galiläa, Tiberiassee oder Kinnret-See.

Am Ufer des Sees befindet sich die Ausgrabungsstätte Ohalo II, eine Siedlung – welche vor etwa 18.500 bis 20.500 Jahren entstand. Die Orte um den See sind Schauplätze im Neuen Testament der Bibel. Auch der See hat biblische Bezüge und wird als Wirkungsort von Jesus beschrieben.

Steckbrief

See Genezareth
Lage des See Genezareth im heutigen Nordisrael

Lage des See Genezareth (Sea of Galilee) im heutigen Nordisrael

Bezeichnungen:See Gennesaret, See von Galiläa, Meer von Galiläa, Tiberiassee, See von Tiberian, Kinneretsee, Meer von Kinneret
Geografische Daten
Lage: Nordisrael, 32°50′N 35°35′E
Einzugsgebiet:Israel, Syrien, Libanon
Zuflüsse:Oberer Jordan
Abflüsse:Unterer Jordan
Daten zum See
Seetyp:monomiktisch
Höhe:212,07 m unter dem Meeresspiegel
Breite:13 km
Länge:21 km
Umfang:53 km
Fläche:166 km²
Einzugsgebiet:2.730 km²
Durchschnittstiefe:25,6 m
maximale Tiefe:43 m
Städte
Tiberias44.234 Einwohner
Migdal bzw. Magdala:1.941 Einwohner
Ein Gev:680 Einwohner
Ginnossar:593 Einwohner
Tabgha:25 Einwohner
historische Orte
Kapernaum bzw. Kafarnaum (Pilgerort),
Bethsaida
Chorazin
Arbel (historische Siedlung auf dem Berg Arbel),
Kursi (byzantinische Klosterruine auf den Golanhöhen),

Landkarte der Gebiete um den See Genezareth

Landkarte der Gebiete um den See Genezareth

Welche Bedeutung hat der See Genezareth in der Bibel

Der See war sehr fischreich und dient in der Bibel auch als Symbol für Segen, Überfluss und Gottes Versorgung. Weiterhin lag der See an einer dicht besiedelten Region mit ausgedehnten Handelsnetzen. So konnten sich die Botschaften und die Wundertaten Jesu rund um den See wunderbar verbreiten. Weiterhin boten die Ufer ein natürliches Amphitheater, ideal zum Auftreten und zum Halten von Predigten. Somit konnten möglichst viele Menschen die Worte Jesu hören.

Die Wellen und Stürme des Sees wurden zum Symbol von Gottes Macht gedeutet. Gleichzeitig dienten sie Jüngern zum Bekenntnis zu Gott, indem sie seiner Allmacht und Güte vertrauten, Grenzerfahrungen machten und dadurch ihr Vertrauen zu Gott und Jesus stärkten. Somit sind Wellen, Stürme und andere Katastrophen auf dem See Genezareth diverse Glaubensproben, welche die Jünger bestehen sollten.

Biblische Orte

In Galiläa begann die Reise des Jesu, ausgehend von Nazareth und dem See Genezareth. In diesem Gebiet rekrutierte er seine Jünger, bevor er seine Reise nach Jerusalem ankündigte.

Viele Orte um den See Genezareth werden in der Bibel erwähnt. Die wichtigsten sind Kapernaum, Bethsaida, Chorazin und Magdala.

Historische Palästina zur Zeit Jesu

Historische Palästina zur Zeit Jesu


Bethsaida
Urheimat:Heimatort der Apostel Petrus, Andreas, Philippus, Jakobus und Johannes
Wunder:Wundersame Brotvermehrung (Speisung der 5.000) in der Nähe von Betsaida,
Heilungsort:Wunderheilung eines Blinden in der Nähe von Betsaida
Kapernaum bzw. Kafarnaum
Wohnort:Wohnort von Petrus, seiner Frau und Schwiegermutter,
auch Wohnort des Apostels Andreas
Wunder:Heilung der Schwiegermutter des Petrus durch Jesus
Berufung:Berufung des Apostels Petrus nach der Wunderheilung seiner Schwiegermutter
Zentrum:Zentrum des Wirkens Jesu
Tiberias
Bedeutung:neben Jerusalem, Hebron und Safed eine der vier Heiligen Städte im Judentum
Erbauung:im Jahr 17 n. Chr. durch Herodes Antipas zu Ehren des römischen Kaisers Tiberius erbaut
Hinrichtung:Johannes der Täufer wurde vor dem Jahr 30 n. Chr. in Tiberias hingerichtet
Zentrum:jüdisches Zentrum in der Spätantike
Migdal bzw. Tarichea oder Magdala
Heimat:Heimatort von Maria Magdalena
Wunder:Jesus fuhr nach dem Wunder der Speisung der 4.000 mit einem Boot am Ufer von Magdala
Gergesa oder Kursi
Wunder:Ort der Heilung des "Geraseners" (von Dämonen besessenen),
Chorazin
Aufruf:Im Matthäusevangelium 11,21 droht Jesus: "Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan."
Tabgha
Wunder:Ort der Brotvermehrung durch Jesus
Predigt:Die Bergpredigt des Jesu wurde auf dem Berg der Seligpreisungen in der Nähe von Tabgha gehalten.
Ginnossar
Fundort:Fund- und Ausstellungsort des Jesusbootes

Ort der Wunder

Neben den oben genannten Wundern, stillt Jesus auch den Sturm – welcher über den See Genezareth tobt. Er gebietet Wind und Wellen Einheit und beherrscht so das Chaos. Beim Sturm kämpfen die Jünger Jesu gegen die Wellen. Er steigt zunächst auf das Wasser und wandelt zu ihnen. Die Jünger erschrecken zuerst, erkennen ihn dann aber. Das Gehen auf dem Wasser und die Beherrschung des Sturms und der Wellen demonstrieren die Macht Gottes und seines Sohnes.

Jesus läuft über das Wasser des Genezareth-Sees

Jesus läuft über das Wasser des Genezareth-Sees

Im Lukasevangelium (Lk 5,1–11) wird zudem der wundersame Fischfang im See Genezareth erwähnt. Das Johannesevangelium erwähnt den zweiten Fischfang (Joh 21,1–14) ebenfalls im See Genezareth. Beim ersten Fischfang im Lukasevangelium leert Jesus das Boot des Simon Petrus aus. Die Netze sind leer. Er fordert ihn dazu auf, die Netze nochmals in die Gewässer des Sees zu werfen. Nun fangen sie eine riesige Menge Fisch.

Der zweite wundersame Fischfang trägt sich nach der Auferstehung Jesu zu. Seine Jünger erkennen ihn zunächst nicht. Doch dann fordert Jesus sie dazu auf, die Netze auszuwerfen und sie fangen 153 große Fische.


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